Diplomarbeit, 1997
66 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
GRUNDLAGEN
2.1. SYSTEMANALYSE
2.1.1. Definition und Ziel
2.1.2. Werkzeuge
2.1.3. Vorgehensweise
2.2. CORPORATE NETWORKS
2.2.1. Definition
2.2.2. Ziele
2.2.3. Mittel nach Stand der Technik
2.2.3.1 ISDN als Sprach- und Universalnetz
2.2.3.1.1. Grundlagen ISDN
2.2.3.1.2. Rufnummernplan
2.2.3.1.3. Least Cost Routing
2.2.3.2 Daten-Kommunikation
2.2.3.2.1. Grundlagen Daten-Kommunikation
2.2.3.2.2. Routing im Datennetz
2.2.3.2.3. Internet und Intranet
2.2.3.3 Sprach-Daten Multiplex
2.2.3.4 Netzmanagement
ANWENDUNG DER SYSTEMANALYSE AUF DAS UNTERNEHMENS-CN
3.1. ABGRENZUNG
3.2. IST – ANALYSE
3.2.1. Erfassung und Darstellung
3.2.1.1 Organisationssicht
3.2.1.2 Datensicht
3.2.1.3 Funktionssicht
3.2.1.4 Ressourcensicht
3.2.2. Schwachstellen
3.3. SOLLKONZEPT - FACHKONZEPT
3.3.1. Netzmanagement
3.3.2. Verrechnung der CN-Kosten
3.4. WIRTSCHAFTLICHKEITSBETRACHTUNG
SYSTEMENTWURF NETZMANAGEMENT
OFFENE FRAGEN UND AUSBLICK
5.1. INTEGRATION VON SPRACHE UND DATEN
5.2. ATM ALS GRUNDLAGE FÜR EIN UNIVERSELLES SPRACH- UND DATENNETZ
5.3. BEISPIELHAFTES ATM-KONZEPT
ZUSAMMENFASSUNG
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die ganzheitliche Systemanalyse des Sprach-Kommunikationsnetzes eines globalen Unternehmens, um ausgehend von identifizierten Schwachstellen fundierte Lösungsvorschläge für ein effizienteres, zentral verwaltetes Netz zu erarbeiten, welches die wachsende Komplexität und den steigenden Kommunikationsbedarf berücksichtigt.
2.1.1. Definition und Ziel
Systemanalyse ist eine wissenschaftliche Methode, die sich mit der Untersuchung von Systemen beschäftigt. Als System kann dabei jede Menge von Elementen betrachtet werden, die untereinander im Wirkzusammenhang stehen.
Koreimann nennt als Prinzip der Systemanalyse „die Zerlegung von Ganzheiten in deren konstituierende Elemente (Bausteine), um über einen Integrationsprozeß neue Ziel- oder Soll-Systeme zu definieren.“
Als Teilziele definiert er nachfolgend:
1. Erkenntnisgewinnung: Wie arbeiten die einzelnen Elemente zusammen, damit das Ganze eine bestimmte Wirkungsweise erhält?
2. Ableitung von Regeln und Gesetzen: Nach welchen allgemein gültigen Gesetzen ist das Zusammenspiel geregelt?
3. Gestaltungshinweise: Welche Veränderungen und Beeinflussungen sind möglich, um eine höhere Leistung und Anpassung des Ganzen zu erzielen?
Ziel der Systemanalyse ist es, komplexe System zu steuern und zu kontrollieren. Koreimann formuliert das Ziel wie folgt: „Über eine bestimmte Klasse realer und abstrakter Phänomene – Systeme und Systemzusammenhänge – sollen durch Instrumente und Methoden der Systemanalyse Erkenntnisse im Sinne eindeutiger Fakten gewonnen werden.“
EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Komplexität der Telekommunikation in einem globalen Unternehmen und die Notwendigkeit einer systemanalytischen Untersuchung.
GRUNDLAGEN: Einführung in die Methoden der Systemanalyse sowie Erläuterung der technischen Funktionsweise und Ziele von Corporate Networks.
ANWENDUNG DER SYSTEMANALYSE AUF DAS UNTERNEHMENS-CN: Detaillierte IST-Analyse der bestehenden Netzstruktur, Erfassung von Schwachstellen und Entwurf eines SOLL-Konzepts für das Netzmanagement.
SYSTEMENTWURF NETZMANAGEMENT: Präsentation des Hicom Domain Management Service (DMS) als zentrales Instrument zur Administration von Einzelanlagen und Netzen.
OFFENE FRAGEN UND AUSBLICK: Diskussion der Möglichkeiten zur Sprach-Daten-Integration und der zukünftigen Rolle der ATM-Technologie.
ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der durchgeführten Analyse, des Systementwurfs und der Migrationsmöglichkeiten.
Systemanalyse, Corporate Network, Netzmanagement, ISDN, ATM, Sprach-Daten-Integration, Hicom, DMS, Wirtschaftlichkeit, Telekommunikation, Datennetz, Konfiguration, Prozesskette, Migrationsstrategie, Festverbindungen.
Die Arbeit befasst sich mit der ganzheitlichen Untersuchung und Optimierung des Sprach-Kommunikationsnetzes eines großen deutschen Konzerns mittels systemanalytischer Methoden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Netzarchitektur, dem Netzmanagement, der Kostenverrechnung sowie der technologischen Evolution von ISDN hin zu ATM-basierten Netzstrukturen.
Das Ziel ist die Identifikation von Schwachstellen im bestehenden Netz und die Entwicklung eines effizienten, zentralen Management-Konzepts, um Kosten zu senken und die Administrationsprozesse zu verbessern.
Der Autor nutzt die Prinzipien der Systemanalyse, insbesondere das ARIS-Modell mit Ereignis-Prozess-Ketten, um die verschiedenen Sichtweisen (Organisation, Daten, Funktion, Ressourcen) strukturiert darzustellen.
Der Hauptteil umfasst die Ist-Analyse des bestehenden Netz-Umfelds, das darauf aufbauende Soll-Konzept für das zentrale Netzmanagement sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der geplanten Investitionen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Systemanalyse, Corporate Network, Netzmanagement, ATM, Hicom-Anlagen und Sprach-Daten-Integration.
Die Ist-Analyse zeigte erhebliche Brüche in der Administration auf, wie etwa redundante Dateneingaben und mangelnde Übersicht, die durch ein zentrales System (DMS) behoben werden sollen.
Zum Zeitpunkt der Arbeit (1997) ist ATM aufgrund der Preisstruktur der Telekom in Deutschland noch keine wirtschaftliche Alternative zur getrennten Sprach- und Datenübertragung, zeigt aber Potenzial für die Zukunft.
Anstatt pauschaler Fixkosten-Umlagen wird eine verursachergerechte Verrechnung vorgeschlagen, die auf der tatsächlichen Inanspruchnahme der Ressourcen basiert.
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