Diplomarbeit, 2009
123 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Die Rolle alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices
2.1 Das Family Office Konzept
2.1.1 Ursprung und Entwicklung der Family Offices
2.1.2 Zielkunden und Dienstleistungsspektrum
2.2 Definition des Begriffs Asset Klasse
2.3 Die strategische Asset Allokation
2.4 Transformation der Anlagepräferenzen von Family Office-Kunden
2.4.1 Das Vermögensziel von Family Office-Kunden
2.4.2 Die traditionelle Portfoliostruktur
2.4.3 Die zunehmende Bedeutung alternativer Investments
3 Theoretische Grundlagen zu Infrastrukturinvestments
3.1 Der Begriff Infrastruktur
3.2 Die Entstehung der Asset Klasse Infrastruktur
3.2.1 Der Infrastrukturbedarf bis 2030
3.2.2 Privatisierung von Infrastruktur
3.2.2.1 Formen der Privatisierung
3.2.2.2 Public-Private-Partnerships
3.2.3 Private Kapitalanlage in Infrastrukturfonds
3.2.4 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung am Beispiel externer Effekte
3.3 Infrastrukturinvestments als Asset Klasse
3.3.1 Charakteristika von Infrastrukturinvestments
3.3.1.1 Physische Eigenschaften
3.3.1.2 Wirtschaftliche Merkmale
3.3.1.3 Rendite-Risiko-Spektrum von Infrastrukturinvestments
3.3.1.4 Risiken der Investition in Infrastruktur
3.3.2 Infrastrukturinvestments im Vergleich zu anderen Asset Klassen
4 Das Diversifizierungspotential von Infrastrukturinvestments im Rahmen der strategischen Asset Allokation von Family Offices
4.1 Grundlagen zur Kreierung effizienter Portfolios
4.1.1 Das Prinzip der Diversifikation
4.1.2 Zusammenhang der Performancegrößen Rendite und Risiko
4.1.2.1 Erwartete Rendite und Volatilität
4.1.2.2 Das systematische und unsystematische Risiko
4.1.2.3 Der Korrelationskoeffizient
4.1.2.4 Bestimmung der Risikotoleranz
4.1.3 Die Portfoliotheorie von Markowitz
4.2 Portfolioanalyse eines Family Office-Musterportfolios unter Beimischung von Infrastrukturinvestments
4.2.1 Ziel und Annahmen der Untersuchung
4.2.2 Vorbereitung der Analyse
4.2.2.1 Entwicklung eines Musterportfolios
4.2.2.2 Gewichtung der Asset Klasse Infrastruktur
4.2.2.3 Auswahl eines repräsentativen Infrastruktur-Index
4.2.3 Methodik und Ablauf der Portfolioanalyse
4.2.3.1 Die Monte Carlo Simulation
4.2.3.2 Durchführung der Simulation
4.2.4 Ergebnisse der Portfolioanalyse und Auswertung
5 Das Potential geschlossener Infrastrukturfonds – Chancen und Risiken für die Kunden von Family Offices
5.1 Börsennotierte und geschlossene Infrastrukturfonds im Vergleich
5.1.1 Vor- und Nachteile börsennotierter und geschlossener Infrastrukturfonds
5.1.2 Beurteilung der Vor- und Nachteile geschlossener Infrastrukturfonds
5.2 Der Diversifikationsvorteil geschlossener Infrastrukturfonds am Beispiel einer empirischen Untersuchung in Australien
5.3 Erste Ansätze zur Performancemessung geschlossener Infrastrukturfonds
5.3.1 Ursachen der begrenzten Performancemessung
5.3.2 Kreierung einer fondsspezifischen Benchmark
5.4 Marktanbieter und Produkte geschlossener Infrastrukturfonds
5.4.1 Das Marktwachstum nicht-börsennotierter Infrastrukturfonds
5.4.2 Aktuelle Marktübersicht geschlossener Infrastrukturfonds
5.4.2.1 Auswertung der Marktübersicht
5.4.2.2 Chancen einer geschlossenen Infrastrukturfondsbeteiligung
5.4.2.3 Risiken einer geschlossenen Infrastrukturfondsbeteiligung
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung und offene Fragen für weitergehende Untersuchungen
6.2 Ausblick in Anbetracht der aktuellen Finanzmarktsituation
Die Arbeit untersucht das Diversifikationspotenzial der neuen alternativen Anlageklasse Infrastruktur innerhalb der strategischen Asset Allokation von Family Offices. Das primäre Ziel besteht darin, festzustellen, ob eine Beimischung von Infrastrukturinvestments zu einem bestehenden Family Office-Musterportfolio die Rendite-Risiko-Effizienz verbessert.
3.3.1.1 Physische Eigenschaften
Zu Beginn werden die physischen Eigenschaften von Infrastrukturanlagen beschrieben. Hierbei sind folgende Merkmale vorwiegend für den gesamten Infrastruktursektor charakteristisch:
natürliches Monopol;
Grundversorgungscharakter;
Refinanzierung durch Nutzergebühren;
Langlebigkeit der Anlagen.
Als erstes Merkmal ist der monopolartige Charakter von Infrastrukturanlagen zu nennen. „Wie stark der Wettbewerb auf einem Markt ist, hängt bei gegebener Nachfrage vor allem von zwei Faktoren ab: der Anzahl der Anbieter und der Art der angebotenen Güter.“ Ist das Angebot in nur einer Hand vereinigt, spricht man von der Marktform Monopol. Die öffentlichen Dienstleistungen, die durch Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden, genießen oftmals eine Alleinherrschaft (Monopol), da es beispielsweise keinen Sinn ergeben würde, neben einer Brücke eine zweite zu bauen oder ein zweites Stromnetz parallel zu errichten. Betrachtet man die soziale Infrastruktur wie Gesundheits- oder Bildungseinrichtungen, lässt sich maximal eine oligopolistische Stellung dieser Infrastrukturanbieter erkennen. Die Dienstleistungen des Sektors werden von wenigen Anbietern bereitgestellt.
Ein zusätzlicher Aspekt, der die monopolistische Struktur unterstützt, ist der mit der Errichtung von Infrastrukturanlagen verbundene hohe anfängliche Kapitaleinsatz. Dieser wirkt als eine Art Barriere für den Eintritt neuer Wettbewerber. Dementsprechend verfügen Unternehmen im Infrastrukturbereich über einen strategischen Wettbewerbsvorteil.
Ein weiteres Merkmal von Infrastruktur ist die Grundversorgung der Gesellschaft mit öffentlichen Dienstleistungen, welche in ihrer Nutzung zur Erhaltung eines gewissen Lebensstandards notwendig sind und auch ein Funktionieren der Wirtschaft unabdingbar machen. Stromverteilungsnetze schaffen z.B. die Voraussetzung für die Lieferung von Strom. Straßen, Flughäfen und Eisenbahnen machen z.B. die Produktionsfaktoren regional mobil und ermöglichen so einen Austausch von Produkten.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen angesichts globaler Finanzierungslücken und diskutiert das Interesse von Family Offices an dieser Anlageklasse.
2 Die Rolle alternativer Investments in der strategischen Asset Allokation von Family Offices: Dieses Kapitel definiert das Family Office-Konzept und erläutert die strategische Asset Allokation sowie die steigende Bedeutung alternativer Anlagen für vermögende Privatkunden.
3 Theoretische Grundlagen zu Infrastrukturinvestments: Es erfolgt eine detaillierte Begriffsklärung und Untersuchung der wirtschaftlichen sowie physischen Merkmale von Infrastruktur als neue Asset Klasse.
4 Das Diversifizierungspotential von Infrastrukturinvestments im Rahmen der strategischen Asset Allokation von Family Offices: Das Kapitel führt eine Portfolioanalyse anhand einer Monte Carlo Simulation durch, um die Effizienzsteigerung durch Beimischung von börsennotierten Infrastrukturwerten zu prüfen.
5 Das Potential geschlossener Infrastrukturfonds – Chancen und Risiken für die Kunden von Family Offices: Hier werden geschlossene Infrastrukturfonds als Alternative zu börsennotierten Produkten analysiert, inklusive empirischer Belege aus Australien und einer Marktübersicht.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert offene Fragen und bewertet das Potenzial von Infrastrukturinvestments im Kontext der damaligen Finanzmarktsituation.
Infrastrukturinvestments, Family Office, Strategische Asset Allokation, Diversifikation, Infrastrukturfonds, Portfolioanalyse, Monte Carlo Simulation, Risikomanagement, Rendite-Risiko-Profil, Privatisierung, Public-Private-Partnerships, Asset Klasse, Marktanbieter, Investitionsrisiken, Kapitalerhalt.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Infrastrukturinvestments als alternative Anlageklasse für die strategische Asset Allokation von Family Offices, insbesondere unter dem Aspekt der Diversifikation.
Zentrale Themen sind das Family Office-Modell, die Theorie der Asset Allokation, die Definition und ökonomische Bedeutung von Infrastruktur, die Durchführung einer Portfolioanalyse sowie die Bewertung von Chancen und Risiken geschlossener Infrastrukturfonds.
Das Ziel ist die Untersuchung des Diversifikationspotenzials von Infrastrukturinvestments, um rendite-risiko-effizientere Portfoliostrukturen für Family Office-Kunden zu schaffen.
Neben der theoretischen Literaturanalyse wird eine Portfolioanalyse auf Basis der Markowitz-Theorie mittels Monte Carlo Simulation durchgeführt, um Effekte einer Infrastrukturbeimischung zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine quantitative Portfolioanalyse börsennotierter Werte sowie eine qualitative und empirische Analyse geschlossener, nicht-börsennotierter Infrastrukturfonds.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Infrastrukturinvestments, Family Office, Diversifikation, Asset Allokation, Risiko-Rendite-Profil, geschlossene Fonds und Monte Carlo Simulation.
Börsennotierte Fonds sind liquider, unterliegen jedoch stärker den kurzfristigen Schwankungen der Kapitalmärkte, was ihr Diversifikationspotenzial verringert. Geschlossene Fonds bieten eine höhere Unabhängigkeit und Stabilität der Erträge, weisen jedoch eine geringere Liquidität auf.
Die Analyse zeigt, dass börsennotierte Infrastrukturwerte durch ihre Börsennotierung eine hohe Korrelation zu anderen risikobehafteten Asset Klassen aufweisen, was das Diversifikationspotenzial mindert und die Notwendigkeit für geschlossene Investitionsvehikel unterstreicht.
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