Bachelorarbeit, 2021
65 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
2.1.1 Definition
2.1.2 Prävalenz
2.1.3 Symptome und Komorbiditäten
2.1.4 Therapiemöglichkeiten
2.2 Beziehung zwischen Mensch und Tier
2.2.1 Grundlagen der Tier-Mensch-Interaktion
2.2.2 Effekte der Tier-Mensch-Interaktion
2.2.3 Die therapeutische Wirkung des Hundes
2.2.4 Hunde in der Therapie von ADHS
2.2.5 Die therapeutische Wirkung des Pferdes
2.2.6 Pferde in der Therapie von ADHS bei Kindern
2.3 Bewegungstherapie
2.3.1 Grundlagen der Bewegungstherapie
2.3.2 Grundlagen und Ziele der Bewegungstherapie bei ADHS
2.3.3 Die Bedeutung der exekutiven Funktionen bei ADHS
2.3.4 Aufbau einer bewegungstherapeutischen Einheit bei ADHS
3 Zielsetzung, Fragestellung, Hypothesen
4 Methode
4.1 Stichprobe
4.2 Design
4.3 Messinstrumente
4.3.1 Connors Skalen
4.3.2 Akzelerometer
4.4 Durchführung
4.5 Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Akzelerometrie
5.2 Conners Skalen
5.3 Zusammenhang zwischen der Akzelerometrie und den Conners Skalen
5.4 Erwartungshaltung und Eigenreflexion
6 Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Kritische Reflexion
6.3 Ausblick für die Forschung
6.4 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Co-Therapeuten Hund, Mensch und Pferd auf das störungsspezifische Verhalten von Kindern mit ADHS innerhalb einer bewegungstherapeutischen Intervention. Ziel ist es, in einem standardisierten, experimentellen Setting zu prüfen, welche Tierart oder menschliche Präsenz eine stärkere Reduktion von hyperaktivem und impulsiven Verhalten bewirken kann, um fundierte Hinweise für die therapeutische Praxis zu gewinnen.
2.2.3 Die therapeutische Wirkung des Hundes
Seit mehr als 30 000 Jahren leben die Menschen im Kontakt zu Hunden (Kotrschal, 2020). Der Hund gilt als das erste Haustier und wird heute, je nach den Bedürfnissen der Menschen, in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Dazu zählen neben dem Heimtier unter anderem Jagd- und Wachhunde, Rettungshunde, Servicehunde für behinderte Menschen und Therapiehunde (Prothmann, 2008). Hunde sind, durch die lange Zeit der gemeinsamen Evolution und der Domestizierung, in der Lage, die menschliche Gestik und Mimik zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren (Wohlfarth & Mutschler, 2017). Hunde und Menschen weisen vergleichbare Sozialstrukturen sowie ein ähnliches Sozialverhalten auf. Miklósi (2011) beschreibt als Basis für die soziale Ähnlichkeit Fähigkeitsbereiche, die Hund und Mensch teilen. Diese sind der Wunsch nach sozialer Interaktion und die Fähigkeit individuelle Bindungen zu schließen; das Potential, sich auf das Gegenüber einzustellen und sich anzupassen sowie die Fähigkeit, Regeln zu befolgen und soziales Lernen zu beherrschen und die Fähigkeit zu einer komplexen, analogen Kommunikation, welche einen aktiven Austausch von Informationen und Gemeinsamkeiten ermöglicht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der ADHS-Thematik und den Bedarf an ergänzenden, tiergestützten bewegungstherapeutischen Ansätzen zur Symptomlinderung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild ADHS, die biopsychosozialen Grundlagen des Tier-Mensch-Kontakts und die methodischen Prinzipien der Bewegungstherapie bei Kindern.
3 Zielsetzung, Fragestellung, Hypothesen: Hier wird der experimentelle Fokus auf den Vergleich verschiedener tiergestützter Settings sowie die daraus abgeleiteten Hypothesen formuliert.
4 Methode: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobenauswahl, die eingesetzten Messinstrumente wie Akzelerometer und Conners Skalen sowie den Ablauf des Experiments.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Daten der Akzelerometrie und der Conners Skalen, inklusive Einzel- und Gruppenanalysen zur Wirksamkeit der jeweiligen Co-Therapeuten.
6 Diskussion: Der Diskussionsteil reflektiert die heterogenen Ergebnisse, weist auf Limitationen der geringen Stichprobengröße hin und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.
ADHS, Bewegungstherapie, tiergestützte Therapie, Hund, Pferd, Co-Therapeut, Inhibitionstraining, exekutive Funktionen, Akzelerometrie, Conners Skalen, Impulskontrolle, Kindesalter, Verhaltensexperiment, therapeutische Triade, Selbstregulation.
Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von Tieren, namentlich Hund und Pferd, als Co-Therapeuten in einem bewegungstherapeutischen Setting zur Behandlung von ADHS-Symptomen bei Kindern.
Zentral sind die Bereiche der ADHS-Symptomatik, die Wirkung von Tier-Mensch-Interaktionen auf die menschliche Psyche und Motorik sowie die Strukturierung bewegungstherapeutischer Interventionen.
Das primäre Ziel ist es, durch ein standardisiertes Verhaltensexperiment zu vergleichen, ob die Anwesenheit eines Hundes oder Pferdes im Vergleich zur Interaktion mit einem Menschen einen messbaren positiven Effekt auf das störungsspezifische Verhalten der Probanden hat.
Es wurde ein experimentelles Within-Subject-Design mit vier Probanden gewählt, wobei die Verhaltensdaten über standardisierte Conners Skalen und die Bewegungsaktivität mittels eines Akzelerometers erfasst und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des ADHS-Störungsbildes, die therapeutischen Potenziale von Hunden und Pferden sowie die detaillierte Beschreibung der durchgeführten Bewegungsinterventionen und deren Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind ADHS, tiergestützte Bewegungstherapie, Co-Therapeut, Inhibitionstraining und Verhaltensexperiment.
Da die Stichprobengröße sehr gering war, diente dieses Design dazu, dass jeder Proband als seine eigene Kontrollgruppe fungierte, um individuelle Unterschiede in der Symptomatik zu minimieren.
Die deskriptive Analyse deutet darauf hin, dass die Arbeit mit dem Pferd tendenziell zu einer stärkeren Reduktion von Impulsivität und Hyperaktivität führen könnte als die Arbeit mit dem Hund oder dem Menschen.
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