Bachelorarbeit, 2008
132 Seiten, Note: 1,6
1.Einleitung
2.Definition von Aufmerksamkeit
2.1 Was man unter Aufmerksamkeit versteht?
3. ADHS im Kindes- und Jugendalter
3.1 Definition
3.1.1 Aufmerksamkeitsdefizit ohne Hyperaktivität (ADS)
3.1.2 Aufmerksamkeitsdefizit mit Hyperaktivität ( ADHS)
3.2 Wie oft treten die Aufmerksamkeitsstörungen auf?
3.3 Wer ist besonderst gefährdet, ein ADHS zu entwickeln?
3.3.1 Merkmale der Eltern und der Familien
3.3.2 Merkmale der Schwangerschaft
3.3.3 Merkmale in der frühen Kindheit
3.4 Die verschiedenen Alterstufen und deren klinisches Bild
3.4.1 Kleinkindalter (0 bis ca. 4 Jahre)
3.4.2 Kindergartenalter (ca.3-5 Jahre)
3.4.3 Jüngere Schulkinder (ca. 6- 10 Jahre)
3.4.4 Ältere Schulkinder (ca.11-14 Jahre)
3.4.5 Jugendliche (ca.15- 20 Jahre)
3.5 Der Drang nach dem Extremen
3.5.1 Die Folgen für die Psyche
3.6 Mädchen mit ADHS
3.6.1 Wie reagieren Mädchen mit ADHS
3.6.2 Die Probleme, die Mädchen mit ADHS haben, ...
3.7 Verschwinden Aufmerksamkeitsstörungen von alleine?
4. Klassifikationen
4.1 Die Veränderung der Aufmerksamkeitsstörung und ihre Erkenntnisse
4.2 Die Klassifikation nach dem ICD-10
4.3 Das multiaxiale Klassifikationsschema anhand eines Beispiels
4.4 Typische Merkmale einer Aufmerksamkeitsstörung
4.4.1 Die Grundmerkmale am Beispiel von Nicolas
4.4.2 Aufmerksamkeitsschwäche - „ablenkbar und nicht bei der Sache“
4.4.3 Impulsivität und Überaktivität - „aufgedreht und chaotisch!“
4.4.4 Ein weiteres Beispiel wie chaotisch und gefährlich diese Kinder handeln
5. Diagnose
5.1 Wie wird die Diagnose gestellt?
5.2 Diagnosemethoden von denen abgeraten wird
6. Pathogenese/ Ätiologische Faktoren
6.1 Zwillingsforschung
6.2 Prä- und Perinatale Faktoren
6.3 Nahrungsmittelallergie
6.4 Neuropsychologische Befunde:
6.5 Neurochemische Befunde:
6.6 Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter)
6.7 Umweltfaktoren
6.8 Komoribidität
7. Die Auswirkungen
7.1 Die alltäglichen Beeinträchtigungen
7.2 Die weiteren Folgen
7.3 Lernstörungen
7.4 Die Soziale Schwierigkeit und Aggressivität bei Kindern
7.5 Die Stimmungsschwankungen und Ängste bei Kindern
7.6 Kaspern und Meidungsverhalten
7.7 Die besonderen Fähigkeiten und Begabungen von ADHS- Kindern und Jugendlichen
8. Der Alltag mit schwierigen ADHS- Jugendlichen
8.1 Warum ist es heute so schwierig für Jugendliche mit ADHS?
8.2 Die neuen Medien
8.3 Schulsituation
9. Therapie
9.1 Die verschiedenen Ansätze im diätischen Bereich
9.1.1 Die Feingold-Diät (nach Ben Feingold)
9.1.2 Die Hafer-Diät nach Herta Hafer
9.1.3 Die oligo-antigene Diät nach Egger
9.1.4 Fettsäuren und ihre langkettigen, mehrfach ungesättigten Derivate nach Richardson und Puri
9.2 Wie wirksam sind die Diättherapien wirklich?
9.2.1 Die Untersuchungen
9.3 Die Medikamente oder anders formuliert:“ Wenns doch hilft…Was spricht dann dagegen?
9.3.1 Was man bisher versucht hat - zur Geschichte der medikamentösen Behandlung
9.4 Der heutige Stand der Medikation
9.4.1 Die einzelnen Medikamente
9.4.2 Herzklopfen, Schwindel?.... Nebenwirkungen?
9.4.3 Monoaminooxidasehemmer, Beispielsweise Aurorix ( Roche)
9.4.4 Imipramin z.B. Tofranil ( Novartis), Desipramin, z.B. Perofran ( Novartis)
9.4.5 Fenetyllin, z.B. Captagon ( Asta Medica)
9.4.6 Amphetaminil, z.B. AN 1 ( Krugmann)
9.5 Kaffee??? Cola??? Was bewirkst?
9.6 Fazit
9.7 Wann rät man zu einer medikamentösen Behandlung???
9.8 Was spricht gegen Medikamente?
10. ADHS: Irrtümer, Missverständnisse und Mythen
10.1 Kritische Äußerungen zu ADHS von Dr.Bob und der Youth Affairs Network Organisation von Quennsland (Australien)
10.1.1 Psychologischer Bezug
10.1.2 ADHS –existent oder nicht?
10.1.3 Die Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit
10.1.4 Rasanter Anstieg von Verschreibungen
10.1.5 Achtung!!! Vor Medikamenten mit stimulierender Wirkung
10.1.6 Die Politik wirkt zu wenig?!
10.1.7 Schwere, schädigende Auswirkungen
10.1.8 Wird Methylphenidat zur neuen Freizeitdroge?
10.1.9 Warum wird so ein Wirbel um ADHS gemacht?
10.3 Die Pharmakonzerne.
10.4 Ärzte
10.5 Die Eltern
10.6 Die Schule
11. Weitere Kritische Stellungnahmen durch die Presse 2007
11.1 Fazit
12. Hilfsmöglichkeiten für Eltern um ihren Alltag mit einem ADHS- Kind zu erleichtern?
12.1 Schwierige Situationen vermeiden
12.2 Die Erziehungskonzepte
12.3 Welche Erziehungsansätze eignen sich am besten für ein ADHS- Kind?
13. Die empirische Studie
13.1 Die Auswertung der Studie
13.2 Fremdbeurteilungsbogen (ADHS) für Lehrer, Sozialpädagogen und Erzieher
13.3 Beispiel für eine Einzelauswertung anhand eines Schülers der 2. Klasse
13.4 Ein Beispiel für die Gesamtauswertung anhand der 2.Klasse
13.5. Die Abschlusstabelle sowie das Gesamtresultat der Studie
13.6 Die 1. Klasse
13.7 Die 2. Klasse
13.8 Die 3.Klasse
13.9 Die 5/ 6 Klasse
13.10 Die 7. Klasse
13.11 Die 9. Klasse
13.12 Fazit
14. Grundlagen des Hilfeverständnisses der sozialen Arbeit
14.1 Hilfsmöglichkeiten bei Alltagsproblemen durch Ansätze der sozialen Arbeit
14.1.1 Konzept der lebensweltorientierten sozialen Arbeit
15. Angewandte Hilfsmöglichkeiten der sozialen Arbeit bei Alltagsproblemen
15.1 Beratung
15.1.1 Definition von Beratung
15.2 Sozialpädagogische Beratung
15.3 Familientherapie
15.3.1 Definition
15.3.2 Anwendung:
15.4. Erziehungsberatung
16. Psychologische Ansätze
16.1 Verhaltenstherapie und das Token-System
17.Ein moderner Therapieansatz für Jugendliche- Das „ Skill-Training
17.1 Der „sokratische Dialog“
17.2 Erlernen der Selbstbeobachtung
17.3 Selbstinstruktion - ein mühsamer Weg
17.4 Ansätze für den Alltag
17.5 Lernstragtegien
17.6 Fazit
18. Das Optimind-Konzept
18.1 Die Ziele des OptiMind sind
19.Ausblick
Die Arbeit untersucht das Störungsbild ADHS bei Kindern und Jugendlichen in all seinen Facetten: von der historischen Einordnung und medizinischen Klassifikation über die neurobiologischen Ursachen bis hin zu den psychosozialen Auswirkungen im Alltag. Zentrales Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Herausforderungen der Betroffenen und ihrer Familien zu schaffen sowie evidenzbasierte Therapiemöglichkeiten und Hilfsansätze der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.
3.5 Der Drang nach dem Extremen
Die Jugendlichen mit ADHS hinterlassen oft den Eindruck einer überzeugten und selbstbewussten Person. Aber es ist oft so, dass sich hinter ihrem ich-bezogenen Verhalten oft eine große Verletzlichkeit verbirgt. Sie leiden sehr darunter, dass sie anders sind wie ihre Gleichaltrigen. „Entweder sie resignieren, oder sie wollen um jeden Preis respektiert werden.“ ( zit. n. info-adhs, 02.02. 2008,S.2) Bei Mädchen zeigt sich oft das Verhalten, dass sie sich sehr stark auf ihr Äußeres fixieren und glauben abgelehnt zu werden, weil sie nicht perfekt aussehen. Aus dieser Angst können sich Essstörungen oder ein Hang zur Selbstverletzung entwickelt werden.
„Manche ADHS- Jugendliche lassen sich in extremem Ausmaß tätowieren oder piercen. Häufig tun sie sich mit anderen "Exoten" (Peergroups) zusammen. Ihre Offenheit gegenüber allem Neuen und ihr mangelnder Sinn für Gefahreneinschätzung macht sie besonders anfällig für risikoreiches Verhalten und das Experimentieren mit Drogen. Die Jugendlichen sind häufig auf der Suche nach Extremen und wollen alles ausprobieren. Aus gemachten Fehlern lernen sie meist nicht. Sie leben im Hier und Jetzt. Für sie ist vieles immer wieder neu. Die Fähigkeit abzuwägen, zu vergleichen, zu relativieren, Einsichten zu entwickeln, auch abwarten zu können und einen realistischen Überblick über die Situation zu erhalten, bleibt Jugendlichen mit ADHS lange verwehrt. Daher sind sie leicht zu beeinflussen. Zwar ist der Wunsch nach Unabhängigkeit meist sehr ausgeprägt, Jugendliche mit ADHS neigen aber dazu, sich immer wieder von anderen Personen abhängig zu machen und sich viel zu früh an einen Partner zu binden. Oft werden sie auch viel zu früh Eltern.“ ( zit.n. info-adhs, 02.02.2008, S. 2)
1.Einleitung: Einführung in das Thema ADHS anhand der historischen Figur des „Zappelphillip“ und Überblick über die Relevanz der Störung.
2.Definition von Aufmerksamkeit: Erläuterung des kognitiven Prozesses der Aufmerksamkeit und Abgrenzung zur Konzentrationsfähigkeit.
3. ADHS im Kindes- und Jugendalter: Detaillierte Darstellung der Symptomatik, Altersstufen, Risikofaktoren und geschlechtsspezifischer Besonderheiten.
4. Klassifikationen: Übersicht über medizinische Diagnosekriterien und das multiaxiale Klassifikationsschema zur Beurteilung der Störung.
5. Diagnose: Beschreibung des diagnostischen Vorgehens und kritische Betrachtung ungeeigneter Methoden.
6. Pathogenese/ Ätiologische Faktoren: Analyse der Ursachen, einschließlich genetischer Forschung, neurobiologischer Befunde und Umweltfaktoren.
7. Die Auswirkungen: Erörterung der Folgen im Alltag, inklusive Lernstörungen, sozialer Schwierigkeiten und psychischer Belastungen.
8. Der Alltag mit schwierigen ADHS- Jugendlichen: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen von Jugendlichen in der modernen Gesellschaft und Schule.
9. Therapie: kritische Evaluation diätischer Ansätze und medikamentöser Behandlungen sowie deren Wirkmechanismen.
10. ADHS: Irrtümer, Missverständnisse und Mythen: Auseinandersetzung mit kritischen Äußerungen, pharmakologischer Interessen und gesellschaftlichen Vorurteilen.
11. Weitere Kritische Stellungnahmen durch die Presse 2007: Zusammenfassung aktueller Medienberichte und deren Reflexion zur medikamentösen Praxis.
12. Hilfsmöglichkeiten für Eltern um ihren Alltag mit einem ADHS- Kind zu erleichtern?: Praktische Handlungsstrategien und Erziehungskonzepte zur Entlastung von Familien.
13. Die empirische Studie: Dokumentation einer eigenen Untersuchung zur Verhaltensbeobachtung von Schülern durch Lehrer und Erzieher.
14. Grundlagen des Hilfeverständnisses der sozialen Arbeit: Einordnung der ambulanten Erziehungshilfen in das Konzept der lebensweltorientierten sozialen Arbeit.
15. Angewandte Hilfsmöglichkeiten der sozialen Arbeit bei Alltagsproblemen: Erläuterung von Beratungsformaten, Familientherapie und Erziehungsberatung als Interventionsformen.
16. Psychologische Ansätze: Vorstellung verhaltenstherapeutischer Methoden und des Token-Systems zur Verhaltensmodifikation.
17.Ein moderner Therapieansatz für Jugendliche- Das „ Skill-Training: Konzeptbeschreibung zur Förderung der Selbststeuerung und Lernkompetenz.
18. Das Optimind-Konzept: Vorstellung eines strukturierten Elterntrainings als integrativer Behandlungsbaustein.
ADHS, Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Verhaltenstherapie, Medikation, Sozialarbeit, Erziehungsberatung, Familientherapie, Neurotransmitter, Inklusion, Diagnostik, Symptomatik, Kindesentwicklung, Alltagsprobleme.
Die Arbeit behandelt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen, wobei sie sowohl klinische Aspekte als auch pädagogische und soziale Interventionsmöglichkeiten analysiert.
Die Schwerpunkte liegen auf der medizinischen Definition und Diagnose, den Ursachen (Neurobiologie, Genetik), den Auswirkungen auf den Alltag sowie einer kritischen Hinterfragung gängiger Behandlungsmethoden wie Diäten und Medikation.
Ziel ist es, ein umfassendes Krankheitsverständnis zu vermitteln und konkrete Ansätze für die Soziale Arbeit sowie für Eltern aufzuzeigen, um den Umgang mit ADHS-Betroffenen harmonischer und erfolgreicher zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer eigenen empirischen Studie, bei der Fremdbeurteilungsbögen von Lehrern und Sozialpädagogen zur Verhaltensbewertung ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben der Symptomatik und Diagnose vor allem die Therapieansätze (diätisch, medikamentös, verhaltenstherapeutisch) sowie die Rolle der sozialen Arbeit in der Beratung und Unterstützung von Familien detailliert dargestellt.
Die Kernaspekte sind ADHS, Aufmerksamkeitsstörung, Verhaltensmodifikation, Elterncoaching, multimodale Therapie, medikamentöse Behandlung und Lebensweltorientierung.
Die Arbeit erläutert den Einsatz von Substanzen wie Methylphenidat, diskutiert aber ebenso ausführlich die Nebenwirkungen, Suchtrisiken und die Kritik an einer zu schnellen Verschreibungspraxis.
Die soziale Arbeit dient als unterstützende Instanz, die den Fokus nicht nur auf klinische Diagnosen legt, sondern den gesamten Lebensraum der Familie einbezieht, um durch Beratung und Erziehungshilfen Entlastung zu schaffen.
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