Diplomarbeit, 2000
134 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation des Themas/Ausgangspunkte der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Die Auslandsentsendung von Stammhausmitarbeitern
2.1 Die Globalisierung der Märkte
2.2 Exkurs: Die Multinationale Unternehmung
2.3 Die Internationalisierung des Personalmanagements
2.4 Der Auslandseinsatz von Stammhausmitarbeitern
2.4.1 Die heutige Bedeutung von Auslandseinsätzen, Personenkreis
2.4.2 Die Ziele von Auslandseinsätzen
2.4.3 Formen des Auslandseinsatzes
2.4.4 Die Phasen des Auslandseinsatzes
3 Die Reintegration von Stammhausdelegierten
3.1 Kontextfaktoren der Reintegration
3.2 Exkurs: Wiedereingliederungsphasen/Prozessmodelle der Reintegration
3.3 Die Problemfelder der Reintegration
3.3.1 Soziale/Soziokulturelle Probleme der Reintegration
3.3.2 Berufliche Probleme der Reintegration
3.3.3 Praktische Schwierigkeiten
3.3.4 Erfahrungssicherung
4 Grundlagen der empirischen Erhebung
4.1 Konzeptioneller Rahmen der Untersuchung
4.1.1 Forschungsmethodischer Ansatz
4.1.2 Forschungsfelder und zugehörige Hypothesen
4.1.2.1 Reintegrationserfolg
4.1.2.2 Allgemeines
4.1.2.3 Stellenbesetzung
4.1.2.4 Kontakt mit dem Stammunternehmen
4.1.2.5 Berufliche Wiedereingliederung
4.1.2.6 Förderung von Expatriates
4.1.2.7 Unterstützung der sozialen/soziokulturellen Wiedereingliederung
4.1.2.8 Erfahrungssicherung
4.1.2.9 Praktische Maßnahmen
4.1.3 Erhebungsverfahren
4.1.4 Auswahl der Unternehmen
4.2 Ablauf der empirischen Untersuchung
4.3 Die befragten Unternehmen
4.4 Verfahren der Datenanalyse
4.4.1 Methodik
4.4.2 Limitationen
4.4.3 Präsentation der Ergebnisse
5 Vorstellung der Untersuchungsergebnisse
5.1 Reintegrationserfolg
5.2 Kennzahlen
5.3 Problemfeld Stellenbesetzung
5.4 Kontakt mit dem Stammland und -unternehmen
5.5 Die berufliche Reintegration
5.6 Förderung von Expatriates
5.7 Die soziale/soziokulturelle Wiedereingliederung
5.8 Erfahrungssicherung
5.9 Praktische Hilfen
6 Das Reintegrationskonzept
6.1 Maßnahmen zu den einzelnen Problembereichen
6.1.1 Allgemeines
6.1.2 Maßnahmen zur Stellenbesetzung
6.1.3 Maßnahmen zum verbesserten Kontakt mit dem Stammunternehmen
6.1.4 Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung
6.1.5 Maßnahmen zur Förderung von Expatriates
6.1.6 Maßnahmen zur sozialen/soziokulturellen Wiedereingliederung
6.1.7 Maßnahmen zur Erfahrungssicherung
6.1.8 Praktische Maßnahmen
6.2 Das Konzept im Überblick
6.2.1 Generelle Handlungsempfehlungen
6.2.2 Maßnahmen in der Vorbereitungsphase der Entsendung
6.2.3 Gestaltungsempfehlungen für die Entsendungsphase
6.2.4 Maßnahmen nach der Rückkehr in das Stammland
6.2.5 Grafische Darstellung des Konzeptes
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Reintegration von Stammhausdelegierten nach einem Auslandseinsatz und entwickelt ein umfassendes Konzept, um diese Prozesse in multinationalen Unternehmen in Deutschland zu optimieren. Das zentrale Ziel ist es, die häufigsten Reintegrationsprobleme durch gezielte Maßnahmen zu minimieren und gleichzeitig das im Ausland erworbene Wissen systematisch zu sichern.
Die Problemfelder der Reintegration
Vor und zu Beginn einer Auslandsentsendung sind sich der Expatriate und dessen Familie in der Regel bewusst, in eine völlig andere soziale und kulturelle Umgebung zu gelangen, und können somit dem zu erwartenden „Kulturschock“ zumindest einigermaßen vorbereitet (mental und eventuell durch interkulturelles Training) gegenübertreten. Nach der Rückkehr aus dem Ausland erleben viele Entsandte und deren Familien dann einen sogenannten „Kontra-Kulturschock“, den die wenigsten so erwartet hätten. Dazu Martin (1984, S. 121): “However the individual is unlikely to expect to have difficulty reentering the home environment. After all, she/he is home again, where the environment will surely be familiar.” Mit Anpassungsschwierigkeiten im sozialen Bereich rechnet aus den gleichen Gründen auch das soziale Umfeld im Heimatland nicht.
Mit Vorfreude hatte man der „vertrauten Heimat“ entgegengesehen, muss dann aber nach einiger Zeit feststellen, dass während der Jahre des Auslandseinsatzes sich sowohl das Heimatland als auch man sich selbst verändert hat. Die fremde Kultur hat ihre Spuren hinterlassen, es hat eine kulturelle Entfremdung von der deutschen Gesellschaft stattgefunden. Dazu Bittner/Reisch (1994, S. 226): „Lebensgefühl, Lebensstil und Lebensrhythmus haben sich geändert, Normen und Werte verschoben, Denk- und Verhaltensgewohnheiten, Interessen, Kommunikationsformen und Gesprächsinhalte haben sich angepasst.“ Der Versuch, die neu erlernten Maßstäbe den „Einheimischen“ näher zu bringen, stößt meist auf Desinteresse, wenn nicht gar auf Ablehnung. Das ehemalige soziale Umfeld ist häufig trotz Besuchen und Briefkontakt verlorengegangen, Verwandte und Freunde haben sich in andere Richtungen als man selbst entwickelt.
1 Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Reintegration von Stammhausdelegierten und der Entwicklung von Lösungsansätzen befasst.
2 Die Auslandsentsendung von Stammhausmitarbeitern: Grundlagen der Globalisierung und Internationalisierung im Personalmanagement sowie die verschiedenen Formen und Phasen des Auslandseinsatzes.
3 Die Reintegration von Stammhausdelegierten: Detaillierte Analyse der sozialen, beruflichen und praktischen Reintegrationsprobleme sowie der Bedeutung der Erfahrungssicherung.
4 Grundlagen der empirischen Erhebung: Beschreibung des methodischen Vorgehens, der Hypothesenbildung und des Ablaufs der Befragung bei 31 Unternehmen.
5 Vorstellung der Untersuchungsergebnisse: Analyse der empirischen Daten zu Reintegrationserfolgen, angewandten Maßnahmen und Erfolgsfaktoren.
6 Das Reintegrationskonzept: Darstellung des entwickelten Konzeptes inklusive konkreter Gestaltungsempfehlungen für die verschiedenen Phasen der Entsendung.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit professionellerer Reintegrationsstrategien in multinationalen Unternehmen.
Reintegration, Expatriate, Stammhausdelegierte, Repatriierung, Auslandseinsatz, Erfahrungssicherung, Wissensmanagement, Personalmanagement, Wiedereingliederung, Karriereplanung, internationale Unternehmung, Kulturschock, Personalentwicklung, Personalstrategie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Mitarbeiter nach einem langfristigen Auslandseinsatz erfolgreich wieder in ihr Stammunternehmen und das Heimatland zu integrieren, ohne wertvolles Wissen zu verlieren oder Talente durch mangelnde Perspektiven zu verlieren.
Zu den zentralen Themen gehören die Identifikation von Reintegrationsproblemen, die Erfassung der aktuellen Unternehmenspraxis, die Bedeutung von Wissensmanagement sowie die Entwicklung eines ganzheitlichen Reintegrationskonzeptes.
Das primäre Ziel ist es, den Bedarf an empirisch fundierten Erkenntnissen über die Reintegrationspraxis zu decken und ein schlüssiges Konzept mit konkreten Maßnahmen zu entwickeln, das Unternehmen bei der Überarbeitung ihrer eigenen Reintegrationsprogramme unterstützt.
Es wurde ein explorativ-deskriptiver Ansatz gewählt. Dies umfasst eine Literaturanalyse sowie eine empirische Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens bei 31 multinationalen Unternehmen, deren Ergebnisse statistisch ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Auslandseinsätze vor allem die sozialen, soziokulturellen und beruflichen Problemfelder der Reintegration sowie der Bereich der Erfahrungssicherung intensiv analysiert.
Kernbegriffe sind Reintegration, Expatriate, Stammhausdelegierte, Auslandseinsatz, Erfahrungssicherung, Personalmanagement und Wiedereingliederung.
Da in der heutigen wissensbasierten Ökonomie das im Ausland erworbene interkulturelle Wissen und die landesspezifischen Erfahrungen der Expatriates einen erheblichen Wettbewerbsvorteil darstellen, ist deren gezielte Erfassung und Verwendung für das Stammhaus von entscheidender Bedeutung für den Erfolg.
Die Stellenbesetzung gilt als der sensibelste Bereich. Die Verfügbarkeit einer adäquaten, dem Know-how entsprechenden Position entscheidet oft darüber, ob der Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten bleibt oder aus Frustration über Statusverlust oder Karrierestagnation kündigt.
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