Fachbuch, 2014
133 Seiten
1 Inside the mysterious Wollknäuel
1.1 Selbst und Selbst-Bewusstsein
1.2 Implizite Gedächtnisinhalte
1.2.1 Implizites Gedächtnis
1.2.2 Implizites Wissen
1.2.3 Implizite Einstellungen
1.3 Implizites Wissen bergen
1.4 Veränderungen: Von implizit zu explizit zu implizit
2 Black Box Intuition
2.1 Intuition – eine Definition
2.2 Erfahrungsbasierte Intuition
2.3 Instinkt und Notfallprogramme
2.4 Intuition und Vor-Urteile
2.5 Intuition als Prozess
2.5.1 Der erste und der zweite Eindruck
2.5.2 Der Faktor Zeit
2.6 Systemische Intuition
2.6.1 Intuition und Systemische Intuition
2.6.2 Das Erkennen von Mustern
2.7 Intuition und Therapie
3 Das Zusammenspiel von Körper und Geist
3.1 Kopf und Bauch
3.1.1 Verschiedene Gehirnzentren - verschiedene Aufgaben
3.1.2 Wie im Gehirn Emotionen entstehen
3.2 Gehirnforschung und Wachstum
4 Implizite Prozesse
4.1 Implizite Prozessketten
4.1.1 Vorteile impliziter Prozessketten
4.1.2 Nachteile impliziter Prozessketten
4.2 Die Fortsetzungsordnung im Focusing
4.3 Der organismische Plan
4.4 Veränderung von Prozessketten
4.6 Prozesse vertiefen oder vorantreiben
5 Mentale Simulationen
6 Mit Spiegelneuronen in das Gehirn des Klienten blicken
6.1 Empathiefähigkeit
6.2 Eine Theorie of Mind
6.3 Motive und Absichten
6.3.1 Unser Dominanz-System
6.3.2 Unser Stimulanz-System
6.3.3 Unser Ausgleich-System
7 Die Rolle von Stress in therapeutischen Settings
7.1 Stressreaktionen in der Therapie
7.2 Das Prinzip der Homöodynamik
7.3 Mit Freiraum kontrollierbare Stressreaktionen unterstützen
7.4 Hypnosystemische Konzepte
7.4 Vom Umgang mit emotionalen Ausrutschern
7.5 Fazit für Therapeuten und Klienten
8 Von allen Sinnen? Mit allen Sinnen!
8.1 Die Wahrnehmung als Tor zu emotionalen Prozessen
8.2 Bilder und Symbole als Tore zum Unbewussten
9 Was unser Körper uns sagt
9.1 Wie somatische Marker entstehen
9.2 Somatische Marker als intuitive Zeichen unseres Körpers
9.3 Embodiment und Körperphänomene
9.3.1 Körperphänomene vor und nach einer Entscheidung
9.3.2 Markieren und umdenken
9.4 Körper-Sprichwörter
10 Gefühlsmanagement
10.1 Entstehung und Sinn von Gefühlen
10.2 Primäre Gefühle
10.2.1 Angst und Furcht
10.2.2 Wut und Zorn
10.2.3 Die ganze Welt der Freude
10.3 Soziale Gefühle
10.4 Logik der Gefühle
10.5 Die Logik der Gefühle als Theorie of Mind
11 Warum es im Focusing so wenige Methoden gibt
Das Buch untersucht die Integration neurobiologischer Erkenntnisse in therapeutische Prozesse, insbesondere in die Methode des Focusing, um unbewusste implizite Einstellungen und Muster durch Bewusstmachung für Klienten veränderbar zu machen.
1.1 Selbst und Selbst-Bewusstsein
Bewusstes und Unbewusstes spielen in vielen Therapien eine große Rolle. Was tun wir oft unbewusst, obwohl wir es nicht wollen? Wir leiten uns Emotionen und Motive, ohne dass wir davon Notiz nehmen? Und wie kann ein Therapeut das Bewusstsein des Klienten so 'instruieren' oder zumindest zugänglich machen, dass er die Kontrolle über seine eigenen Handlungen (wieder) erlangt?
In der Neurobiologie heißt es: Uns wird etwas bewusst, wenn es wichtig genug und neu ist, sodass wir Handlungsprogramme benötigen, über die wir noch nicht verfügen.
Dass vieles unbewusst bleibt, obwohl wir uns damit beschäftigen könnten, könnte jedoch an den mangelnden Bereitschaft oder Fähigkeit liegen, sich damit auseinander zu setzen. Das Gehirn ergreift der Verdrängung, um den Weg zu gehen, den es schon tausendmal gegangen ist. Auch wenn die Ergebnisse offensichtlich nicht zufriedenstellend sind, laufen Prozesse immer wieder automatisch ab, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Das Gehirn greift nur zu gern auf Routinen zurück, die es kennt.
Sollte der Organismus jedoch genügend Handlungsdruck verspüren, eine neue Situation zu meistern, wird das Bewusstsein eingeschaltet. So werden unbewusst Bedrohungen abgewehrt, während sich unser Bewusstsein um die Weiterentwicklung unseres Handlungsrepertoires kümmert. Dabei stellt sich Frage: Können wir uns nur weiterentwickeln, wenn uns innere Prozesse bewusst sind?
1 Inside the mysterious Wollknäuel: Einführung in die Grundlagen des Bewusstseins und die Bedeutung impliziter Gedächtnisinhalte für das menschliche Verhalten.
2 Black Box Intuition: Analyse der Intuition als wertvolle Ressource, die auf Erfahrungen basiert und bei Entscheidungsprozessen eine zentrale Rolle spielt.
3 Das Zusammenspiel von Körper und Geist: Erläuterung der neurobiologischen Grundlagen, wie Ratio und Emotionen zusammenarbeiten und das Gehirn durch neue Erfahrungen wachsen kann.
4 Implizite Prozesse: Untersuchung der Funktionsweise von automatisierten Prozessketten und wie diese durch gezielte therapeutische Arbeit aktualisiert werden können.
5 Mentale Simulationen: Erörterung der Bedeutung mentaler Vorwegnahmen zur Aktivierung von Ressourcen und zur Bewältigung künftiger Situationen.
6 Mit Spiegelneuronen in das Gehirn des Klienten blicken: Darstellung der Rolle von Resonanzphänomenen und Empathie für das tiefere Verständnis des Klienten.
7 Die Rolle von Stress in therapeutischen Settings: Analyse von Stressreaktionen und Wegen zur Aufrechterhaltung einer guten Stress-Balance im therapeutischen Kontext.
8 Von allen Sinnen? Mit allen Sinnen!: Beschreibung der Sinne als Zugangstor zu unbewussten Prozessen und Nutzung von Metaphern.
9 Was unser Körper uns sagt: Fokus auf somatische Marker als intuitive Zeichen und die Bedeutung körperlicher Haltungen.
10 Gefühlsmanagement: Systematische Betrachtung der Entstehung und Logik von primären und sozialen Gefühlen.
11 Warum es im Focusing so wenige Methoden gibt: Abschlussbetrachtung über das Wesen von Focusing als einladende Haltung statt rein instrumenteller Methodik.
Focusing, Intuition, Neurobiologie, Implizites Gedächtnis, Somatische Marker, Embodiment, Spiegelneuronen, Homöodynamik, Mentale Simulation, Prozessketten, Bewusstseinsstufen, Psychotherapie, Handlungssteuerung, Selbst-Bewusstsein, Emotionsregulation
Es thematisiert die neurobiologischen Hintergründe therapeutischer Prozesse und verbindet Focusing mit Erkenntnissen der Gehirnforschung.
Zentrale Felder sind Intuition, das Zusammenspiel von Körper und Geist, die Dynamik unbewusster Prozesse und die therapeutische Arbeit mit Gefühlen.
Das Ziel ist es, Therapeuten und Beratern zu helfen, die oft unbewusst ablaufenden Prozesse ihrer Klienten durch neurobiologisch fundierte Ansätze sichtbar und bearbeitbar zu machen.
Das Buch stützt sich auf Erkenntnisse der modernen Neurobiologie (z.B. von Antonio Damasio, Gerald Hüther, Joseph Ledoux) und verknüpft diese mit der humanistischen Tradition des Focusing nach Eugene Gendlin.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse impliziter Gedächtnisinhalte, die Funktionsweise von Intuition, die Bedeutung von Körperphänomenen (somatische Marker) und das Management emotionaler Prozesse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Focusing, Intuition, Implizites Wissen, somatische Marker und neurobiologische Integration.
Es erklärt, warum Verhaltensmuster oft automatisch und unbewusst ablaufen und warum reine Einsicht oft nicht ausreicht, um diese zu verändern.
Somatische Marker sind körperliche Signale, die uns intuitive Hinweise auf die Stimmigkeit von Entscheidungen oder die Relevanz einer Situation geben.
Der "Freiraum" ermöglicht es dem Klienten, den nötigen Abstand zu stressbelasteten Themen zu gewinnen, um sie anschließend aus einer neutraleren oder ressourcenorientierten Position neu bewerten zu können.
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