Diplomarbeit, 2008
111 Seiten, Note: 2
Einleitung und Problemstellung
Zielsetzung der Diplomarbeit
Gliederung
I. Theoretischer Teil
Einleitung
1. Motivation
1.1. Definitionen
1.2. Arten der Motivation
1.3. Motivationstheorien
1.3.1. Inhaltstheorien
1.3.1.1. Bedürfnispyramide von Maslow
1.3.1.2. Zwei-Faktorentheorie von Herzberg
1.3.2. Prozesstheorien
1.3.3. Aktuelle Ansätze und Theorien der Motivationsforschung
Beispiel: The High Performance Cycle
2. Leistungsmotivation
2.1. Definition
2.2. Inhalt
2.3. Leistungsmotivation und Sport
2.4. Leistungsmotivation und Gesellschaft
2.5. Leistungsmotivation und Führung
3. Macht
3.1. Ausdrucksmittel der Macht
3.1.1. Aggression
3.1.2. Einflussreiche Berufe
3.1.3. Anstreben von Anerkennung in Kleingruppen
3.1.4. Streben nach sozialem Status und Prestige
3.2. Macht als Motiv
3.3. Macht und Gesellschaft
3.4. Machtmissbrauch
4. Anreizsysteme
4.1. Anforderungen an Anreizsysteme
4.2. Anreizsystem-Modelle
4.2.1. Mechanistische Anreizsysteme
4.2.2. Ökonomische Anreizsysteme
4.2.3. Verhaltenswissenschaftliche Anreizsysteme
4.3. Anreizsysteme und Menschenbilder
4.4. Anreizsysteme und Motivation
5. Anreizsysteme im Profifußball
5.1. Besonderheiten der Berufsgruppe Profifußballer
5.1.1. Arbeitsinhalt
5.1.2. Medien
5.1.3. Entlohnung
5.1.4. Spielertypen
5.1.4.1. Führungsspieler
5.1.4.2. Nachwuchsspieler
5.1.4.3. Arbeiter
5.1.4.4. Söldner
5.1.4.5. Ausländische Spieler
5.1.4.6. Existenzgründer
5.2. Anreize im Profifußball und gehobenen Amateurfußball
5.2.1. Materielle Anreize
5.2.1.1. Handgeld
5.2.1.2. Grundlohn
5.2.1.3. Prämien
5.2.1.4. Sachleistungen
5.2.1.5. Exkurs: Rechtliche Rahmenbedingungen Sozialversicherung und die Praxis
5.2.2. Immaterielle Anreize
5.2.2.1. Status
5.2.2.2. Erfolg
5.2.2.3. Verein
5.2.2.4. Mannschaft
5.3. Zusammenhang zwischen intrinsischer Motivation und Leistung
6. Zusammenfassung
II. Deskriptiver Teil
7. Fußball in Österreich
7.1. Struktur des Österreichischen Fußballs
7.1.1. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB)
7.1.2. Die Fußball Bundesliga
7.1.3. „Österreich am Ball“
7.2. Organisation des Spielbetriebs
7.3. Die Bedeutung des Ehrenamtes im Österreichischen Fußball
7.4. Mäzenatentum
7.5. Das Bosman Urteil und die Konsequenzen für den Fußball
III. Empirischer Teil
8. Qualitative Forschung
8.1. Interviews und Auswertung
8.2. Interviewleitfaden
8.3. Selbstreflexion
9. Hypothesen
9.1. Hypothese 1
9.1.1. Belege im Transkript
9.1.2. Theorievergleich
9.1.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
9.2. Hypothese 2
9.2.1. Belege im Transkript
9.2.2. Theorievergleich
9.2.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
9.3. Hypothese 3
9.3.1. Belege im Transkript
9.3.2. Theorievergleich
9.3.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
9.4. Hypothese 4
9.4.1. Belege im Transkript
9.4.2. Theorievergleich
9.4.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
9.5. Hypothese 5
9.5.1. Belege im Transkript
9.5.2. Theorievergleich
9.5.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
9.6. Hypothese 6
9.6.1. Belege im Transkript
9.6.2. Theorievergleich
9.6.3. Persönliche Meinung/ Diskussion
10. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen für die Leistungskrise im österreichischen Fußball, insbesondere im Übergangsbereich vom Nachwuchs- und Amateurfußball zum Profibetrieb. Durch qualitative Experteninterviews und den Abgleich mit theoretischen Motivations- und Anreizsystemen wird analysiert, welche Faktoren die Motivation der Spieler negativ beeinflussen und zu einem sinkenden Leistungsniveau beitragen.
5.1.4.4. Söldner
Diese Spieler bauen keine Bindung zum Verein auf, da sie ausschließlich durch extrinsische monetäre Anreize motiviert sind. Das bedeutet aber nicht, dass Spieler dieser Kategorie nicht etwa durch wettkampfbedingte Anreize motiviert werden können.
Aktuelle Beispiele sind die Spieler des Red Bull Salzburg, die zwar mit Abstand die höchsten Gehälter in der Liga kassieren, aber dennoch am Ende der Meisterschaft in der Schlusstabelle nur Platz 2 hinter Rapid Wien belegen konnten:
„Red Bull sei es nicht gelungen, aus den vielen Legionären ein Team zu formen, sagt ein Funktionär der Bundesliga. Vielleicht hätte man bei den Einkäufen etwas mehr auf den Charakter der Spieler schauen müssen.“
1. Motivation: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Definitionen und Theorien der Motivation, wobei zwischen Inhalts- und Prozesstheorien unterschieden wird.
2. Leistungsmotivation: Hier wird das Konzept der Leistungsmotivation definiert und deren Bedeutung im Kontext von Sport und Führung untersucht.
3. Macht: Dieses Kapitel behandelt Macht als Motiv und Ausdrucksmittel sowie das Phänomen des Machtmissbrauchs in Organisationen.
4. Anreizsysteme: Es werden verschiedene Anreizmodelle (mechanistisch, ökonomisch, verhaltenswissenschaftlich) und deren Einfluss auf die Motivation vorgestellt.
5. Anreizsysteme im Profifußball: Dieses Kapitel analysiert spezifische Besonderheiten des Profifußballs, wie Medien, Entlohnung und verschiedene Spielertypen.
6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung von materiellen und immateriellen Anreizen sowie die Auswirkungen des Bosman-Urteils zusammen.
7. Fußball in Österreich: Hier werden die Strukturen des österreichischen Fußballs, die Rolle des Ehrenamtes und die Bedeutung des Bosman-Urteils deskriptiv dargelegt.
8. Qualitative Forschung: Dieses Kapitel begründet die Wahl der qualitativen Forschungsmethode und beschreibt das Design der Experteninterviews.
9. Hypothesen: In diesem zentralen Teil werden sechs Hypothesen auf Basis der Experteninterviews gebildet, mit der Theorie abgeglichen und diskutiert.
10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet Empfehlungen für notwendige Reformen ab, insbesondere im Hinblick auf die Professionalisierung und die Eindämmung von Schwarzgeld.
Motivation, Leistungsmotivation, Anreizsysteme, Profifußball, Österreichischer Fußball, Ehrenamt, Schwarzgeldzahlungen, Söldnermentalität, Quotenregelung, Übergangsbereich, Leistungsniveau, Vereinsführung, Machtmotiv, Bosman-Urteil, Teambuilding
Die Diplomarbeit analysiert Motivationsprobleme und Anreizsysteme im Übergangsbereich vom österreichischen Nachwuchs- und Amateurfußball zum professionellen Fußball.
Im Fokus stehen Motivationstheorien, die Besonderheiten des Profifußballbetriebs, die Rolle des Ehrenamtes und die Auswirkungen ökonomischer Rahmenbedingungen auf die Spieler.
Das Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die sich negativ auf die Motivation und damit das Leistungsniveau junger Spieler beim Wechsel in den Profibereich auswirken.
Die Arbeit nutzt die qualitative Forschungsmethode, basierend auf sechs Experteninterviews, die nach der Methode von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Motivation und Anreize), eine deskriptive Bestandsaufnahme des österreichischen Fußballs und eine empirische Analyse mittels Hypothesen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Motivation, Anreizsysteme, Profifußball, Schwarzgeldzahlungen, Söldnermentalität und Leistungsniveau.
Das Ehrenamt wird als essenzielle Säule des österreichischen Fußballs beschrieben, die jedoch im Profibereich zunehmend mit modernen wirtschaftlichen Anforderungen kollidiert.
Der Autor argumentiert, dass eine zu starke Fokussierung auf extrinsische materielle Anreize die intrinsische Motivation mindert, was Spieler dazu verleitet, eher auf finanziellen Gewinn als auf sportliche Höchstleistung zu setzen.
Die Quotenregelung wird kritisch hinterfragt, da sie laut Experteninterviews den Konkurrenzdruck senkt und dazu führen kann, dass junge Spieler trotz unzureichender Leistung im Kader verbleiben.
Schwarzgeldzahlungen im Amateur- und Regionalbereich werden als schwerwiegendes Problem eingestuft, da sie eine "Reamateurisierung" begünstigen und den Aufstieg in den professionellen Bereich unattraktiv machen.
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