Examensarbeit, 2008
80 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Kooperation
2.1. Definition
2.2. Voraussetzungen für Kooperation
2.3. Partner- und Kleingruppenarbeit als Form der Kooperation
2.4. Aspekte in Bezug auf die Schülerschaft der Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung
3. Kooperation in der Werkstattarbeit
3.1. Theoretische Aspekte der Werkstattarbeit
3.1.1. Formen der Werkstattarbeit
3.1.2. Bestandteile der Werkstattarbeit
3.2. Kooperative Aspekte in der Werkstattarbeit
4. Planung der Werkstatt „Zeit“
4.1. Einbettung des Konzeptes Kooperation
4.2. Struktur und Schwerpunkte der Unterrichtseinheit „Zeit“
4.3. Situation der Lerngruppe und Bedingungsfeld
4.4. Lernvoraussetzungen
4.5. Überlegungen zur Sache
4.6. Didaktische Überlegungen
4.7. Methodische Überlegungen
4.8. Aufbau der Werkstatt
5. Durchführung des Unterrichtsversuchs
5.1. Einführungsphase
5.1.1. Darstellung
5.1.2. Reflexion
5.2. Werkstattphase
5.2.1. Darstellung
5.2.2. Reflexion
5.3. Abschlussphase
5.3.1. Darstellung
5.3.2. Reflexion
5.4. Gesamtreflexion des Unterrichtsvorhabens im Hinblick auf den Förderschwerpunkt
6. Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Förderung der Kooperationsfähigkeit von Schülern einer Hauptstufe an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung durch die Methode der Werkstattarbeit. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Voraussetzungen für kooperatives Handeln bei dieser Schülerschaft notwendig sind und wie diese durch unterrichtliche Methoden effektiv unterstützt werden können.
1. Einleitung
„Wenn zwei Menschen immer dasselbe denken, ist einer von ihnen überflüssig.“ (Winston Churchill)
Während meiner Anwärterzeit in einer Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung habe ich mit den Schülern Persönlichkeiten kennen gelernt, die sich in ihrer Art und den Charaktereigenschaften völlig voneinander unterscheiden. Keiner verhält sich wie der andere, keiner denkt wie der andere und keiner lernt wie der andere. Die Verschiedenheit der Schüler in Bezug auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Vorerfahrungen und Lernstrategien macht es notwendig, den Schülern ein differenziertes und individuelles Lernangebot anzubieten. Zu Beginn meiner Tätigkeit versuchte ich vor allem durch das Bereitstellen individueller Aufgaben, die selbstständig in Einzelarbeit bearbeitet wurden, dieser Notwendigkeit gerecht zu werden. So hatte jeder Schüler die Möglichkeit, seine individuellen Fähigkeiten einzusetzen, um die Arbeitsaufträge zu bewältigen. Ein Nachteil der Einzelarbeit machte sich jedoch schnell bemerkbar – das soziale Lernen im Unterricht fand zu geringe Berücksichtigung. Durch die Fokussierung auf individuelle Arbeitsangebote konnte zwar jeder Schüler die Aufgaben erfolgreich bewältigen. In Partnerarbeitsphasen gab es jedoch Probleme für die Schüler, untereinander zu kooperieren und gemeinsam einen Lösungsweg zu erarbeiten.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage in einer Förderschule für Geistige Entwicklung und begründet die Notwendigkeit, soziale Kooperation durch gezielte Methoden zu fördern.
2. Kooperation: Definiert den Begriff Kooperation, stellt Voraussetzungen dar und beleuchtet die Bedeutung für diese spezifische Schülerschaft.
3. Kooperation in der Werkstattarbeit: Verknüpft die theoretischen Aspekte der Werkstattarbeit mit den kooperativen Elementen dieser Unterrichtsmethode.
4. Planung der Werkstatt „Zeit“: Detailliert die Vorbereitungen, Thesenbildungen und strukturellen Überlegungen für den konkreten Unterrichtsversuch zum Thema Zeit.
5. Durchführung des Unterrichtsversuchs: Dokumentiert und reflektiert die Phasen der Einstimmung, die praktische Werkstattarbeit sowie den Abschluss des Vorhabens.
6. Resümee und Ausblick: Zieht Bilanz über die Wirksamkeit der Methode und gibt einen Ausblick auf die zukünftige unterrichtliche Praxis.
Kooperation, Werkstattarbeit, Geistige Entwicklung, Sonderpädagogik, Sozialkompetenz, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Unterrichtsplanung, Zeit, Selbstständigkeit, Kommunikation, Lernvoraussetzungen, Reflexion, Chefprinzip, Differenzierung.
Es geht um die Förderung der Kooperationsfähigkeit bei Schülern mit geistigen Beeinträchtigungen innerhalb einer Unterrichtseinheit zum Thema Zeit.
Die zentralen Themenfelder sind Kooperationstheorie, die Methode der Werkstattarbeit, soziales Lernen sowie die spezifischen Förderbedarfe von Schülern an Förderschulen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie durch die Methode der Werkstattarbeit kooperatives Verhalten bei Schülern mit geistiger Beeinträchtigung gezielt angebahnt und unterstützt werden kann.
Der Autor stützt sich auf eine handlungsorientierte Unterrichtsplanung und eine begleitende Reflexion und Beobachtung des Unterrichtsverlaufs.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Kooperation, das Konzept der Werkstattarbeit, die konkrete Planung der Einheit „Zeit“ und deren Durchführung sowie Reflexion dargelegt.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kooperation, Werkstattarbeit, Geistige Entwicklung, Sozialkompetenz und individuelle Förderung.
Die Methode bietet ein hohes Maß an Selbstständigkeit und enthält konzeptionell bedingt bereits viele kooperationsfördernde Elemente wie das Chefprinzip.
Das Chefprinzip überträgt Schülern Verantwortung für ein Lernangebot, wodurch sie in "face-to-face"-Situationen mit Mitschülern treten und Hilfestellung geben müssen.
Die Schüler setzten sich durch verschiedene Angebote (wie Uhren ablesen, Sanduhren bauen oder Kalenderarbeit) handlungsorientiert mit dem abstrakten Zeitbegriff auseinander.
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