Bachelorarbeit, 2019
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Theoretische Aspekte der Wettbewerbsregulierung
2.1 Definition der Begriffe Wettbewerb und Regulierung
2.2 Funktionen des Wettbewerbs
2.3 Marktversagen: Definition und Gründe
2.3.1 Marktmacht
2.3.2 Externe Effekte und öffentliche Güter
2.3.3 Asymmetrische Informationen
2.4 Wettbewerbspolitik
2.4.1 Einordnung und Aufgaben der Wettbewerbspolitik
2.4.2 Wettbewerbspolitische Maßnahmen
3 Wettbewerbsregulierung im professionellen Fußball
3.1 Wettbewerbsstruktur der Bundesliga
3.1.1 Verbandsstruktur des Fußballs in Deutschland
3.1.2 Rechtsformen der Fußballclubs - Bestandsaufnahme Bundesliga
3.1.3 DFL-Lizenzierungsverfahren
3.2 Maßnahmen zur finanziellen Regulierung der Bundesliga
3.2.1 Financial Fairplay-Regelung der UEFA
3.2.2 50+1-Regel
3.2.3 Zentralvermarktung der TV-Rechte
4 Analyse der Finanzregulierung in der Bundesliga
4.1 Ursachen für finanzielle Instabilität
4.2 Finanzsituation der Bundesligen in der Saison 2016/2017
4.3 Wirksamkeit der finanziellen Regulierungsinstrumente
5 Diskussion und Handlungsempfehlungen
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit finanzieller Regulierungsmaßnahmen im professionellen Fußball am Beispiel der Bundesliga. Es wird untersucht, inwieweit bisherige Regulierungen der DFL und UEFA im heutigen Profigeschäft zweckmäßig sind und welche Effekte sie auf die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga haben.
2.3.3 Asymmetrische Informationen
Im Modell des vollkommenen Marktes wird davon ausgegangen, dass den Wirtschaftssubjekten alle Informationen, die sie zur Entscheidungsfindung benötigen, zur Verfügung stehen. Wenn die Beteiligten jedoch bei ihrer wirtschaftlichen Transaktion einen unterschiedlichen Kenntnisstand aufweisen, liegt eine asymmetrische Informationsverteilung vor (Conrad, 2017, S. 109). Mit Hilfe der Prinzipal-Agenten-Theorie lassen sich Probleme, die mit asymmetrisch verteilten Informationen verbunden sind, analytisch darstellen.
Der Prinzipal (Auftraggeber) beauftragt den Agenten (Auftragnehmer), bestimmte Handlungen vorzunehmen bzw. Leistungen zu erbringen. Dabei besteht für den Prinzipalen die Unsicherheit, ob der Agent die erwartete Leistung nach seinen Wünschen erfüllt. Eine Missachtung der Interessen des Prinzipals ist vor allem dann zu befürchten, wenn der Prinzipal über die Eigenschaften oder Handlungen des Agenten nicht in Gänze informiert ist, also asymmetrische Informationen vorliegen (Fritsch, 2014, S. 256). Aufgrund der Eigennutz- oder Gewinnmaximierungsannahme muss davon ausgegangen werden, dass die besser informierte Seite darauf abzielt, den Informationsvorteil zu ihren Gunsten zu nutzen (Schumann et al., 2011, S. 451). Die Folge sind pareto-ineffiziente Zustände und das Wohlfahrtsoptimum kann nicht erreicht werden (Fritsch, 2014, S. 256).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Entwicklung des Profifußballs und stellt die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit der DFL-Regulierungen.
2 Theoretische Aspekte der Wettbewerbsregulierung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, erklärt Funktionen des Wettbewerbs und erörtert Gründe für Marktversagen sowie wettbewerbspolitische Instrumente.
3 Wettbewerbsregulierung im professionellen Fußball: Hier werden die Verbandsstrukturen, Rechtsformen der Vereine, das DFL-Lizenzierungsverfahren sowie spezifische finanzielle Regularien wie FFP, 50+1-Regel und Zentralvermarktung behandelt.
4 Analyse der Finanzregulierung in der Bundesliga: Das Kapitel analysiert Ursachen finanzieller Instabilität, die aktuelle Finanzsituation und die tatsächliche Wirksamkeit der eingesetzten Regulierungsinstrumente.
5 Diskussion und Handlungsempfehlungen: Hier werden die Ergebnisse kritisch hinterfragt und Handlungsempfehlungen zur künftigen Regulierung und zum Umgang mit Marktveränderungen gegeben.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Bundesliga im Spannungsfeld zwischen Kommerzialisierung und Solidarität.
Bundesliga, Profifußball, Wettbewerbsregulierung, Financial Fairplay, 50+1-Regel, Zentralvermarktung, Marktversagen, Lizenzierungsverfahren, Finanzielle Stabilität, Wettbewerbsfähigkeit, Sportökonomie, TV-Rechte, Investoren, Vereinspolitik, Kapitalgesellschaften
Die Arbeit untersucht, wie der Profifußball, speziell die Bundesliga, wirtschaftlich reguliert wird, um finanzielle Instabilität zu verhindern und den Wettbewerb zu sichern.
Die zentralen Themen umfassen Marktversagen, die ökonomischen Grundlagen des Wettbewerbs sowie eine detaillierte Betrachtung von FFP, 50+1-Regel und Zentralvermarktung als Steuerungsinstrumente.
Die Arbeit fragt, inwieweit die bestehenden Regulierungen der DFL wirksam sind, um finanzielle Instabilität zu vermeiden und ob sie noch zeitgemäß angesichts der veränderten Marktbedingungen sind.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf sportökonomischen Literaturanalysen und der Untersuchung bestehender Regulierungsrahmen sowie Finanzdaten der DFL basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die spezifische Strukturanalyse des Fußballs und eine empirische Analyse der Wirksamkeit der angewandten Finanzregulierungsinstrumente.
Wichtige Schlagworte sind Bundesliga, Wettbewerbsregulierung, Financial Fairplay, 50+1-Regel, Zentralvermarktung und wirtschaftliche Stabilität.
Die 50+1-Regel wird als zentrales Instrument zur Wahrung der Vereinsautonomie und zur Verhinderung grenzenloser Kapitalisierung in Deutschland analysiert und kritisch gegen die Argumente für eine Öffnung abgewogen.
Sie gilt als essenziell für die sportliche Ausgeglichenheit und Attraktivität der Bundesliga, da sie eine solidarische Verteilung der Einnahmen sicherstellt und einer sportlichen Monopolbildung entgegenwirkt.
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