Diplomarbeit, 2006
167 Seiten, Note: 1,0
1 ZIELSTELLUNG UND BEARBEITUNGSMETHODIK
2 MARKTSEGMENTIERUNG ALS ELEMENT DES TOURISMUSMARKETINGS
2.1 TOURISMUSMARKETING
2.1.1 Begriffsherleitung, Einordnung und Besonderheiten
2.1.2 Konzeptionelle Elemente
2.2 MARKTSEGMENTIERUNG
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Segmentierungskriterien
2.2.3 Alter als Segmentierungskriterium
2.2.4 Segmentspezifische Marktbearbeitung
2.3 TOURISTENTYPOLOGISIERUNG ALS SEGMENTIERUNGSANSATZ
2.3.1 Definition und Formen von Touristentypologien
2.3.2 Konstruktion von Touristentypologien
2.4 ZUSAMMENFASSUNG
3 NACHFRAGESEGMENT „BEST AGER“ IN DEUTSCHLAND
3.1 METHODE UND KRITERIEN DER ANALYSE
3.2 ABGRENZUNG SENIORENMARKT
3.3 BEGRIFF „BEST AGER“
3.4 DEMOGRAPHISCHE BEDEUTUNG DER „BEST AGER“
3.5 SOZIODEMOGRAPHISCHE MERKMALE
3.5.1 Haushaltsgröße
3.5.2 Bildung
3.5.3 Erwerbsstatus
3.5.4 Finanzielle Situation
3.5.5 Gesundheitszustand
3.6 PSYCHOGRAPHISCHE MERKMALE
3.7 VERHALTENSBESTIMMTE MERKMALE
3.7.1 Konsumverhalten
3.7.2 Kaufverhalten
3.7.3 Mediennutzung
3.8 MERKMALE DES REISEVERHALTENS
3.8.1 Vorüberlegungen
3.8.2 Reiseintensität, -dauer und -begleitung
3.8.3 Reiseziele
3.8.4 Organisationsformen und Beherbergungsarten
3.8.5 Reiseausgaben
3.8.6 Reisemotive und Reisearten
3.9 TYPOLOGIEN DES „BEST AGER“-SEGMENTES
3.10 ZUSAMMENFASSUNG
4 GÄSTESEGMENT „BEST AGER“ DER DESTINATION MECKLENBURG-VORPOMMERN
4.1 KURZCHARAKTERISTIK DER DESTINATION MECKLENBURG-VORPOMMERN
4.1.1 Nachfragesituation
4.1.2 Angebotssituation
4.1.3 Schwerpunkte des Destinationsmarketings
4.2 GÄSTESEGMENT „BEST AGER“
4.2.1 Methode und Kriterien der Analyse
4.2.2 Segmentabgrenzung
4.2.3 Soziodemographische Merkmale
4.2.4 Merkmale des Reiseverhaltens
4.2.5 Ansatz einer Typologisierung des „Best Ager“-Gästesegmentes
4.3 ZUSAMMENFASSUNG
5 „BEST AGER“-MARKETING-KONZEPTION FÜR DIE DESTINATION MECKLENBURG-VORPOMMERN
5.1 METHODIK DER KONZEPTIONSERSTELLUNG
5.2 VERGLEICHENDE WERTUNG VON BUNDES- UND DESTINATIONSEBENE
5.3 VORSCHLAG UND BEGRÜNDUNG DER „BEST AGER“-MARKETING-KONZEPTION
5.3.1 Marketingziele
5.3.2 Marketingstrategien
5.3.3 Marketinginstrumente
5.4 ZUSAMMENFASSENDES MODELL DER „BEST AGER“-MARKETING-KONZEPTION
Die Arbeit untersucht das Nachfragesegment der „Best Ager“ (50- bis 64-Jährige) in Deutschland, um dieses mittels Methoden der Marketinglehre vom Seniorenmarkt abzugrenzen und ein differenziertes Profil unter sozioökonomischen, psychographischen und verhaltensorientierten Aspekten zu erstellen. Ziel ist die Entwicklung einer gezielten Marketing-Konzeption für die Destination Mecklenburg-Vorpommern, um diese Altersgruppe als Wachstumssegment zu erschließen und Wettbewerbsvorteile zu generieren.
3.3 Begriff „Best Ager“
Der vom Marketing geprägte Begriff „Best Ager“ kennzeichnet die neue Generation der „Jungen Alten“ und kann aus dem Englischen übersetzt werden mit „Menschen im besten Alter“. Der Begriff geht auf eine Initiative unter dem Namen „Best Age Marketing" des Heinrich Bauer Verlages zurück. Diese Initiative sollte den Umgang mit der neuen Zielgruppe aus Sicht des Marketings erleichtern, in dem das positive Lebensgefühl der Älteren visualisiert wird, ohne Begriffe wie „Ältere“ oder „Senioren“ zu verwenden. Altersstereotype von alten, gebrechlichen Menschen sollten abgebaut werden.
Neben dem Begriff der „Best Ager“ sind eine Vielzahl weiterer englischer Begriffsneubildungen zu finden, die mehr oder weniger sinnvoll und unstrukturiert verwandt werden. Sie sind Ausdruck für die Unklarheit über diese Zielgruppe, die aus Sicht der Werber besteht (z. B. „Golden Oldies“, „Woopies - Well off older people“, „Selpies - Second life people“, „Silver Ager“). So wird auch teilweise der Begriff „Best Ager“ zusammen mit derartigen Neuschöpfungen aufgelistet. ROSENSTIEL kritisiert im Speziellen die Unwahrhaftigkeit des Begriffes „Best-Ager-Generation“, da die meisten Menschen rückblickend die Zeit zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr als die beste Phase ihres Lebens bezeichnen. Obgleich ist festzustellen, dass die Verwendungshäufigkeit und Bedeutung des Begriffes „Best Ager“ im Marketing nach und nach zunimmt, erkennbar an gleichnamigen Symposien, Messen sowie Publikationen.
1 ZIELSTELLUNG UND BEARBEITUNGSMETHODIK: Einleitung und Definition des Untersuchungsgegenstandes sowie der methodischen Vorgehensweise bei der Analyse des Best-Ager-Segments.
2 MARKTSEGMENTIERUNG ALS ELEMENT DES TOURISMUSMARKETINGS: Theoretische Herleitung der Marketing-Konzeption, der Marktsegmentierung und der Touristentypologisierung als Grundlagen für die touristische Marktbearbeitung.
3 NACHFRAGESEGMENT „BEST AGER“ IN DEUTSCHLAND: Detaillierte Analyse und Abgrenzung des Best-Ager-Segments auf Bundesebene anhand sozio-demographischer, psychographischer und verhaltensorientierter Kriterien.
4 GÄSTESEGMENT „BEST AGER“ DER DESTINATION MECKLENBURG-VORPOMMERN: Übertragung der theoretischen Analysen auf die spezifischen Daten und das Gästeaufkommen der Destination Mecklenburg-Vorpommern.
5 „BEST AGER“-MARKETING-KONZEPTION FÜR DIE DESTINATION MECKLENBURG-VORPOMMERN: Entwicklung einer konkreten Marketing-Konzeption für Mecklenburg-Vorpommern basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen und einem zielgruppenspezifischen Marketing-Mix.
Best Ager, Tourismusmarketing, Marktsegmentierung, Seniorenmarkt, Mecklenburg-Vorpommern, Reiseverhalten, Destination Management, Marketing-Konzeption, demographischer Wandel, Zielgruppenanalyse, Konsumverhalten, Touristentypologien, Kaufkraft, Servicequalität, Destinationsmarketing
Die Diplomarbeit widmet sich dem touristischen Potenzial der Zielgruppe der „Best Ager“ (50 bis 64 Jahre) und entwickelt eine Marketing-Konzeption, um diese für die Destination Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich zu adressieren.
Die Schwerpunkte liegen auf dem modernen Tourismusmarketing, der Marktsegmentierung nach sozioökonomischen und psychographischen Kriterien sowie der spezifischen Analyse des Reise- und Buchungsverhaltens älterer, aktiver Zielgruppen.
Das Ziel ist die Erstellung einer schlüssigen Marketing-Konzeption für Mecklenburg-Vorpommern, die durch eine präzise Segmentierung der „Best Ager“ Wettbewerbsvorteile auf einem gesättigten Reisemarkt sichern soll.
Es werden Literaturanalysen, die Auswertung von Sekundärdaten (z. B. Reiseanalyse, Mikrozensus) sowie empirische Daten aus Gästebefragungen verwendet, ergänzt durch statistische Methoden wie die Clusteranalyse zur Typenbildung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Segmentierung, die umfangreiche Analyse des Nachfragesegments auf Bundesebene und die fallbezogene Untersuchung der Best-Ager-Gäste in Mecklenburg-Vorpommern.
Zentrale Begriffe sind Best Ager, Tourismusmarketing, Marktsegmentierung, Mecklenburg-Vorpommern, Destinationsmarketing und Reiseverhalten.
Der Begriff dient der positiven Abgrenzung von Altersstereotypen und zielt auf die „Generation 50+“ ab, die sich selbst oft nicht als „alt“ oder „Senior“ wahrnimmt, sondern aktiv und konsumfreudig ist.
Die Arbeit zeigt, dass „Best Ager“ ein hohes Bedürfnis nach Qualität, Komfort und authentischen Erlebnissen haben, was häufig zu einer Präferenz für Auslandsreisen oder gehobene Unterkünfte führt, die jedoch im Einklang mit einem Sicherheitsbedürfnis stehen.
Die Region ist bereits ein starkes inländisches Reiseziel für diese Gruppe, wobei die Arbeit Potenziale aufzeigt, durch gezielte Marketingmaßnahmen wie Baukastensysteme oder eine stärkere Qualitätsoffensive in der Gastronomie noch besser auf die hohen Qualitätsansprüche der Gäste einzugehen.
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