Masterarbeit, 2021
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Public Health Relevanz
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Methodik
1.4 Inhaltliche Struktur der Arbeit
2 Onlinebasierte Gesundheitskommunikation
2.1 Bedeutung und Potenziale
2.2 Determinanten digitaler Gesundheitskommunikation
2.3 Formen digitaler Gesundheitskommunikation und ihre Nutzergruppen
2.4 Problematik bei der Nutzung
3 Health Literacy und eHealth Literacy
3.1 Begriffsklärung und konzeptionelle Verortung
3.2 Modelle und Theorien
3.2.1 Das Lilienmodell
3.2.2 Das Integrierte Modell von Health Literacy
3.2.3 Das Modell der Akzeptanz-Theorie UTAUT
4 Gegenwärtiger Forschungsstand
4.1 Zugang zu gesundheitsrelevanten Informationen im Internet
4.2 eHealth Literacy in der Bevölkerung
4.3 Bevölkerungsgruppen mit eingeschränkter eHealth Literacy
4.3.1 Einfluss sozialer und kultureller Gradienten
4.3.2 eHealt Literacy - Eine Frage des Alters
4.4 Die digitale Kluft und ihre Konsequenzen
5 Ansätze zur Förderung der eHealth Literacy
5.1 Gesundheitspolitische Maßnahmen
5.1.1 Internationale und nationale Forderungen
5.1.2 Maßnahmen und Gesetzgebung in Deutschland
5.1.3 Strategien zur Umsetzung der Digitalisierung
5.2 Best Practice
5.2.1 Chancengleichheit durch Bildung
5.2.2 Generationsübergreifende Interventionen
5.2.3 Social Marketing
5.3 Ansätze und Maßnahmen zur Qualitätssicherung
6 Diskussion
6.1 Inhaltsbezogene Diskussion
6.2 Implikationen
6.2.1 Forschung
6.2.2 Beispielhafter Ansatz zur Förderung der eHealth Literacy im Alter
6.2.3 Public Health Praxis
6.3 Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle der eHealth Literacy (digitale Gesundheitskompetenz) als zentrale Schlüsselkompetenz, um gesundheitliche Chancengleichheit im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens zu fördern. Ziel ist es, Herausforderungen bei der Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen zu identifizieren und politische sowie gesellschaftliche Handlungsansätze aufzuzeigen, um vulnerable Bevölkerungsgruppen bei der digitalen Teilhabe zu unterstützen.
2.4 Problematik bei der Nutzung
Bereits die Vielfalt an Gesundheitsinformationen, die im Internet zu finden sind, ist problematisch (Mex, 2020). Gibt man bspw. in einer Suchmaschine das Stichwort „Gesundheit“ ein, bekommt man, der Verbraucherzentrale zufolge, über 200 Mio. Treffer angezeigt (Verbraucherzentrale, 2021b). So wurden bei einem Selbstversuch der Verfasserin bei Google 304 Mio. Angebote für den Suchbegriff “Gesundheit“ in 0,56 Sek. angezeigt. Diese schnelle Verfügbarkeit einer großen Menge an Informationen erscheint zunächst als Vorteil. Jedoch stellt sich die Beschaffung der richtigen, wirklich relevanten und qualitativ hochwertigen Gesundheitsinformationen nicht trivial dar. Manipulation, Ängste, Zugangsbarrieren, ethische Herausforderungen, Datenschutzbestrebungen und nicht zuletzt die Schwierigkeit der Nutzer überhaupt aus dem immensen und größtenteils intransparenten Angebot an Informationen die für sie relevanten Informationen zu filtern, stehen dem entgegen. Nur in seltenen Fällen sind die Beratungsangebote und Gesundheitsinformationen evidenzbasiert und valide (Salaschek & Bonfadelli, 2020, S. 160).
Es fehlen adäquate Qualitätskontrollen, die den Nutzern z. B. mit Hilfe von Gütesiegeln bei der Auswahl der richtigen Websites helfen und somit das Risiko der Fehlinformation eindämmen können (Pundt & Scherenberg, 2018, S. 20). Ferner ist zu bedenken, dass die Verbreitung von Gesundheitsinformationen zu großen Teilen von privatwirtschaftlichen Akteuren und Institutionen besetzt wird (Stehr & Rossmann, 2018, S. 31). Das heißt, gerade kommerzielle Websites finanzieren sich über Werbenetzwerke, die im Hintergrund mitlaufen (Salaschek & Bonfadelli, 2020, S. 160). So liegt häufig der Fokus der Anbieter auf den Verkauf eigener Produkte oder zumindest auf das Gewinnen von Kundendaten und eben nicht auf dem Angebot qualitativ hochwertiger Informationen (ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung digitaler Medien im Gesundheitswesen dar und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich Qualität, Barrieren und Förderungsansätzen der eHealth Literacy.
2 Onlinebasierte Gesundheitskommunikation: Das Kapitel erläutert Potenziale und Determinanten digitaler Gesundheitsinformationen, wobei insbesondere die Qualitätsproblematik und die verschiedenen Nutzergruppen beleuchtet werden.
3 Health Literacy und eHealth Literacy: Es werden grundlegende Definitionen, das Lilienmodell, das Integrierte Modell von Health Literacy sowie das UTAUT-Akzeptanzmodell zur theoretischen Fundierung vorgestellt.
4 Gegenwärtiger Forschungsstand: Hier wird der Status quo des Zugangs zu digitalen Gesundheitsinformationen analysiert, mit besonderem Fokus auf Bevölkerungsgruppen mit eingeschränkter Kompetenz und dem Phänomen der digitalen Kluft.
5 Ansätze zur Förderung der eHealth Literacy: Das Kapitel analysiert politische Maßnahmen, Strategien zur Digitalisierung sowie konkrete Best-Practice-Beispiele und Ansätze zur Qualitätssicherung.
6 Diskussion: Die Diskussion beantwortet die Forschungsfragen, reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert Implikationen für die Public Health Praxis sowie die Forschung.
eHealth Literacy, digitale Gesundheitskompetenz, Gesundheitskommunikation, digitale Kluft, Public Health, Gesundheitsförderung, Patientenpartizipation, Online-Gesundheitsinformationen, Technikakzeptanz, Gesundheitschancen, digitale Gesundheitsanwendungen, Qualitätssicherung, gesundheitliche Chancengleichheit, Internetnutzung, Vulnerable Bevölkerungsgruppen.
Die Arbeit analysiert die eHealth Literacy als Schlüsselkompetenz, um die gesundheitlichen Chancen von Menschen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu verbessern und soziale Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsinformationen zu minimieren.
Zentrale Themen sind die Potenziale und Risiken digitaler Gesundheitskommunikation, die Barrieren für spezifische Bevölkerungsgruppen sowie politische und bildungsrelevante Förderstrategien.
Das Ziel ist es, die Relevanz der Förderung digitaler Gesundheitskompetenz aufzuzeigen, Hindernisse bei vulnerablen Gruppen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für die Praxis zu formulieren.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in relevanten wissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand und politische Rahmenbedingungen zusammenzutragen.
Der Hauptteil behandelt theoretische Modelle (wie das Lilienmodell), den aktuellen Forschungsstand zu digitalen Gesundheitskompetenzen, Barrieren bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Ansätze zur Qualitätssicherung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie eHealth Literacy, Gesundheitschancen, digitale Kluft, Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung charakterisiert.
Ältere Menschen sind oft mit gesundheitlichen Einschränkungen konfrontiert und können durch digitale Angebote ihre Autonomie sowie ihr Krankheitsmanagement verbessern, sofern sie die entsprechenden digitalen Kompetenzen erwerben.
Suchmaschinen wie Google sind die primäre Anlaufstelle für Patienten, was aufgrund der Intransparenz und der automatisierten Algorithmen oft zu Schwierigkeiten bei der Identifizierung qualitativ hochwertiger und evidenzbasierter Informationen führt.
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