Masterarbeit, 2008
55 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Das Konzept der Nutzerorientierung
2.1 Die Begriffe Nutzer, Anbieter und Kunde
2.2 Was bedeutet Nutzerorientierung?
2.3 Nutzerorientierung im Sozial- und Gesundheitswesen
2.4 Argumente für ein nutzerorientiertes Versorgungssystem
2.4.1 Das ethische Argument
2.4.2 Das ökonomische Argument
2.5 Die Nutzerorientierung beim trägerübergreifenden persönlichen Budget
3 Entwicklung, Rechtliche Grundlagen und verwaltungsrelevante Fragestellungen
3.1 Grundlagen des Persönlichen Budgets
3.2 Leistungserbringung und Zuständigkeiten
3.3 Gemeinsame Servicestellen
3.4 Gestaltung des Verwaltungsverfahrens
3.5 Bedarfsfeststellungsverfahren
3.6 Zielvereinbarungen
3.7 Budgetberatung und Budgetunterstützung („Budgetassistenz“)
4 Überprüfung der Nutzerorientierung in den Modellprojekten
4.1 Vorstellung der Modellprojekte
4.1.1 Deutsche Modelle und Erfahrungen
4.1.2 Europäische Modelle und Erfahrungen
4.2 Überprüfung der Nutzerorientierung im Antragsverfahren
4.3 Nutzerorientierung im persönlichen Bereich
4.4 Rechtsfragen im persönlichen Budget in Bezug zur Nutzerorientierung
5 Zusammenfassung - Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich der Paradigmenwechsel von einem defizitorientierten Rehabilitationsmodell hin zu einem nutzerorientierten Ansatz im trägerübergreifenden persönlichen Budget (TPB) gemäß Sozialgesetzbuch IX tatsächlich niedergeschlagen hat und welche Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung bestehen.
2.1 Die Begriffe Nutzer, Anbieter und Kunde
Ein Nutzer ist eine Person, die ein Hilfsmittel oder eine Leistung in Anspruch nimmt oder nehmen möchte zur Erzielung eines Vorteils (eines Nutzens). (Wikipedia, Enzyklopädie, 2008) In Sinne des persönlichen Budgets sind die Nutzer die behinderten Menschen oder von Behinderung bedrohte Menschen. Die Nutzer erhalten Dienst-, Geld- und Sachleistungen.
Anbieter leitet sich von Angebot ab. Im betriebswirtschaftlichen Sinne versteht man darunter eine verbindliche Angabe für potentielle Kunden (Nutzer), unter welchen Bedingungen Waren geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden. (Wikipedia, Enzyklopädie, 2008)
Die Anbieter, die Dienst-, Geld- und Sachleistungen anbieten, sind in diesem Falle zum einen die für das trägerübergreifende persönliche Budget zuständigen Behörden und Versicherungen und zum anderen die Dienstleister, die den Budgetnehmer unterstützen.
1 Einleitung: Darstellung des Paradigmenwechsels in der Behindertenpolitik und Einführung in das trägerübergreifende persönliche Budget (TPB).
2 Das Konzept der Nutzerorientierung: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Nutzer, Anbieter und Kunde sowie Analyse der Bedeutung von Nutzerorientierung im Sozial- und Gesundheitssektor.
3 Entwicklung, Rechtliche Grundlagen und verwaltungsrelevante Fragestellungen: Übersicht der gesetzlichen Rahmenbedingungen, Zuständigkeiten der Leistungsträger und Prozesse zur Leistungserbringung und Zielvereinbarung.
4 Überprüfung der Nutzerorientierung in den Modellprojekten: Empirische Untersuchung der Erfahrungen aus den Modellregionen hinsichtlich Antragsverfahren, Bedarfsfeststellung und Budgetassistenz.
5 Zusammenfassung - Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige Optimierungsschritte für eine bessere Nutzerorientierung.
Persönliches Budget, Trägerübergreifendes Persönliches Budget, Nutzerorientierung, Behindertenpolitik, Rehabilitation, Sozialgesetzbuch IX, Budgetassistenz, Zielvereinbarung, Bedarfsfeststellung, Leistungsträger, Modellprojekte, Teilhabe, Selbstbestimmung, Fallmanagement, Sozialverwaltung.
Die Arbeit analysiert die Umsetzung des trägerübergreifenden persönlichen Budgets (TPB) nach SGB IX unter dem speziellen Fokus, ob und wie die Nutzerorientierung für Menschen mit Behinderung realisiert wird.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen, dem komplexen Verwaltungsverfahren, der Rolle der gemeinsamen Servicestellen sowie der Qualität der Budgetassistenz.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob der politisch geforderte Paradigmenwechsel zum nutzerorientierten Behindert-Sein tatsächlich im Alltag des persönlichen Budgets ankommt.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung von Fachliteratur, Berichten der wissenschaftlichen Begleitforschung zu Modellprojekten und Analysen gesetzlicher Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Konzepts der Nutzerorientierung sowie eine detaillierte Prüfung von Praxisbeispielen und rechtlichen Fragestellungen der Modellprojekte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Persönliches Budget, Nutzerorientierung, SGB IX, Teilhabe und Budgetassistenz definiert.
Der Autor konstatiert, dass die Servicestellen ihre Aufgabe oft nur unzureichend wahrnehmen, da sie häufig unterbesetzt oder fachlich (insb. pädagogisch) nicht hinreichend auf die komplexe Struktur des TPBs vorbereitet sind.
Die Budgetassistenz ist essenziell für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, wird jedoch in den Modellprojekten bisher kaum finanziell vergütet, was die Last auf ehrenamtliche Betreuer und Angehörige verschiebt.
Es besteht häufig eine Interessenkollision: Der Leistungsträger berät den Budgetnehmer und steht gleichzeitig auf der Seite des Vertragspartners, was zu einem Wissensnachteil beim Nutzer führen kann.
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