Skript, 2003
25 Seiten, Note: 1
1. Dienstleistungen von Banken
2. Positive und Negative Auswirkungen von Bankdienstleistungen
3. Neue Wachstumstheorien
4. Funktionen von Banken
4.1 Das Modell von Levine
4.2 Das Konzept der „funktionalen Perspektive“
5. Das Riskmanagement
5.1 Insititutionelle Buy Side: Fonds und Hedge Funds
5.2 Corporate Buy Side: Unternehmen
5.3 Sell Side: Zins- und Währungsmanagement mit zunehmender Bedeutung
5.4 Besonderheiten des Zinsmanagement
5.4.1 Forward Rate Agreements
5.4.2 Cross Currency Interest Rate Swap
5.4.3 Zinsfutures
5.5 Besonderheiten des Währungsmanagement
5.5.1 Devisentermingeschäfte
5.5.2 Devisenswaps
5.5.3 Währungsfutures
5.5.4 Währungsoptionen
6. Weiterführende Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Finanzintermediation und deren volkswirtschaftliche Bedeutung, wobei der Fokus auf der Funktionsweise von Banken und der Anwendung von Risikomanagement-Produkten liegt. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Finanzdienstleistungen, Wachstumstheorien und der praktischen Absicherung von Zins- und Währungsrisiken für verschiedene Marktteilnehmer zu erläutern.
5. DAS RISKMANAGEMENT
„Derivatives allow their users both to shed risks and to take bigger risks. This dual role makes it hard to tell whether their impact is benign or malign, and there are plenty of people who argue each side. What is certain is that financial firms love derivatives in order to create complex instruments to shift risk around the financial system.”9
Die schlagzeilenträchtigen Negativbeispiele der Termingeschäfte der Sumitomo Bank und der Barings Bank sowie die Fondsgeschäfte der Deutschen Morgan Grenfell in den 90-er Jahren vermögen nicht über die Vorteile derivativer Finanzinstrumente hinwegzutäuschen: Ursächlich für die Entwicklung waren zunächst restriktive gesetzliche Regelungen und Transferhindernisse im internationalen Kapitalverkehr, die durch Derivate umgangen werden konnten. Dazu kam ein steigendes Bedürfnis von international tätigen Unternehmen nach adäquaten Absicherungen gegenüber zunehmenden Marktpreisschwankungen, namentlich hervorgerufen durch Währungs- und Zinsrisiken. Hiergegen kann es sich durch eine Transformation der finanziellen Risiken bei einem Finanzinstitut absichern, z.B. durch Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Zinsswaps. Das Unternehmen erhält auf Kosten der entgangenen Chancen am Devisen- und Zinsmarkt eine risikoverminderte Kalkulationsbasis für Kosten und Erträge und kann sich somit auf sein Kernbusiness, in der Regel die Produktion und der Vertrieb von Gütern konzentrieren.
1. Dienstleistungen von Banken: Beschreibt den theoretischen Hintergrund von Finanzintermediären und deren Rolle bei der Reduktion von Transaktionskosten und Informationsasymmetrien.
2. Positive und Negative Auswirkungen von Bankdienstleistungen: Diskutiert die Ambivalenz der Finanzintermediation hinsichtlich ihrer makroökonomischen Effekte und der systemischen Instabilität.
3. Neue Wachstumstheorien: Analysiert den Einfluss von Finanzdienstleistungen auf das langfristige Wirtschaftswachstum und die Effizienz der Kapitalallokation.
4. Funktionen von Banken: Erläutert zentrale Modelle zur Bestimmung der Aufgaben von Finanzinstituten, insbesondere durch Levine und die funktionale Perspektive.
5. Das Riskmanagement: Detailliert die Nutzung derivativer Instrumente zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken sowie deren Bedeutung für verschiedene Kundengruppen.
Banken, Finanzintermediation, Riskmanagement, Kapitalmarkt, Zinsmanagement, Währungsmanagement, Derivate, Investmentbanking, Buy Side, Sell Side, Wachstumstheorie, Hedging, Liquidität, Finanztransaktionen, Optionen.
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Theorie der Finanzintermediation und beleuchtet die Rolle von Banken als Vermittler zwischen den Kapitalmärkten und den realwirtschaftlichen Akteuren.
Die Schwerpunkte liegen auf den Funktionen von Banken, dem Einfluss des Finanzsektors auf das Wirtschaftswachstum sowie der praktischen Anwendung von Finanzinstrumenten im Risikomanagement.
Das primäre Ziel besteht darin, ein Verständnis für die Notwendigkeit von Finanzintermediären zu schaffen und aufzuzeigen, wie diese durch Risikomanagement-Produkte zur Stabilität und Effizienz im Finanzsystem beitragen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse, die neoklassische Ansätze mit der funktionalen Perspektive kombiniert, um Bankdienstleistungen und Produkte zu evaluieren.
Der Hauptteil widmet sich der Analyse von Finanzfunktionen nach Levine, dem Konzept der funktionalen Perspektive und einer detaillierten Erläuterung von Instrumenten wie Futures, Swaps und Optionen.
Zentrale Begriffe sind Finanzintermediation, Risikomanagement, Derivate, Zins- und Währungsmanagement sowie Kapitalmarkttransaktionen.
Managed Futures nutzen computergestützte Handelssysteme und Derivate, um flexibel in diverse Märkte zu investieren und Volatilitätsrisiken zu reduzieren, während sie oft nicht direkt mit klassischen Aktienmärkten korrelieren.
Es dient der Absicherung gegen volatile Marktpreisschwankungen, wie Zins- und Währungsänderungen, um eine verlässliche Kalkulationsbasis für das Kerngeschäft zu gewährleisten.
Börsenoptionen sind stark reguliert und bieten hohe Transparenz, während OTC-Optionen individuell maßgeschneiderte Strategien ("tailor made") hinsichtlich Laufzeit und Volumen erlauben.
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