Masterarbeit, 2008
110 Seiten, Note: 2,9
1. Grundlegung
1.1. Einleitung
1.2. Problemstellung
1.3. Gang der Untersuchung/Methode
2. Entwicklung des Films in Peru
2.1. Stummfilmzeit (1897-1936)
2.2. Die Einführung des Tons und der Farbe (1934 – 1955)
2.3. Cine Club Cuzco oder La Escuela del Cuzco
2.4. Spielfilmproduktion ab 1965
2.5. Das Filmförderungsgesetz von 1973 und seine Auswirkungen
2.6. Grupo Chaski-die 1980er
2.7. Die 1990er und die Frauenfilmgruppe Warmi
2.8. Filmverleih in Peru
3. Francisco Lombardi
3.1. Biografie
3.2. Arbeitsweise
4. Werke
4.1. Filmografie
4.2. Adaptionen
4.2.1. Maruja en el infierno
4.2.2. La ciudad y los perros
4.2.3. Caídos del cielo
4.2.4. Sin compasión
4.2.5. No se lo digas a nadie
4.2.6. Tinta roja
4.2.7. Pantaleón y las visitadoras
4.2.8. Mariposa negra
4.3. Fiktionale Werke
4.3.1. Muerte al amanecer
4.3.2. Cuentos Inmorales
4.3.3. Muerte de un magnate
4.3.4. La boca del lobo
4.3.5. Puerto Verde
4.3.6. Bajo la piel
4.3.7. Ojos que no ven
4.4. Rolle der Indigenen in Lombardis Werken
5. Resümee
Die vorliegende Arbeit analysiert das Lebenswerk des peruanischen Regisseurs Francisco Lombardi. Dabei steht die Untersuchung der filmischen Adaptionen literarischer Vorlagen im Zentrum, ergänzt durch eine kritische Betrachtung des Vorkommens indigener Bevölkerungsteile in seinen Werken sowie der allgemeinen Filmentwicklung in Peru.
4.2.2. La ciudad y los perros
Nach seinem hochgelobten Start in die Spielfilmproduktion mit Muerte al amanecer wurden die drei nachfolgenden Werke Los amigos, eine Episode des Spielfilms Cuentos Inmorales, Muerte de un magnate und Maruja en el infierno mit weitaus weniger Lob bedacht. Doch mit La ciudad y los perros (Die Stadt und die Hunde) schuf Lombardi seinen bis heute erfolgreichsten Film, der sowohl von Kritikern als auch von Zuschauern hochgelobt wurde. La ciudad y los perros nach der gleichnamigen Romanvorlage von Mario Vargas Llosa wurde 1985 gedreht und wird als einer seiner wertvollsten Filme bezeichnet. Hauptsächlich dreht sich die Handlung des Filmes um ein Militärinternat und die dort, besonders zwischen Auszubildenden und Ausbildern, entstehenden Spannungen.
Der Kadett Alberto Fernández, genannt „der Poet“ tritt dem Militärkolleg Limas bei und muss dort zuerst an entwürdigenden Initiationsriten teilnehmen. Im Schlafsaal formiert sich eine furchteinflößende Gruppe um einen Kadetten, der „der Jaguar“ genannt wird. Dieser übt eine brutale Macht auf seine Kameraden aus, stiehlt Examensfragen und dealt mit begehrten Konsumgütern wie Zigaretten. Der Kadett Arana, ein eher schwacher Charakter, von den anderen „der Sklave“ genannt, meldet die Machenschaften der Gruppe. Kurze Zeit später stirbt er unter mysteriösen Umständen während eines Schießmanövers. Alberto ist überzeugt, dass der Tod des „Sklaven“ kein Zufall war und dass der „Jaguar“ etwas damit zu tun hat. Oberleutnant Gamboa kommt im Konflikt mit seinen Vorgesetzten, die eine Untersuchung verhindern wollen, da diese das „gute Funktionieren“ der Militärschule stören könnte. Alberto ist erschütterter Zeuge all dieser Ereignisse.
1. Grundlegung: Einleitung in das Thema, Darstellung der Problemstellung und Erläuterung der Untersuchungsmethode.
2. Entwicklung des Films in Peru: Überblick über die historische Filmentwicklung, technische Grundlagen und den Einfluss politischer Umstände von der Stummfilmzeit bis in die 1990er Jahre.
3. Francisco Lombardi: Biografie und Arbeitsweise des Regisseurs im Kontext der peruanischen Produktionsbedingungen.
4. Werke: Detaillierte Analyse der Filmografie, unterteilt in Adaptionen und fiktionale Werke, sowie eine Untersuchung zur Rolle der Indigenen.
5. Resümee: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse bezüglich der filmischen Arbeit Lombardis und ein Ausblick.
Francisco Lombardi, peruanischer Film, Literaturverfilmung, Indigene Bevölkerung, Militärinternat, soziale Realität, Cine Club Cuzco, Grupo Chaski, Warmi, Filmanalyse, Adaption, Sendero Luminoso, politische Geschichte, Filmproduktion, kulturelle Identität.
Die Arbeit untersucht das Gesamtwerk des peruanischen Regisseurs Francisco Lombardi und beleuchtet dabei insbesondere das Verhältnis zwischen Film und Literatur sowie die soziale und politische Rolle der indigenen Bevölkerung in Peru.
Im Zentrum stehen die Entwicklung des peruanischen Films, die Arbeitsweise Lombardis sowie die detaillierte Analyse seiner Spielfilme, wobei gesellschaftskritische Themen wie Gewalt, Korruption und soziale Ausgrenzung dominieren.
Das Ziel ist es, Lombardis Position zwischen den Einflüssen der Literaturadaption und der Darstellung der indigenen Bewegung in Peru zu bestimmen und seine filmische Auseinandersetzung mit der peruanischen Realität zu evaluieren.
Die Arbeit basiert auf einer filmwissenschaftlichen und historisch-kontextuellen Analyse, wobei sowohl Literaturvergleiche als auch die Auswertung von Kritiken und Produktionsbedingungen genutzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der peruanischen Filmgeschichte sowie in eine umfassende Einzelanalyse der Spielfilme von Francisco Lombardi, unterteilt in Adaptionen und freie fiktionale Werke.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe peruanischer Film, Literaturverfilmung, soziale Realität, politische Geschichte und Francisco Lombardi charakterisieren.
Lombardi greift häufig auf erfolgreiche Romane zurück, da dies laut seiner Aussage die Finanzierung seiner Filmprojekte innerhalb des schwierigen peruanischen Marktes erleichtert.
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Indigene in Lombardis Werken meist eine untergeordnete Rolle spielen, oft als "schmückendes Beiwerk" oder als Mittel zur Charakterisierung der Protagonisten dienen, anstatt ihre Lebensweise umfassend zu thematisieren.
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