Diplomarbeit, 2008
97 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts
2.1.Humboldts Leben bis zur Niederschrift seines Werks „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ (1767-1792)
2.2.„Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“ (1792)
2.2.1. Hintergrund
2.2.2. Werkbetrachtung
2.2.2.1. Erläuterung der zentralen Termini
2.2.2.1.1. Kraft
2.2.2.1.2. Höchste und proportionierlichste Bildung der Kräfte zu einem Ganzen
2.2.2.1.3. Freiheit
2.2.2.1.4. Mannigfaltigkeit der Situationen
2.2.3. Sentenz
2.3.„Theorie der Bildung des Menschen“ (1794)
2.3.1. Hintergrund
2.3.2. Werkbetrachtung
2.4.Humboldts Bemühungen um eine vergleichende Anthropologie
2.4.1. Hintergrund
2.4.2. Werkbetrachtung
2.4.3. Humboldts Hinwendung zur Sprache als konsequente Fortsetzung der Betrachtungen zu einer „vergleichenden Anthropologie“
2.5.Die Bedeutung der Sprache in der Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts
3. Die Bildungs- und Unterrichtstheorie Johann Friedrich Herbarts
3.1.Herbarts Leben in den Jahren von 1776-1802
3.1.1. Jugend und Studium (1776-1797)
3.1.2. Aufenthalt in der Schweiz (1797-1800)
3.1.3. Rückkehr nach Deutschland (1800-1802)
3.2.Herbarts Theorie des „Erziehenden Unterrichts“
3.2.1. Die „Regierung“ als Voraussetzung für den „Erziehenden Unterricht“
3.2.2. Die Synthese von Erziehung und Unterricht („Erziehender Unterricht“)
3.2.2.1. Psychologie als Grundlage des „Erziehenden Unterrichts“
3.2.2.2. Das Ziel des „Erziehenden Unterrichts“: „Vielseitigkeit des Interesses“
3.2.2.2.1. Die formale Bestimmung der „Vielseitigkeit des Interesses“
3.2.2.2.2. Die materiale Bestimmung der „Vielseitigkeit des Interesses“
3.2.2.3. Supplementäre Explikationen zum „Erziehenden Unterricht“
3.2.3. Die „Zucht“ als Ergänzung des „Erziehenden Unterrichts“
4. Wilhelm von Humboldt und Johann Friedrich Herbart im Vergleich ihrer Bildungstheorien
5. Die Unterrichtstheorie Wilhelm von Humboldts in Ansehung der preußischen Bildungsreform (1809/1810)
5.1.Hintergründe
5.2.Der „allgemeinbildende Unterricht“ Wilhelm von Humboldts
5.2.1. Elementarunterricht
5.2.2. Schulunterricht
5.2.3. Universitätsunterricht
5.3.Herbarts Kritik an der Bildungsreform
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht und vergleicht die bildungstheoretischen Ansätze von Wilhelm von Humboldt und Johann Friedrich Herbart vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontexte. Ziel ist es, die Konzepte von Bildung und Unterricht beider Denker kritisch herauszuarbeiten, ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen aufzuzeigen und sie an aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen zu messen.
Die Bedeutung der Sprache in der Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts
Vorab ließe sich hier die Behauptung aufstellen, dass die Sprache der Bildungstheorie Humboldts immer schon immanent ist, er sich aber ihres Stellenwertes erst im Laufe seiner sprachphilosophischen Überlegungen bewusst wird.
Der Bildungsprozess des Menschen vollzieht sich in der Begegnung mit der Welt, d.h. im Umgang mit dem eigenen Ich Nicht-Identischen, z.B. in der Geselligkeit. Damit es hier zu einem wechselseitigen Austausch kommen kann, wird ein entsprechendes Medium, eine „Vermittlungsinstanz“, benötigt, dies ist die Sprache. Sie ist dem Menschen von Geburt an gegeben, sie gehört ihm „selbst an, sie hat und kennt keine andere Quelle“. In der Folge argumentiert Humboldt, dass deshalb die Sprache nicht vom Menschen erfunden sein kann, denn „um die Sprache zu erfinden, müsste er schon Mensch seyn“.
„Sprache ist somit mit der Natur des Menschen selbst gegeben. Ohne sie kann er keinen Standpunkt in der Welt beziehen, lassen sich seine Kräfte nicht entwickeln“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Bildungs- und Unterrichtstheorien Humboldts und Herbarts ein und beleuchtet die Parallelen zwischen ihrem damaligen Kontext und der aktuellen bildungspolitischen Lage.
2. Die Bildungstheorie Wilhelm von Humboldts: Dieses Kapitel analysiert Humboldts anthropologische und staatstheoretische Schriften, um seine zentralen Begriffe wie Kraft, Freiheit und Mannigfaltigkeit der Situationen im Kontext seiner Bildungstheorie darzulegen.
3. Die Bildungs- und Unterrichtstheorie Johann Friedrich Herbarts: Hier wird Herbarts Ansatz des erziehenden Unterrichts erläutert, wobei insbesondere die Rolle der Psychologie, der Gedankenkreis und die Bedeutung der Vielseitigkeit des Interesses im Mittelpunkt stehen.
4. Wilhelm von Humboldt und Johann Friedrich Herbart im Vergleich ihrer Bildungstheorien: Dieses Kapitel führt die bisher getrennten Analysen zusammen, um Gemeinsamkeiten und fundamentale Unterschiede in ihren Denkweisen und Erziehungskonzepten zu beleuchten.
5. Die Unterrichtstheorie Wilhelm von Humboldts in Ansehung der preußischen Bildungsreform (1809/1810): Der Fokus liegt hier auf der praktischen Umsetzung von Humboldts Ideen im preußischen Bildungssystem, unterteilt in Elementar-, Schul- und Universitätsunterricht.
6. Schlussbetrachtung: Zum Abschluss werden die Bildungstheorien Humboldts und Herbarts kritisch auf aktuelle Herausforderungen wie den Bologna-Prozess und die PISA-Studie angewandt, um die Notwendigkeit einer werteorientierten Bildung hervorzuheben.
Bildung, Unterricht, Selbstbildung, Wilhelm von Humboldt, Johann Friedrich Herbart, Erziehender Unterricht, Anthropologie, Vielseitigkeit des Interesses, Bildsamkeit, Individualität, Sprache, Menschenbildung, Pädagogik, Preußische Bildungsreform, Bologna-Prozess.
Die Diplomarbeit widmet sich einer fundierten Auseinandersetzung mit den Bildungs- und Unterrichtstheorien von Wilhelm von Humboldt und Johann Friedrich Herbart, um deren Bedeutung für die Pädagogik zu analysieren.
Die zentralen Schwerpunkte umfassen die staatstheoretischen und anthropologischen Grundlagen bei Humboldt sowie das Konzept des erziehenden Unterrichts und die psychologischen Aspekte bei Herbart.
Das Hauptziel ist es, die Bildungstheorien beider Denker werkimmanent zu entschlüsseln, kritisch zu vergleichen und ihre Relevanz für aktuelle bildungspolitische Reformbestrebungen zu bewerten.
Es handelt sich um eine werkimmanente Analyse, bei der die originalen Schriften der beiden Pädagogen unter Einbeziehung biografischer Hintergründe und fachwissenschaftlicher Literatur untersucht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Schriften Humboldts, eine Untersuchung der erziehungswissenschaftlichen Konzepte Herbarts sowie einen expliziten Vergleich beider Positionen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Selbstbildung, Vielseitigkeit des Interesses, Bildsamkeit und Charakterbildung aus.
Humboldt plädiert für eine strikte Begrenzung staatlicher Einflussnahme, da Bildung primär Selbstbildung ist und staatliche Eingriffe zur Funktionalisierung des Menschen führen.
Herbart sieht in der Schule eine Gefahr für die individuelle Erziehung, da die Zusammenführung vieler Schüler die notwendige individuelle Ausrichtung auf den spezifischen Gedankenkreis des Einzelnen erschwert.
Sprache ist bei Humboldt die entscheidende Vermittlungsinstanz zwischen Individuum und Welt; sie ist für ihn die notwendige Voraussetzung, um überhaupt Weltbezug und damit Bildung zu ermöglichen.
Der pädagogische Takt bezeichnet das notwendige Wechselspiel, bei dem der Erzieher sein theoretisches Wissen in der erzieherischen Praxis reflektiert und situativ anwendet.
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