Masterarbeit, 2006
161 Seiten, Note: 6 (of 6)
1. Einleitung
2. Gesundheitsjournalismus als Forschungsgegenstand
2.1 Begriffsklärung
2.1.1 Gesundheitsjournalismus und Gesundheitskommunikation
2.1.2 Gesundheitsjournalismus und Wissenschaftsjournalismus
2.1.3 Gesundheitsjournalismus für ein Fachpublikum
2.1.4 Gesundheitsjournalismus
2.2 Unterschiedliche Orientierungen im Wissenschaftsjournalismus
2.2.1 Wissenschaftskonforme Berichterstattung
2.2.2 Wissenschaftsferne Berichterstattung
2.3 Vermutete Orientierungen im Gesundheitsjournalismus
2.3.1 Vermutete Orientierungsmöglichkeiten im Gesundheitsjournalismus als Journalismus-Konzeptionen
2.3.2 Die vermuteten Orientierungsmöglichkeiten im Gesundheits-journalismus und Redaktionsstrukturen
2.4 Zusammenfassung
3. Journalistische Qualität
3.1 Bezugsrahmen zur Bestimmung journalistischer Qualität
3.2 Bestimmung von Qualitätskriterien
3.2.1 Die Zeichentheorie von Morris: Die drei Dimensionen der Semiose
3.2.2 Semiotik als publizistikwissenschaftliche Theorie
3.2.3 Journalismus als Zeichenprozess
3.3 Qualitätskriterien
3.3.1 Objektivität
3.3.2 Vielfalt
3.3.3 Relevanz
3.3.4 Vermittlung
3.4 Zusammenfassung
4. Stand der Forschung
4.1 Schwierigkeiten bei der Recherche
4.2 Darstellung der Forschungslage
4.3 Wissenschaftsjournalismus
4.3.1 Auswahl und Darstellung der Studien zum Wissenschafts-journalismus
4.3.2 Zusammenfassung zur wissenschaftsjournalistischen Forschung
4.4 Gesundheitsjournalismus
4.4.1 Auswahl und Darstellung der Studien zum Gesundheits-journalismus
4.4.2 Zusammenfassung zur gesundheitsjournalistischen Forschung
4.5 Zusammenfassung zur Forschungslage
5. Fragestellung
5.1 Haupthypothesen
5.2 Unterhypothesen
6. Methode
6.1 Untersuchungsaufbau
6.2 Inhaltsanalyse als Methode
6.3 Grundgesamtheit und Stichprobe
6.3.1 Auswahl der Zeitung
6.3.2 Untersuchungszeitraum
6.4 Auswahl und Analyse der Artikel
6.4.1 Codebuch
6.5 Darstellung der Ergebnisse
6.5.1 Benchmarking
6.5.2 Indexbildung
6.6 Zusammenfassung
7. Ergebnisse und Befunde
7.1 Allgemeine Beschreibung des Samples
7.1.1 Umfang der Gesundheitsberichterstattung
7.1.2 Platzierung der Gesundheitsberichterstattung
7.1.3 Präsentation der Gesundheitsberichterstattung
7.1.4 Inhalt und Quellen der Gesundheitsberichterstattung
7.1.5 Zusammenfassung
7.2 Auswertung nach den Hypothesen
7.2.1 Objektivität in der Gesundheitsberichterstattung
7.2.2 Vielfalt in der Gesundheitsberichterstattung
7.2.3 Relevanz in der Gesundheitsberichterstattung
7.2.4 Vermittlung in der Gesundheitsberichterstattung
7.2.5 Macher der Gesundheitsberichterstattung
7.2.6 Indizes
8. Interpretation der Ergebnisse
8.1 Gesundheit als Querschnittsthema
8.1.1 Darstellung der Gesundheitsberichterstattung
8.1.2 Inhalt der Gesundheitsberichterstattung
8.2 Beantwortung der Hypothesen
8.2.1 Objektivität (Hypothese 3)
8.2.2 Vielfalt (Hypothese 4)
8.2.3 Relevanz (Hypothese 5)
8.2.4 Vermittlung (Hypothese 6)
8.2.5 Fazit
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
10. Literaturverzeichnis
Diese Lizentiatsarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der redaktionellen Institutionalisierung des Themas Wissenschaft in Schweizer Tageszeitungen und deren Berichterstattung über Gesundheit als Querschnittsthema. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob Zeitungen mit einem eigenen Wissenschaftsressort Gesundheitsnachrichten wissenschaftsnäher und objektiver aufbereiten als Zeitungen ohne ein solches Ressort, die tendenziell einen stärkeren Fokus auf Servicejournalismus und Publikumsorientierung legen.
1. Einleitung
Das Thema Gesundheit ist omnipräsent. Die Gesundheit betrifft und interessiert jedermann als Patient, Prämienzahler, Sportler, Raucher, Konsument oder Leser. Der Kommunikationswissenschaftler Göpfert (1997: 13) bezeichnet die Gesundheit aber vor allem deshalb als „Querschnittsthema“, da Gesundheitsthemen in Folge deren Breite in allen medialen Formen, Gefässen und Angeboten zu finden sind.
Mit Fokus auf die tagesaktuelle Presse kennt das Berichterstattungsthema Gesundheit in der klassischen Ressortstruktur von Tageszeitungen kein eigenes Berichterstattungsgefäss. Entsprechend wird die Gesundheit auch in der Kommunikationsforschung selten als eigenständiges (Berichterstattungs-)Thema, das heisst in seiner ganzen Breite, analysiert. Wie die Recherche zur bestehenden kommunikationswissenschaftlichen Forschungslage zeigt (vgl. Kap. 4), wird meist vor einem normativen Hintergrund nach den präventiven und gesundheitsfördernden Möglichkeiten der Medien gefragt. Oder die Gesundheit wird als Teilaspekt eines anderen, ressortspezifischen Themenkontextes untersucht, wobei dies hauptsächlich innerhalb der wissenschaftsjournalistischen Forschung geschieht, da die Medizin als gesundheitsjournalistischer Teilaspekt den Themenschwerpunkt im Wissenschaftsressort darstellt (vgl. Kap. 4.3).
Die thematische Schnittstelle zwischen Wissenschafts- und Gesundheitsjournalismus bildet zusammen mit der fehlenden Institutionalisierung der Gesundheitsberichterstattung in der klassischen Ressortstruktur denn auch den Ausgangspunkt für die Fragestellung der vorliegenden Arbeit, in der ein Zusammenhang zwischen der Berichterstattung zum Querschnittsthema Gesundheit und der Institutionalisierung des Themas Wissenschaft vermutet wird (vgl. Kap. 5).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Gesundheit als "Querschnittsthema" in Tageszeitungen oft keine institutionalisierte Ressortheimat hat und daher stark von der jeweiligen redaktionellen Struktur beeinflusst wird.
2. Gesundheitsjournalismus als Forschungsgegenstand: In diesem Kapitel wird der Begriff Gesundheitsjournalismus definiert und in die zwei Dimensionen wissenschaftskonforme sowie wissenschaftsferne Berichterstattung unterteilt.
3. Journalistische Qualität: Hier werden Qualitätsdimensionen (Objektivität, Vielfalt, Relevanz, Vermittlung) erarbeitet, die als Basis für die Analyse der Berichterstattungsmuster dienen.
4. Stand der Forschung: Es wird dargelegt, dass die bisherige Forschung zu diesem Thema heterogen ist und oft normativen Ansätzen folgt, was die Notwendigkeit für eine deskriptive, inhaltsanalytische Arbeit unterstreicht.
5. Fragestellung: Das Kapitel formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss der Institutionalisierung des Themas Wissenschaft auf die Gesundheitsberichterstattung und leitet entsprechende Hypothesen ab.
6. Methode: Hier werden der Untersuchungsaufbau, die Stichprobenauswahl der Schweizer Tageszeitungen sowie die Vorgehensweise der Inhaltsanalyse detailliert beschrieben.
7. Ergebnisse und Befunde: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der Inhaltsanalyse, aufgeteilt nach allgemeiner Beschreibung des Samples und der Auswertung anhand der Hypothesen.
8. Interpretation der Ergebnisse: Die Befunde werden kritisch mit der Theorie und dem Forschungsstand diskutiert, wobei die Diskrepanzen zwischen Hypothesenfalsifikation und den beobachteten Indizes erläutert werden.
9. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert über die Rolle der Gesundheitsberichterstattung im tagesaktuellen Journalismus.
10. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Quellen aus der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
Gesundheitsjournalismus, Wissenschaftsjournalismus, Querschnittsthema, Inhaltsanalyse, Medienqualität, Wissenschaftsressort, Servicejournalismus, Objektivität, journalistische Qualität, Publikumsforschung, Medienorganisation, Gesundheitskommunikation, Schweiz, Tageszeitungen, Institutionalisierung.
Die Arbeit analysiert die gesundheitsjournalistische Berichterstattung in Schweizer Tageszeitungen und untersucht, ob eine institutionelle Verankerung (ein eigenes Wissenschaftsressort) die Qualität und Art der Berichterstattung beeinflusst.
Die Arbeit behandelt den Gesundheitsjournalismus als Querschnittsthema, Qualitätsmerkmale im Journalismus (wie Objektivität und Vielfalt), die Wissenschaftsberichterstattung sowie die Auswirkungen redaktioneller Strukturen auf die Themenauswahl.
Die Forschungsfrage untersucht, welchen Einfluss verschiedene Formen der Institutionalisierung des Themas Wissenschaft in einer Zeitungsredaktion auf die Art und Weise der Berichterstattung zum Thema Gesundheit haben.
Der Autor verwendet eine standardisierte, quantitative Inhaltsanalyse von 533 Artikeln aus 72 Ausgaben von sechs Schweizer Tageszeitungen im Jahr 2005.
Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung (Konstruktion des Codebuchs), die Durchführung der Inhaltsanalyse, die Darstellung der Ergebnisse (Befunde zur Objektivität, Vielfalt, Relevanz und Vermittlung) sowie die anschließende Interpretation und den Abgleich mit den Hypothesen.
Zentrale Begriffe sind Gesundheitsjournalismus, Wissenschaftsjournalismus, Querschnittsthema, redaktionelle Organisation und journalistische Qualität.
Der Autor gruppiert Zeitungen danach, ob sie über ein institutionalisiertes Wissenschaftsressort verfügen oder nicht, und vergleicht diese Gruppen anhand der vier Qualitätsdimensionen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die meisten Unterhypothesen falsifiziert werden müssen, da die redaktionelle Struktur (Wissenschaftsressort) weniger stark wirkt als vermutet und von anderen Faktoren wie dem Zeitungstyp oder der personellen Ausstattung überlagert wird.
Da Gesundheit keinem festen Ressort zugeordnet ist und in allen Bereichen der Zeitung vorkommt, ist die Abgrenzung und Erfassung der Berichterstattung komplexer als bei rein wissenschaftlichen Themen.
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