Diplomarbeit, 2014
111 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Motivation und Ziel der Arbeit
1.2. Fachgebiet der Arbeit
1.3. Zielstellung
1.4. Lösungsansatz
1.5. Gliederung der Arbeit
2. Gegenwart und Zukunft der Elektromobilität
2.1. Aspekte der Elektromobilität
2.2. Infrastruktur in Deutschland
2.2.1. Aktuelle Situation
2.2.2. Zukünftige Herausforderungen
2.3. Das Projekt Audi NEoS
3. Theoretische Analysegrundlagen
3.1. Statistische Grundlagen
3.1.1. Lebensdaueranalyse
3.1.2. Kernel Density Estimation
3.2. Technische Grundlagen
3.2.1. Energiespeicher und -systeme
3.3. Energiewirtschaftliche Grundlagen
3.3.1. Belastungsdarstellung
3.3.2. Stromhandel und Strompreisentstehung auf dem EPEX-Spotmarkt
4. Arbeitsrahmen
4.1. Infrastruktur
4.1.1. Der Audi A1 e-tron
4.1.2. Die private EnBW-Wallbox
4.1.3. Die öffentliche EnBW-Ladestation
4.2. Messtechnik und Rohdatenzusammenstellung
4.2.1. Fahrzeugspezifische Rohdaten
4.2.2. Backendspezifische Rohdaten
5. Rohdatenaufbereitung
5.1. Rohdatenstruktur
5.1.1. Grundsätzlicher Datensatzaufbau
5.1.2. Fahrzeugspezifischer Datensatz
5.1.3. Backendspezifischer Datensatz
5.1.4. Ergänzende Datenstrukturen
5.2. Datensatzkombination
5.3. Analysestruktur
6. Datenanalyse
6.1. Analyse des Ladeverhaltens
6.1.1. Nutzungsverteilung der Ladeinfrastruktur
6.1.2. Ladebeginn
6.1.3. Wöchentlicher Ladebeginn
6.1.4. Steckdauer
6.1.5. Öffentliche Infrastrukturnutzung
6.2. Technische Analyse
6.2.1. Der vollhubige Ladevorgang
6.2.2. Belastung auf Batterielebensdauer
6.2.3. Temperatureinfluss
6.2.4. Wirkungsgrad
6.3. Energiewirtschaftliche Analyse
6.3.1. Strompreis am EPEX-Spotmarkt
6.3.2. Umsatz für den Energieversorger
6.3.3. Energiebedarf
6.3.4. Lastprofil des Flottenversuchs
7. Implikationen für die Energiewirtschaft
7.1. Verfügbarkeitspotenzial
7.2. Energiespeicherpozenzial
7.3. Prognose 2020
8. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die empirische Analyse des Ladeverhaltens von Elektrofahrzeugen in der Region Stuttgart anhand eines neunmonatigen Flottenversuchs, um daraus Rückschlüsse auf Netzbelastung, Nutzergruppen und Potenziale für Ladelastverschiebung sowie bidirektionales Laden zu ziehen.
1.1. Motivation und Ziel der Arbeit
Im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilität steigt in Deutschland die Anzahl der Elektrofahrzeuge und mit ihr der Ausbau der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur. Die Bundesregierung und die deutsche Industrie haben sich im Rahmen der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) darauf verständigt, den Ausbau der Elektromobilität zu fördern und die Anzahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf eine Million zu steigern [Bun09].
Das Laden einer solchen Anzahl an Elektrofahrzeugen bewirkt eine nicht unbedeutende Mehrbelastung des Stromnetzes. Für den Netzbetreiber bedeutet dies, das Ladeverhalten der Elektrofahrzeugnutzer möglichst genau zu prognostizieren und dadurch auch zukünftig eine sichere Stromversorgung gewährleisten zu können [BDW09]. Im Hinblick auf die Dauer und den logistischen Aufwand für die Bereitstellung einer schnellen und geographisch verteilten Stromversorgung, muss die Planung frühzeitig beginnen und kontinuierlich erfolgen.
1. Einleitung: Vorstellung der Motivation für das Thema Elektromobilität, der Zielsetzung sowie der Struktur der Arbeit.
2. Gegenwart und Zukunft der Elektromobilität: Grundlagen der Elektromobilität, politische Ziele und das Projekt Audi NEoS.
3. Theoretische Analysegrundlagen: Vermittlung statistischer, technischer und energiewirtschaftlicher Kennzahlen als Basis für die Berechnungen.
4. Arbeitsrahmen: Beschreibung der technischen Infrastruktur, des Fahrzeugtyps und der Datenerfassung.
5. Rohdatenaufbereitung: Erläuterung der Filterung und Strukturierung der Rohdaten in der Analysesoftware Matlab.
6. Datenanalyse: Detaillierte Auswertung des Ladeverhaltens, technischer Parameter und energiewirtschaftlicher Aspekte.
7. Implikationen für die Energiewirtschaft: Analyse der Potenziale für Lastverschiebung und bidirektionales Laden sowie eine Prognose für 2020.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Studienergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
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Die Arbeit untersucht das reale Ladeverhalten von privaten und gewerblichen Elektrofahrzeugen in der Region Stuttgart im Rahmen eines umfangreichen Flottenversuchs.
Der Fokus liegt auf dem Ladeverhalten (Wann? Wie lange?), der technischen Analyse der Fahrzeugbatterien, ökonomischen Aspekten für Energieversorger und der Frage nach der zukünftigen Integration in intelligente Stromnetze.
Das Ziel ist es, durch empirische Daten charakteristische Nutzergruppen zu identifizieren und Potenziale für eine netzdienliche Ladesteuerung (Lastverschiebung) sowie bidirektionales Laden zu ermitteln.
Es werden Rohdaten aus Fahrzeugloggern und Backends ausgewertet, statistisch bereinigt und in der Analysesoftware Matlab verarbeitet, unter anderem unter Nutzung von Kernel Density Estimation (KDE) und Gamma-Verteilungen.
Neben der Nutzergruppeneinteilung analysiert der Hauptteil die Auswirkungen des Ladens auf die Batterielebensdauer, berechnet Stromlastprofile für Haushalte und untersucht den Wirkungsgrad der Ladevorgänge.
Die Arbeit ist zentral an der Schnittstelle zwischen Automobiltechnik (Elektrofahrzeug) und Energiewirtschaft (Lastmanagement, Smart Grid) angesiedelt.
Die Netzbelastung dient als grundlegender Indikator dafür, wie sich die wachsende Anzahl an Elektrofahrzeugen auf die Stabilität der Stromversorgung auswirkt und wie Lastmanagement diese Belastung minimieren kann.
Unterschiedliche Ladeorte führen zu völlig anderen Ladezeitpunkten und Steckdauern, was für die Netzstabilität und die Planung von Ladeinfrastruktur maßgebliche Unterschiede in der Planung bedeutet.
In der Region Stuttgart ist der Einfluss der Außentemperaturen auf die Batteriealterung moderat, die Zyklenlebensdauer hängt jedoch stark vom Ladeverhalten (DOD) und der Nutzungshäufigkeit ab.
Die Untersuchung zeigt, dass die Nutzung öffentlicher Ladestationen im Vergleich zum Laden zu Hause deutlich teurer ist und deren Ausbau aufgrund des Ladeverhaltens (kurze Steckdauer) nur an spezifischen Standorten zielführend ist.
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