Diplomarbeit, 2008
177 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Das Trägerübergreifende Persönliche Budget
2.1. Leistungsberechtigter – Leistungsträger – Leistungserbringer
2.1.1. Der veränderte Rechtsanspruch
2.1.2. Das veränderte Leistungsdreieck
2.1.3. Die Leistungsberechtigten
2.1.4. Budgetfähige Leistungen
2.1.5. Die Leistungsträger
2.1.6. Die Sonderstellung der Pflegekassen
2.2. Die Zielsetzung
2.2.1. Selbstbestimmung vs. Kosteneinsparung
2.2.2. Zum Misstrauen der Kritiker gegenüber der gesetzlich verankerten Zielsetzung
2.2.3. Voraussetzungen zur Erreichung des Ziels der erhöhten Selbstbestimmung
2.3. Der Weg vom Antrag bis zum Bescheid
2.3.1. Der Antrag
2.3.2. Das Bedarfsfeststellungsverfahren
2.3.3. Die Zielvereinbarung
2.3.4. Der Bewilligungsbescheid
2.4. Die Budgetassistenz
2.4.1. Budgetberatung
2.4.2. Budgetunterstützung
2.4.3. Die Budgetassistenz und rechtliche Betreuung
2.4.4. Die Finanzierung der Budgetassistenz
3. Peer Counseling
3.1. Peer Counseling – Die Definition
3.2. Peer Counseling – Die Geschichte
3.2.1. Die Independent Living Bewegung
3.2.2. Die Selbstbestimmt Leben Bewegung
3.2.3. Die Self Advocacy Bewegung
3.2.4. Disabilitiy Studies
3.3. Peer Counselor – Die Ausbildung
3.4. Peer Counseling und Soziale Arbeit
3.4.1. Peer Counseling und Beratung
3.4.1.1. Peer Counseling und die Klientenzentrierte Gesprächsführung
3.4.2. Die Abgrenzung von Peer Counselorn und Dipl. Sozpäd./-arbeitern
3.5. Peer Counseling als Beratungsangebot für Budgetberechtigte
4. Interviews mit Peer Counselorn
4.1. Vorbereitung der Interviews
4.1.1. Suche der Interviewpartner
4.1.2. Wahl der Methode
4.2. Durchführung der Interviews
4.3. Analyse der Interviews
4.3.1. Aussagen zu Voraussetzungen, durch die das Trägerübergreifende Persönliche Budget zu mehr Selbstbestimmung führen kann
4.3.1.1. Bedarfsdeckung
4.3.1.2. Das Integrierte Budget
4.3.1.3. Entbürokratisierung
4.3.1.4. Zweckgebundenheit
4.3.1.5. Öffentlichkeitsarbeit
4.1.3.6. Motivation
4.3.2. Aussagen zum Beratungsangebot für Budgetberechtigte
4.3.2.1. Verantwortung des Budgetberechtigten
4.3.2.2. Zielgruppe
4.3.2.3. Umfang
4.3.2.4. Finanzierung
4.3.3. Aussagen zu Peer Counseling als Beratungsangebot für Budgetberechtigte
4.3.3.1. Parteilichkeit
4.3.3.2. Niedrigschwelligkeit
4.3.3.3. Qualifikation
4.3.3.4. Eigene Betroffenheit
5. Diskussion und Schlussfolgerungen
6. Zusammenfassung
7. Quellenverzeichnis
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit das "Trägerübergreifende Persönliche Budget" (TPB) tatsächlich zu mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung führen kann und welche Rolle "Peer Counseling" als unterstützendes Beratungsangebot dabei spielt. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob und in welchem Umfang behinderte Menschen Beratung und Unterstützung benötigen, um die neue Leistungsform effektiv für sich zu nutzen.
3.1. Peer Counseling – Die Definition
Der aus den Wörtern „Peer“ und „Counseling“ zusammengesetzte Begriff bedeutet Beratung („Counseling“) für „Peers“. „Peers“ sind abhängig von spezifischen Umständen, Personen, die ähnliche Lebenserfahrungen teilen. Häufig haben sie den gleichen Rang und Status. Dazu zählen z.B. situationsabhängige „Peers“ wie Schüler derselben Schule. In diesem Zusammenhang wird „Peers“ häufig synonym für Gleichaltrige verwendet. Geschlecht, kulturelle Herkunft, etc. definieren ebenfalls „Peers“ (Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V., 1994, 30).
Im Zusammenhang dieser Diplomarbeit bezieht sich „Peer“ auf Menschen mit Behinderung. „Peer Counseling umschreibt die Beratung von Ratsuchenden durch ähnlich Betroffene und findet in den Zentren für selbstbestimmtes Leben seine Anwendung, indem behinderte BeraterInnen behinderte Ratsuchende unterstützen und beraten“ (Miles-Paul, 2006, 39). Der Peer Counselor löst nicht die Probleme des anderen (Peer Counslee), sondern erforscht Möglichkeiten und Ressourcen des zu Beratenden um Hilfestellung für Problemlösungen zu geben. Er ist in der Lage von eigenen Erfahrungen zu berichten (Vgl. Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V., 1994, 30).
1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Relevanz des Persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderung und die Zielsetzung der Arbeit.
2. Das Trägerübergreifende Persönliche Budget: Detaillierte Darstellung des Rechtsanspruchs, des veränderten Leistungsdreiecks und der Herausforderungen für Leistungsträger sowie Betroffene.
3. Peer Counseling: Definition und geschichtliche Entwicklung des Peer Counselings sowie dessen Einordnung als Beratungsangebot für Budgetberechtigte.
4. Interviews mit Peer Counselorn: Qualitative Auswertung von Experteninterviews zur Praxis der Budgetberatung und den Voraussetzungen für gelungene Selbstbestimmung.
5. Diskussion und Schlussfolgerungen: Synthese der theoretischen Erkenntnisse mit den praktischen Erfahrungen aus den Interviews und Beantwortung der Forschungsfrage.
6. Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der Kernthesen und Ergebnisse der gesamten Arbeit.
7. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Rechtsgrundlagen.
Trägerübergreifendes Persönliches Budget, TPB, Peer Counseling, Selbstbestimmung, Behinderung, Budgetassistenz, Beratung, Unterstützung, Budgetberechtigte, Sozialgesetzbuch, Teilhabe, Empowerment, Leistungsdreieck, Integriertes Budget, Behindertenhilfe.
Die Arbeit untersucht das "Trägerübergreifende Persönliche Budget" (TPB) und die Frage, inwieweit "Peer Counseling" ein geeignetes Beratungsangebot ist, um Menschen mit Behinderung bei der Inanspruchnahme dieses Budgets zu unterstützen.
Die Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen des TPB, die Rolle des Beratungsbedarfs durch die Übernahme von Eigenverantwortung der Betroffenen sowie die Bedeutung von Peer Counseling als eine auf Selbsterfahrung basierende Beratungsform.
Ziel ist es zu beurteilen, ob und in welchem Umfang Beratung und Unterstützung für Budgetberechtigte notwendig sind und inwieweit Peer Counseling diese Rolle erfolgreich ausfüllen kann.
Es wurde eine qualitative Untersuchung mittels problemzentrierter Interviews mit sechs Peer Counselorn durchgeführt, um praktische Erfahrungen mit der theoretischen Gesetzeslage abzugleichen.
Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen für mehr Selbstbestimmung beim TPB, beschreibt die Budgetassistenz als notwendige Unterstützung und diskutiert die Rolle des Peer Counselings in der Beratungspraxis inklusive der Finanzierungsfragen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Trägerübergreifendes Persönliches Budget (TPB), Selbstbestimmung, Peer Counseling, Behinderung, Budgetassistenz und Teilhabe.
Peer Counseling ist aufgrund der Parteilichkeit und Niedrigschwelligkeit sowie der Tatsache, dass behinderte Berater durch ihre eigene Betroffenheit als Vorbild dienen und auf Augenhöhe agieren können, als besonders geeignet eingestuft.
Das Integrierte Budget wird als ein Ansatz diskutiert, der die Lücke zwischen verschiedenen Leistungsträgern (wie Pflegekassen und Sozialhilfe) schließen soll, um den administrativen Aufwand für Betroffene zu reduzieren.
Die Finanzierung ist ein kritischer Punkt, da sie aktuell oft unzureichend geregelt ist. Die Arbeit plädiert dafür, dass Beratungskosten als zusätzlicher Bestandteil in Zielvereinbarungen integriert werden sollten, statt den Betroffenen zu belasten.
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