Bachelorarbeit, 2021
82 Seiten, Note: 1,1
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
2. Arten sozialer Vergleichsprozesse
2.1 Theorie des sozialen Vergleichs
2.2 Soziokulturelle Theorie, Objektivierungstheorie und selektives Verfügbarkeitsmodell
3. Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen der Zielgruppe Heranwachsende
3.1 Individuelle, merkmalsbezogene Vergleichstendenzen
3.2 Psycho-emotionale Symptome
3.3 Nutzung sozialer Netzwerkseiten
4. Systematischer Überblick zur Wirkung sozialer Netzwerkvergleiche des Erscheinungsbildes auf Heranwachsende
4.1 Auswirkungen auf Wahrnehmungen und Selbst-Evaluierungen zum Körperbild Heranwachsender
4.2 Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden Heranwachsender
4.3 Auswirkungen auf die Stimmungen Heranwachsender
4.4 Auswirkungen auf erscheinungsbezogene Motivationen und Verhaltensweisen Heranwachsender
5. Diskussion, Limitationen und Forschungsbedarf
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, durch eine systematische Literaturrecherche den aktuellen Forschungsstand zu den psycho-emotionalen Auswirkungen sozialer Vergleichsprozesse des Erscheinungsbildes (sVdE) in sozialen Netzwerken bei Heranwachsenden (10 bis 30 Jahre) zu erfassen, zu analysieren und zu systematisieren, um die Forschungsfrage nach den konkreten Wirkungen und Limitationen zu beantworten.
2.1 Theorie des sozialen Vergleichs
Der leitendende theoretische Rahmen des Forschungsfeldes ist die Theorie des sozialen Vergleichs nach Festinger (1954). Sie besagt, dass Individuen ihre Meinungen und Fähigkeiten bewerten, indem sie sich bei Abwesenheit objektiver Standards mit ähnlichen Individuen vergleichen. Die Vergleichenden wollen realistische Informationen über sich selbst und ihre Umwelt gewinnen, vor allem dann, wenn eine adäquate Selbsteinschätzung wichtig ist. Menschen gehen auf diese Weise dem Drang nach, sich hinsichtlich ihrer Stellung in verschiedenen Lebensaspekten zu verorten (Festinger, 1954). Soziale Vergleichsprozesse sind kognitive Urteile über die eigenen Eigenschaften (Sohn, 2009). Die Sammlung sozialer Informationen geht einher mit dem Interesse, die wahrgenommenen Diskrepanzen zwischen sich selbst und der Zielperson zu reduzieren (Suls & Wheeler, 2000). Individuen können sich in verschiedenen Dimensionen vergleichen. Diese Arbeit legt den Fokus auf sVdE, wobei diese als soziale Fähigkeitsvergleiche in der Attraktivitätsvergleichsdimension einzuordnen sind (Yang et al., 2018). Die Theorie wurde stetig weiterentwickelt und auf verschiedene Kontexte angewandt. Mit der vermehrten SNS Nutzung begegnet sie neuen Herausforderungen (Fardouly, Diedrichs et al., 2015a). Vergleiche können in verschiedenen Kontexten auftreten, z. B. persönlich, durch traditionelle Medien oder wie in dieser Arbeit thematisiert in SNS. Dabei haben manche Kontexte negativere Einflüsse (Tiggemann, 2003). Die Theorie bietet einen geeigneten Rahmen, um die Konsequenzen von SNS auf Verhalten, Emotionen und Gedanken zu verstehen (Rancourt et al., 2015). Es gibt eine Reihe an Gründen, wieso der sVdE in SNS besonders relevant ist. Nach Interpretation von Tiggemann und Zaccardo (2015) bspw. bewerten Frauen ihr Aussehen, indem sie sich in SNS mit den dargestellten Schönheitsidealen vergleichen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Medienwirkungsforschung bei Heranwachsenden ein und definiert das wissenschaftliche Ziel der Arbeit, einen systematischen Überblick über die Auswirkungen sozialer Vergleiche des Erscheinungsbildes (sVdE) zu geben.
2. Arten sozialer Vergleichsprozesse: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie die Theorie des sozialen Vergleichs nach Festinger sowie die Objektivierungstheorie und das selektive Verfügbarkeitsmodell zur Erklärung von Vergleichseffekten in sozialen Medien erläutert.
3. Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen der Zielgruppe Heranwachsende: Dieses Kapitel definiert die Altersspanne der Heranwachsenden, analysiert individuelle Vergleichstendenzen und beleuchtet die Rolle der SNS-Nutzung sowie psycho-emotionaler Symptome.
4. Systematischer Überblick zur Wirkung sozialer Netzwerkvergleiche des Erscheinungsbildes auf Heranwachsende: Dieser Hauptteil systematisiert die Ergebnisse von 19 Studien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Körperbild, psychische Gesundheit, Stimmung sowie Verhaltensweisen von Heranwachsenden.
5. Diskussion, Limitationen und Forschungsbedarf: Hier werden die empirischen Erkenntnisse kritisch diskutiert, methodische Einschränkungen der Studien (wie Stichprobenqualität) beleuchtet und Implikationen für die zukünftige Forschung abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, wonach spezifische SNS-Nutzungsweisen über den sVdE negative Auswirkungen auf Heranwachsende haben können, und betont die Notwendigkeit weiterer Präventionsansätze.
Soziale Medien, Soziale Netzwerkseiten, Sozialer Vergleich, Erscheinungsbild, Heranwachsende, Körperbild, Körperbild-Unzufriedenheit, Psychische Gesundheit, Wohlbefinden, Selbst-Objektivierung, Schlankheitswahn, Medienwirkung, Jugendforschung, Literaturrecherche, Forschungsüberblick
Die Arbeit bietet einen systematischen Forschungsüberblick über die psycho-emotionalen Auswirkungen von sozialen Vergleichen des Erscheinungsbildes in sozialen Netzwerken auf Heranwachsende.
Zentrale Themen sind die Theorie des sozialen Vergleichs, die Nutzung sozialer Netzwerke, die psychische Entwicklung von Heranwachsenden sowie deren Körperbildsorgen und Essverhalten.
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren, die Auswirkungen von sVdE auf Heranwachsende aufzuzeigen und dabei Limitationen der bestehenden Studien zu identifizieren.
Es handelt sich um eine systematische Literaturrecherche, bei der 19 relevante internationale Studien aus dem Zeitraum 2015 bis 2020 analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Auswirkungen auf Körperbild, psychische Gesundheit, Stimmung sowie erscheinungsbezogene Motivationen und Verhaltensweisen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Netzwerke, Körperbild-Unzufriedenheit, sVdE, Heranwachsende und Medienwirkungsforschung charakterisiert.
Diese Spanne deckt die psychosoziale Phase der Adoleszenz bis zum jungen Erwachsenenalter ab, in der Individuen besonders anfällig für soziale Vergleiche und Identitätsentwicklung sind.
Die elterliche Kontrolle wird als abmildernde Variable identifiziert, die die Zeit in sozialen Netzwerken reduzieren und somit den sVdE sowie dessen negative Auswirkungen abschwächen kann.
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