Wissenschaftlicher Aufsatz, 2009
10 Seiten
1. Einleitung
2. Synonyme
3. Stammpflanzen
4. Inhaltstoffe
5. Toxikologie
6. Indikation und historische Verwendung
7. Nicht-pharmazeutische Verwendung
8. Asa foetida in historischen Monographien
9. Literatur
Diese Arbeit beleuchtet die historische Bedeutung und den medizinischen Gebrauch der Arzneidroge Asa foetida, die über Jahrhunderte hinweg als festes Bestandteil des Arzneischatzes galt. Dabei wird untersucht, wie sich die Verwendung von der pharmazeutischen Anwendung bei Nervenleiden bis hin zur Rolle als Aphrodisiakum und Mittel im Volksglauben entwickelte.
1. Einleitung
Die Arzneidroge Asa foetida (dt. Teufelsdreck, Asant, u.a.) war über Jahrhunderte fester Bestandteil des Arzneischatzes in Europa, dem Nahen Osten, Persien und Indien. Noch das Deutsche Arzneibuch 6 aus dem Jahre 1926 führt Asa foetida und liefert die entsprechenden Prüfvorschriften[1]. Neben der pharmazeutisch-medizinischen Verwendung war der Asant darüber hinaus in Volksglauben und volkstümlichem Heilwissen verankert. Eine der wichtigsten Stoffeigenschaften der Droge wird bereits durch den Namen Asa foetida beschrieben, mit foetidus: lat. übelriechend (entspr. „übelriechendes Gummiharz“). Im pharmazeutischen Bereich war die Droge damit über ihre olfaktorische Eigenschaft von einem weiteren häufig verwendeten Gummiharz, dem wohlriechenden Asa dulcis oder Asa odorata (für Benzoe), unterschieden.
1. Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung und Etymologie der Arzneidroge Asa foetida.
2. Synonyme: Auflistung der zahlreichen volkstümlichen und medizinischen Bezeichnungen für das Gummiharz.
3. Stammpflanzen: Botanische Einordnung der Ferula-Arten und Beschreibung der Gewinnung des Milchsaftes.
4. Inhaltstoffe: Aufschlüsselung der chemischen Hauptbestandteile, darunter Harze, Gummi und ätherische Öle.
5. Toxikologie: Bericht über mögliche Vergiftungserscheinungen und physiologische Reaktionen bei Anwendung.
6. Indikation und historische Verwendung: Übersicht der medizinischen Indikationsgebiete sowie der Anwendung als Aphrodisiakum.
7. Nicht-pharmazeutische Verwendung: Beschreibung der industriellen Nutzung, etwa in der Lackherstellung oder Parfümerie.
8. Asa foetida in historischen Monographien: Dokumentation von Auszügen aus alten Lexika und medizinischen Werken.
9. Literatur: Verzeichnis der wissenschaftlichen und historischen Quellen.
Asa foetida, Teufelsdreck, Asant, Ferula, Arzneidroge, Gummiharz, Volksmedizin, Pharmakognosie, Nervenmittel, Aphrodisiakum, Medizingeschichte, Apiaceae, Liebesmagie, Phytopharmazie, Ätherische Öle
Die Arbeit behandelt die Geschichte, Eigenschaften und Anwendungen der Arzneidroge Asa foetida von der Antike bis in die moderne Zeit.
Zu den Schwerpunkten gehören Botanik, Pharmakologie, historische medizinische Indikationen sowie die soziokulturelle Bedeutung im Volksglauben.
Ziel ist es, den Gebrauch von Asa foetida als historisches Nervenmittel und Aphrodisiakum durch historische Quellen und wissenschaftliche Fakten zu dokumentieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung historischer medizinischer Monographien und Arzneibücher.
Der Hauptteil gliedert sich in botanische Grundlagen, chemische Inhaltsstoffe, toxikologische Aspekte, medizinische Anwendungen und die dokumentierte Nutzung in historischen Lexika.
Asa foetida, Teufelsdreck, Ferula, Medizingeschichte, Volksmedizin, Pharmakognosie und Nervenheilkunde.
Historische Texte beschreiben die Anwendung von Klistieren bei Kindern zur Behandlung von Keuchhusten oder Parasitenbefall.
Aufgrund des extrem unangenehmen, starken Geruchs wurde es im Volksglauben als „Teufelsdreck“ bezeichnet und zur Vertreibung von bösen Geistern genutzt.
Neben der pharmazeutischen Geschichte findet sich die Droge auch in der Parfümerie (z.B. Chanel No. 5) und bei der Herstellung von Speziallacken.
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