Examensarbeit, 2002
127 Seiten, Note: 1,5
Einleitung
Problemstellung
1 Zielsetzung
2 Vorgehensweise
3 Begriffserklärungen
3.1 Sozialfigur Model
3.2 Model
3.3 Mannequin
3.4 Körper
3.5 Schönheit
3.6 Attraktivität
3.7 Schönheitsideale
3.8 Mode
I. Teil: Vorgänger der Models
1 Verbreitung der Mode vom 14. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
1.1 Modepuppen
1.2 Papierpuppen
1.3 Stiche in Modejournalen
2 Zusammenfassung: Vorgänger der Models
II. Teil: Models der Vergangenheit
1 Verbreitung der Mode ab Ende des 19. Jahrhunderts bis heute
1.1 Verkäuferinnen als Vorführdamen
1.2 Damen der Gesellschaft und Theaterstars
1.3 Die ersten professionellen Models
2 Models und Schönheitsideale im Wandel der Jahrzehnte
2.1 Models der 30er Jahre
2.2 Models der 40er und 50er Jahre
2.3 Models der 60er Jahre
2.4 Models der 70er und 80er Jahre
3 Zusammenfassung: Models der Vergangenheit
III. Teil: Models der Gegenwart
1 Verbreitung der Mode in der Gegenwart
2 Schönheitsideale der Gegenwart
3 Bedeutung von Schönheit in der modernen Gesellschaft
3.1 Bundesweite Umfrage zum Thema Schönheit und Schlankheit durch das Umfrageinstitut EMNID
4 Models als Superstars
4.1 Das Phänomen des Top Models
4.2 Models auf dem Laufsteg
4.3 Models in der Werbung
4.4 Models im Film
4.5 Stellung der Models in der modernen Gesellschaft
5 Der Beruf des Models
5.1 Voraussetzungen
6 Barbie – wie Models ein Vorbild?
7 Zusammenfassung: Models der Gegenwart
IV. Teil: Didaktische Überlegungen
1 Bildungsgehalt
1.1 Sinn- und Sachzusammenhang sowie exemplarischer Gehalt der Unterrichtsbausteine
1.2 Gegenwartsbedeutung
1.3 Zukunftsbedeutung
1.4 Struktur des Inhalts
1.5 Zugang
2 Entwicklungspsychologischer Ansatz zu der idealisierten Lerngruppe einer 9. Klasse
3 Ideen zur Einführung in das Thema
4 Bausteine
4.1 Was ist „Schönheit“
4.2 Körpermaße
4.3 Video: Traumjob Model?
4.4 Kehrseiten des Modelberufes
4.5 Models in den Medien
4.6 Mode und Schönheitsideale im Wandel der Jahrzehnte
4.7 Schnitte zur Schönheit
4.8 Talkshow: Ich will genauso sein wie mein Model-Vorbild
Schluss
Die Arbeit untersucht die historische und soziale Entwicklung der Figur des "Models" sowie deren Einfluss auf heutige Schönheitsideale und das Körperbild junger Menschen. Ziel ist es, durch die Analyse dieser Zusammenhänge didaktische Unterrichtsbausteine für die 9. Klasse an Realschulen zu entwickeln, die Schülerinnen und Schüler dazu anregen, kritisch mit medialen Rollenbildern umzugehen.
3.1 Die Sozialfigur Model
Die Sozialfigur Model definiere ich als eine Person, die mittels ihrer Bekanntheit durch außergewöhnliche physische Attraktivität und beruflichen Erfolges in der modernen Gesellschaft und im sozial-öffentlichen Leben eine zentrale Rolle als Idol, Vorbild und Schönheitsideal einnimmt.
Sozialfiguren sind historisch zu betrachten und bieten die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte und ihrer Funktion. Gemäß dieser Definition nutzt die Sozialfigur Model ihre gesellschaftliche Position und Bekanntheit, um im öffentlichen Raum einer gegebenen Gesellschaft persönlichen Erfolg zu erlangen. Das Model als Sozialfigur wird aufgrund seines Bekanntheitsgrades wahrgenommen und wirkt daher auf viele Themen des öffentlichen Diskurses ein. Das Model wird gemäß dieser Definition somit nicht ideologisch, sondern als Sozialfigur verstanden, das situativ in einem historisch-gesellschaftlichen Kontext handelt. Sie ist von den Denk- und Verhaltensdispositionen ihrer Zeit geprägt und wirkt auch auf diese als Vorbild ein. Dabei ist es interessant zu untersuchen, welche Funktion und Rolle die Sozialfigur Model in der Gesellschaft eines jeweiligen Landes hat.
Die Rolle, die den Sozialfiguren anhaftet, definieren Hartfiel und Hillman folgendermaßen: sie ist „die Summe der Erwartungen und Ansprüche einer Gruppe, umfassenderer sozialer Beziehungsbereiche oder der gesamten Gesellschaft an das Verhalten und das äußere Erscheinungsbild (Rollenattribute) eines Inhabers einer sozialen Position (Status)“.
Sozialfiguren nehmen eine bestimmte Rolle in einem Gesellschaftssystem ein. Als „Persönlichkeitstypen abstrahieren, idealisieren und generalisieren [sie] personengebundene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Verhaltensstrategien. Auch sie werden von den Sinnzusammenhängen, in denen sie entstanden sind, losgelöst und auf andere Situationen übertragen“. Im Sozialisationsprozess ist der /die einzelne dazu gezwungen, sich mit propagierten und angebotenen Rollen gleichzustellen oder es sich als Ziel zu setzen, in der Zeit der Identitätsfindung Rollen zu übernehmen, die im Sozialisationsprozess auf die Ich-Findung, dem Klassenindividuum, einfließt.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Models als Schönheitsideale und deren Präsenz in den Medien.
Problemstellung: Erörterung der Auswirkungen medialer Ideale auf Jugendliche und die Notwendigkeit der Thematisierung im Unterricht.
I. Teil: Vorgänger der Models: Historischer Rückblick auf die Verbreitung von Mode mittels Puppen und ersten Modejournalen bis zum 19. Jahrhundert.
II. Teil: Models der Vergangenheit: Analyse der beruflichen Entwicklung des Models und der sich wandelnden Schönheitsideale im 20. Jahrhundert.
III. Teil: Models der Gegenwart: Untersuchung der heutigen Modebranche, der Rolle von Superstars und der psychologischen Wirkung auf die Gesellschaft.
IV. Teil: Didaktische Überlegungen: Konzeptualisierung und praktische Umsetzung von Unterrichtsbausteinen für die 9. Klasse an Realschulen.
Models, Sozialfigur, Schönheitsideale, Mode, Körperbild, Identitätsfindung, Jugendliche, Medien, Werbung, Laufsteg, Didaktik, Unterrichtsbausteine, Körpermaße, Superstars, Barbie.
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Sozialfigur "Model" und deren Einfluss auf die zeitgenössischen Schönheitsideale, um darauf aufbauend didaktische Ansätze für den Schulunterricht zu formulieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Modeverbreitung, der Professionalisierung des Model-Berufs, der psychologischen Bedeutung von Schönheitsidealen für Jugendliche sowie der kritischen Medienanalyse.
Das Hauptziel besteht darin, die Entstehung und gesellschaftliche Bedeutung der Sozialfigur Model zu beleuchten und daraus konkrete, lehrplanrelevante Unterrichtsbausteine für die 9. Jahrgangsstufe zu entwickeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche zur Modegeschichte und Soziologie sowie auf die Auswertung sozialwissenschaftlicher Daten, inklusive einer Umfrage des Instituts EMNID aus dem Jahr 2000.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Vorgänger des Models, eine Untersuchung der Entwicklung des Berufs im 20. Jahrhundert und eine Betrachtung der modernen Model-Welt und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Wichtige Begriffe sind Models, Schönheitsideale, Identitätsfindung, Medienwirkung, didaktische Unterrichtsbausteine und das Körperbild.
Da sich diese Altersgruppe in der Pubertät und Identitätsfindungsphase befindet, sind Jugendliche besonders empfänglich für mediale Ideale und kämpfen oft mit dem eigenen Körperbild, weshalb eine kritische Reflexion notwendig ist.
Barbie dient als Beispiel für ein idealisiertes, unerreichbares Rollenbild, das Träume und Wünsche kleiner Mädchen formt und mit den realen Bedingungen von Models verglichen wird.
Sie bieten Lehrkräften konkrete Materialien (Arbeitsblätter, Filmanalysen, Diskussionsregeln), um das Thema "Models" nicht nur theoretisch, sondern handlungsorientiert und kritisch im Unterricht zu bearbeiten.
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