Bachelorarbeit, 2020
63 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Bedeutung von Zinsen
2.1 Geldpolitik und Zinsentwicklung
2.2 Nullzinspolitik
3 Varianten des DCF-Verfahrens
3.1 Flow-to-Equity Verfahren
3.2 Free-Cash Flow Verfahren
4 Berechnung des WACC
4.1 Berechnung der Eigenkapitalkosten durch das CAPM
4.1.1 Berechnung des Basiszinssatzes
4.1.2 Berechnung der Marktrisikoprämie
4.1.3 Berechnung des Beta-Faktors
4.2 Berechnung der Fremdkapitalkosten
5 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf die einzelnen Bestandteile des WACC
5.1 Auswirkungen auf die Komponenten der Eigenkapitalkosten
5.1.1 Auswirkungen auf den Basiszinssatz
5.1.2 Auswirkungen auf die Marktrisikoprämie
5.1.3 Auswirkungen auf den Beta-Faktor
5.2 Auswirkungen auf die Komponenten der Fremdkapitalkosten
5.3 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den WACC
6 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert
6.1 Unternehmenswerte auf Basis der DCF-Verfahren
6.2 Unternehmenswerte aus Marktsicht
6.3 Kapitalisierungszinssätze zur Goodwillbewertung
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie sich das anhaltende Niedrigzinsniveau auf die Parameter der Unternehmensbewertung im Rahmen von Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) auswirkt und welche Folgen dies für die resultierenden Unternehmenswerte hat.
1.1 Problemstellung
Im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens sind die bewertungsrelevanten Überschüsse mit risikoäquivalenten Kapitalkostensätzen abzuzinsen. Ein laufzeit- und stichtagsspezifischer Diskontierungssatz setzt sich aus der risikolosen Rendite und einem Risikozuschlag zusammen. Mit dem IDW S1 wurde die Ermittlung risikoloser Renditen auf Basis von Zinsstrukturdaten der Deutschen Bundesbank auch für Wirtschaftsprüfer zur Standardmethode.
Die auf Kapitalmarktzaten beruhende Zinsstruktur lässt sich hinsichtlich ihrer Entwicklung im Zeitverlauf analysieren. In der Vergangenheit hat die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Rückgang des Zinsniveaus - bis hin zu teilweise negativer Realverzinsung - geführt. Der quasi risikofreie Zins (der aus Staatsanleihen zu erzielen ist) ist eine der Grundlagen moderner finanzwirtschaftlicher Theorien. Bei völligem Fehlen von Risiko stellt der risikofreie Zins eine Entschädigung für den vorläufigen Konsumverzicht des Investors dar. Als Reaktion auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise gibt es eine Reihe von Entscheidungen, deren Konsequenz ein Verschwinden des risikofreien Zinses ist. Die beiden bedeutendsten Zentralbanksysteme, das Federal Reserve System (FED) und die Europäische Zentralbank (EZB), haben die Leitzinsen in den USA und in der Eurozone gesenkt. Die FED hat in weiterer Folge entschieden, bei Überschreiten gewisser Zinsniveaus Staatspapiere in unbegrenzter Menge zu kaufen; mit dem Ziel die Geldbasis auszuweiten. Dies zielt auf ein dauerhaftes Niedrighalten der Zinsen ab, wodurch bei Staatsanleihen der risikofreie Zins durch zinsloses Risiko ersetzt wird, jedenfalls bezogen auf reale, also inflationsbereinigte Werte. Diese Entscheidungen und auch das Target-System der EZB sorgen zudem dafür, dass der Zins seine Funktion der Risikosteuerung verliert, da die Zinssätze trotz unterschiedlichen Risikos durch diese politisch entschieden Mechanismen künstlich angeglichen werden.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf Unternehmenswerte.
2 Bedeutung von Zinsen: Analyse der theoretischen Grundlagen des Zinses und der historischen Zinsentwicklung unter dem Einfluss expansiver Geldpolitik.
3 Varianten des DCF-Verfahrens: Darstellung der gängigen Brutto- und Nettokapitalisierungsmethoden der Unternehmensbewertung.
4 Berechnung des WACC: Erläuterung der Ermittlung gewichteter Kapitalkosten inklusive CAPM-Methodik und Fremdkapitalkosten.
5 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf die einzelnen Bestandteile des WACC: Detaillierte Prüfung, wie Basiszinssatz, Marktrisikoprämie und Beta-Faktor auf das Niedrigzinsumfeld reagieren.
6 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert: Empirische Untersuchung des Unternehmenswertanstiegs sowie Überprüfung durch Multiplikatoren und Goodwill-Betrachtungen.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion möglicher zukünftiger Herausforderungen.
Unternehmensbewertung, Discounted-Cashflow-Verfahren, WACC, Niedrigzinsphase, Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Beta-Faktor, Risikokapital, Fremdkapitalkosten, Kapitalkosten, Unternehmenswert, Goodwill-Bewertung, Finanzmarktkrise, Zentralbanken, IAS 36.
Die Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss des historisch niedrigen Zinsniveaus auf die Wertermittlung von Unternehmen mittels DCF-Verfahren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zinsstruktur, den Kapitalkostenberechnungen (WACC), der Marktrisikoprämie und deren Auswirkung auf Unternehmenswerte sowie die Goodwill-Bewertung.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie sich niedrige Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz und den Unternehmenswert im DCF-Verfahren auswirken.
Die Autorin nutzt eine analytische Betrachtung basierend auf ökonomischen Theorien sowie eine quantitative Analyse von fiktiven Unternehmensdaten und Marktbeobachtungen (z.B. DAX-Daten).
Der Hauptteil analysiert detailliert die einzelnen Komponenten des WACC und deren Sensitivität gegenüber Zinsänderungen sowie die Auswirkungen auf Unternehmenswerte und EBIT-Multiplikatoren.
Essenziell sind Begriffe wie DCF, WACC, Marktrisikoprämie, Basiszinssatz, Niedrigzins, Unternehmenswert und Impairment-Test.
Sinkende Zinsen führen zu einem niedrigeren Diskontierungssatz, was nach dem Barwertkonzept rechnerisch zu steigenden Unternehmenswerten führt.
Da Goodwill-Positionen mittels Diskontierung geprüft werden, hat ein sinkender Impairmentzinssatz zur Folge, dass Abschreibungen unwahrscheinlicher werden und Goodwill eine höhere Relevanz in der Bilanz erhält.
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