Masterarbeit, 2021
118 Seiten, Note: 1,0
1 Black Box Supervision: Status quo einer jungen Disziplin
1.1 Theoretische Hintergründe
1.1.1 Evidenzbasierte Praxis für eine Profession Supervision?
1.1.2 E3BP
1.1.3 Efficacy, Effectiveness, Efficiency
1.1.4 PICO
1.1.5 Evidenzgrade externer Evidenzen
1.1.6 Kritik und Modifikationen des Modells E3BP
1.1.7 Status quo der Evidenzbasierung der SV
1.1.8 Evidenzbasiert vs. Exzellent
1.1.9 Die Nutzbarmachung Externer Evidenzen für die Supervision
1.1.9.1 Der Mensch als Forschungsgegenstand: eine metaphysische Skizze
1.1.9.2 Die spezifische Objektivität einer beruflichen Problemgestalt als Einzelfall
1.1.9.3 Fallberichte, Geschichten, Anekdoten: Externe Evidenzen für die Supervision
1.1.9.4 SV-spezifischer Algorithmus zur zentralen Archivierung Externer Evidenzen
1.1.10 Übertragung: ein psychischer Mechanismus
1.2 Forschungsfragen
2 Methodisches Vorgehen
3 Zwei retrospektive Fallstudien
3.1 Erster Fall: Generalisierte Wut auf einen Vorgesetzten
3.1.1 Meine Person und Rolle in einer klinischen Arbeitsgruppe
3.1.2 Clinical Pathway: Eine Prozessstruktur aus der Industrie
3.1.3 Meine Funktion innerhalb des Subsystems SPZ
3.1.4 Ich als Privatperson: ein psycho-systemischer Antivirus
3.1.5 Das Ringen mit einer biographischen Niederlage
3.1.6 Anerkennungtheoretisch relevante Systemmerkmale des SPZ
3.1.7 Ein verhasstes Objekt
3.1.7.1 Objektive Angaben über die neue PLL
3.1.7.2 Meine subjektive Wahrnehmung der neuen PLL
3.1.8 Supervision der generalisierten Wut auf einen Vorgesetzten
3.1.9 Interventions- und Outcome-Evaluation I
3.1.9.1 Effekte der Intervention Frage nach Warum
3.1.9.2 Effekte der Intervention Aufstellung des Systems Klinik
3.1.9.3 Effekte der Intervention Team-Aufstellung (Stühle)
3.1.9.4 Effekte der Intervention Vater-Sohn-Aufstellung (Stühle)
3.1.10 Zusammenfassung der Effekte des ersten Falles
3.2 Zweiter Fall: Generalisierte Wut auf eine Kollegin
3.2.1 Supervision der generalisierten Wut auf eine Kollegin
3.2.2 Auflösen der Übertragung
3.2.3 Interventions- und Outcome-Evaluation II
3.2.3.1 Unkritisches Rezeptieren des Narrativs
3.2.3.2 Entwicklung eines Handlungsplans auf Basis des Narrativs
3.2.3.3 Psycho-kinesiologische Diagnostik
3.2.3.4 Photo-therapeutische Intervention
3.2.3.5 Eine theoretische Abschweifung zur Selbstverortung der SV
3.2.3.6 Transaktionsanalytische Nachbesprechung
3.2.4 Zusammenfassung der Effekte des zweiten Falles
3.3 Kontrastierung der Fall-Ergebnisse: Erkenntnis-Übersumme
4 Ergebnisse im Sinne der Forschungsfrage
4.1 Beantwortung der Haupt-Forschungsfragen
4.2 Beantwortung der Neben-Forschungsfragen
5 Diskussion
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den professionssoziologischen Nutzen zentral archivierter externer Evidenzen für die Supervision. Ziel ist es, durch eine theoretische Konzeption und die kontrastierende Analyse zweier Einzelfallstudien aufzuzeigen, wie Supervision als evidenzbasierte Praxis etabliert und professionalisiert werden kann.
1. Black Box Supervision: Status quo einer jungen Disziplin
Supervision (SV) als eigenständiger Berufszweig „berufsbezogener Erwachsenenbildung“ (Petzold in Schwarz 2009, S. 143), der sich ursprünglich aus der sozialen Arbeit, der Medizin, der Psycho-Analyse und später auch der Soziologie entwickelt hat (vgl. Kaletka 2018, Kap. 2.1, 3.2; Kaletka 2019, Kap. 3; Fischer 2001, S. 2f.; Kühl 2006, S. 13; Schigl 2020, S2f.), muss trotz ihrer berufs-politischen Erfolge dem Weg zur eigenen Professionalisierung (vgl. Kühl 2006, S. 7ff.) wissenschaftlich noch immer als sehr junge Disziplin betrachtet werden. Gröning konstatiert 2010 in diesem Zusammenhang, dass auf Grund einer fehlenden einheitlichen beratungswissenschaftlichen Tradition und einer fehlenden systematischen Beratungsforschung „in der Bundesrepublik eine Beratungswissenschaft fehlt“ (2010a, S. 5). Schigl (2020, S. 7) stellt auf Grund des aktuellen Forschungsstandes, welchen sie in einem Extrablatt im Journal Supervision (3/2020) vorlegt, fest: „Es gibt keine Einigkeit darüber, was die Qualität von Supervision ausmacht, und wie bzw. wo sie gemessen werden soll“.
1 Black Box Supervision: Status quo einer jungen Disziplin: Analyse des Forschungsstandes zur Supervision und Begründung der Notwendigkeit einer evidenzbasierten Praxis.
2 Methodisches Vorgehen: Erläuterung des gewählten Forschungsdesigns für die empirische Überprüfung der theoretischen Annahmen.
3 Zwei retrospektive Fallstudien: Detaillierte Darstellung und Analyse zweier Einzelfälle zur Kontrastierung supervisorischer Interventionen.
4 Ergebnisse im Sinne der Forschungsfrage: Synthese der Erkenntnisse aus den Fallstudien zur Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Weiterentwicklung der Disziplin.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Nutzens eines zentralen Archivs für Supervision.
Supervision, Evidenzbasierte Praxis, Externe Evidenzen, Fallstudie, Berufsbezogene Beratung, Professionsentwicklung, Wirksamkeitsforschung, PICO-Format, Übertragung, Interventions-Evaluation, Qualitative Forschung, Systemische Supervision, Beratungsforschung, Professionalisierung, Qualitätsentwicklung
Die Arbeit befasst sich mit der Professionalisierung der Disziplin Supervision durch die Implementierung eines evidenzbasierten Ansatzes.
Im Fokus stehen die theoretische Fundierung einer evidenzbasierten Praxis in der Supervision, die Archivierung externer Evidenzen und deren Anwendung in Fallanalysen.
Das Ziel ist der Nachweis, dass durch systematisches Archivieren externer Evidenzen der Professionalisierungsgrad der Supervision gesteigert und deren Wirksamkeit transparenter gemacht werden kann.
Die Arbeit nutzt ein Mixed-Methods-Design und kontrastiert retrospektive Einzelfallstudien, um die Wirksamkeit supervisorischer Interventionen zu untersuchen.
Der Hauptteil widmet sich theoretischen Grundlagen, der Entwicklung eines SV-spezifischen Algorithmus zur Archivierung sowie der empirischen Analyse von zwei Fallbeispielen zu generalisierter Wut.
Wichtige Begriffe sind Supervision, Evidenzbasierte Praxis (EBP), Externe Evidenzen, PICO-Format und professionelle Selbstverortung.
Das PICO-Format wird genutzt, um supervisorische Interventionen systematisch zu klassifizieren und ihre Wirksamkeit in Bezug auf spezifische Probleme vergleichbar zu machen.
Die Übertragung dient als theoretischer Bezugsrahmen, um die emotionalen Dynamiken und die Wirksamkeit der gewählten Interventionen in den supervisorischen Sitzungen zu erklären.
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