Diplomarbeit, 2008
96 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Vorgehensweise
2 Franchising und seine Erscheinungsformen in der Konsumgüterwirtschaft
2.1 Grundlagen zum Franchising und Franchisesystemen
2.1.1 Begriffe Franchise, Franchising und Franchisesysteme
2.1.2 Wesensbestimmende Merkmale des Franchising
2.1.3 Verschiedene Typologisierungsansätze des Franchising
2.1.4 Grundstruktur von Franchisesystemen
2.1.5 Entwicklung und heutige Bedeutung des Franchising
2.2 Franchisesysteme in der Konsumgüterwirtschaft
2.2.1 Begriffe Konsumgut und Konsumgüterwirtschaft
2.2.2 Unterscheidung in hersteller- und handelsgeführte Franchisesysteme in der Konsumgüterwirtschaft
2.2.3 Ausgewählte Herausforderungen von Franchisesystemen in der Konsumgüterwirtschaft
2.3 Zusammenfassung
3 Grundlagen des Controllings von Kooperationen
3.1 Begriff des Controllings
3.2 Einordnung des Controllingsystems in das Systemgefüge des Unternehmens
3.2.1 Struktur des Gesamtsystems Unternehmen und Unterteilung in Führungs- und Leistungssystem
3.2.2 Controllingsystem als Teil des Führungssystems
3.3 Struktur des Controllings in Kooperationen
3.3.1 Bestimmung und Eingrenzung des Kooperationsbegriffs
3.3.2 Grundzüge des Kooperationsmanagement
3.3.3 Grundzüge des Kooperationscontrollings
3.4 Zusammenfassung und Begründung der Notwendigkeit einer Kooperationscontrollingkonzeption für Franchisesysteme
4 Gestaltungsmöglichkeiten einer Controllingkonzeption in Franchisesystemen der Konsumgüterwirtschaft anhand von entwicklungsphasenorientierten Modellen
4.1 Anforderungen und Aufgabenbereiche von Controllingkonzeptionen in Franchisesystemen der Konsumgüterwirtschaft
4.2 Controllingkonzeptionen in Franchisesystemen der Konsumgüterwirtschaft als kontextspezifische Kombinationsaufgabe
4.2.1 Idee der Gestaltung unternehmensindividueller Controllingkonzepte nach dem Baukastenprinzip
4.2.2 Mögliche Gestaltungsansätze einer Controllingkonzeption des Franchising nach Ahlert
4.2.3 Weitere ausgewählte Gestaltungsebenen einer Controllingkonzeption des Franchising
4.3 Controllingkonzeptionen in Franchisesystemen der Konsumgüterwirtschaft als phasenabhängige Gestaltungsaufgabe
4.3.1 Zeitlich inkonsistentes Verhalten der Franchisenehmer und daraus resultierende Ansprüche an eine Konzeption des Franchisecontrollings
4.3.2 Zeitlich inkonsistente organisationale Bedingungen in Franchisesystemen und daraus resultierende Ansprüche an eine Konzeption des Franchisecontrollings
4.3.3 Gesamtbetrachtung der Entwicklungsphasenmodelle der Franchisenehmer und des Franchisesystems als Ganzes
4.4 Zusammenfassung
5 Ausgewählte strategische Controllinginstrumente in Franchisesystemen
5.1 Balanced Scorecard und deren Modifikationen in Franchisesystemen
5.2 Betriebsvergleich und Benchmarking bei Franchisesystemen
5.3 Zusammenfassung
6. Schlussbemerkung
Die Diplomarbeit untersucht kritisch die Anforderungen an ein Controllingkonzept speziell für Franchisesysteme innerhalb der Konsumgüterwirtschaft. Das zentrale Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Herausforderungen dieser vertikalen Kooperationsform, notwendige Controllingstrukturen abzuleiten und geeignete strategische Instrumente zur langfristigen Steuerung zu identifizieren und zu diskutieren.
2.1.1 Begriffe Franchise, Franchising und Franchisesysteme
Der Begriff „Franchise“ beschreibt eine Unternehmensform, „Franchising" hingegen die unternehmerische Tätigkeit mit Hilfe des Gesamtsystems, bezogen auf ein charakteristisches Vertriebskonzept oder eine charakteristische Vertriebsmethode. Ein Franchisesystem stellt ein vertraglich geregeltes Vertriebssystem mit einem selbständigen Franchisegeber, der ein Hersteller oder Großhändler sein kann, und selbständigen Franchisenehmern, die Großhändler oder Einzelhändler sind, dar. Nachfolgend werden die Begriffe Franchisesystem und Franchising synonym verwendet. Ebenfalls bedeutungsgleich für den Begriff Franchisegeber werden Zentrale, Systemzentrale, Systemträger, Kontraktgeber und franchisor, sowie für den Begriff Franchisenehmer die Bezeichnungen Kontraktnehmer, franchisee und Systempartner verwendet. Es handelt sich hier um echte Synonyme, welche sowohl in der wissenschaftlichen Literatur als auch in der Praxis bedeutungsgleich verwendet werden.
Da es in Deutschland keine eindeutige gesetzliche Definition von Franchising gibt, wird eine so genannte Legaldefinition, die wettbewerbsrechtliche Gruppenfreistellungsverordnung für Franchisevereinbarungen Nr. 4087/88 der Europäischen Kommission, die bis zum 31.05.2000 gültig war, verwendet. Der Inhalt lautet: „Franchise ist eine Gesamtheit von Rechten an gewerblichem oder geistigem Eigentum wie Warenzeichen, Handelsnamen, Ladenschilder, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster, Urheberrechte, Know-how oder Patente, die zum Zwecke des Weiterverkaufs von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen an Endverbraucher genutzt wird. Franchisevereinbarungen sind Vereinbarungen, in denen ein Unternehmen, der Franchisegeber, es einem anderen Unternehmen, dem Franchisenehmer, gegen unmittelbare oder mittelbare finanzielle Vergütung gestattet, eine Franchise zum Zwecke der Vermarktung bestimmter Waren und/oder Dienstleistungen zu nutzen.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Problemstellung durch den Wettbewerbsdruck in der Konsumgüterwirtschaft und erläutert die Relevanz des Controllings als zentrales Steuerungselement in Franchisesystemen.
2 Franchising und seine Erscheinungsformen in der Konsumgüterwirtschaft: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, definiert Franchisesysteme und beleuchtet deren spezifische Ausprägungen und Herausforderungen in der Konsumgüterbranche.
3 Grundlagen des Controllings von Kooperationen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Controllings und dessen Einbettung in Kooperationsstrukturen erarbeitet, um die Notwendigkeit eines spezifischen Kooperationscontrollings abzuleiten.
4 Gestaltungsmöglichkeiten einer Controllingkonzeption in Franchisesystemen der Konsumgüterwirtschaft anhand von entwicklungsphasenorientierten Modellen: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Konfiguration von Controllingkonzeptionen unter Nutzung von Phasenmodellen, die den Lebenszyklus des Systems und das Verhalten der Franchisenehmer berücksichtigen.
5 Ausgewählte strategische Controllinginstrumente in Franchisesystemen: Das Kapitel diskutiert praxisrelevante strategische Instrumente, konkret die Balanced Scorecard und das Benchmarking, zur langfristigen Steuerung von Franchise-Netzwerken.
6. Schlussbemerkung: Die Abschlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit individuell gestalteter Controllingkonzepte und unterstreicht die partnerschaftliche Ausrichtung bei deren Implementierung.
Franchising, Franchisesysteme, Controlling, Kooperationscontrolling, Konsumgüterwirtschaft, Systemmanagement, Balanced Scorecard, Benchmarking, Lebenszyklusmodell, Franchisenehmer, Franchisegeber, Unternehmenskooperation, Vertriebssysteme, Strategisches Controlling, Systemzentrale
Die Arbeit untersucht die Gestaltung und Implementierung eines effizienten Controllingsystems für Franchisesysteme, insbesondere in der Konsumgüterbranche.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Franchisings, die Struktur von Kooperationen, die Entwicklung phasenorientierter Controlling-Konzeptionen sowie der gezielte Einsatz strategischer Instrumente wie der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist eine kritische Betrachtung der Anforderungen an eine Controllingkonzeption im Franchising, um dem Systemmanagement fundierte Ansätze für eine erfolgreiche langfristige Steuerung zu liefern.
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Literaturstudie, die den aktuellen Stand der Forschung zusammenführt, kritisch würdigt und eigene Perspektiven in die Konzeption einfließen lässt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von Franchising und Controlling, die Herleitung einer Controlling-Konzeption basierend auf Lebenszyklus- und Verhaltensmodellen sowie die Analyse spezifischer Controllinginstrumente.
Franchising, Kooperationscontrolling, Systemmanagement, Balanced Scorecard, Benchmarking und Konsumgüterwirtschaft bilden die inhaltlichen Eckpfeiler.
Da sich die Anforderungen von Franchisenehmern und die Erfordernisse des Systems über die Zeit ändern, ermöglicht eine phasenorientierte Betrachtung dem Systemmanagement, proaktiv und situativ auf Konfliktpotenziale zu reagieren.
Die Konfliktmatrix visualisiert die kritischen Schnittstellen zwischen Systempartnern und Franchisegeber in verschiedenen Entwicklungsstadien, um daraus gezielte präventive oder korrigierende Controlling-Maßnahmen abzuleiten.
Der Autor sieht in ihr ein probates strategisches Instrument, betont jedoch, dass sie individuell an das System angepasst werden muss und ein doppeltes Optimierungsproblem hinsichtlich Partizipation und Steuerungsumfang bewältigen muss.
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