Diplomarbeit, 2008
58 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Nonprofit-Organisation und ehrenamtliches Engagement
2.1 Nonprofit-Organisationen
2.1.1 Begriffserläuterung: Nonprofit-Organisation
2.1.2 Typen von Nonprofit-Organisationen
2.1.3 Strukturmerkmale von Nonprofit-Organisationen
2.2 Ehrenamtliches Engagement
2.2.1 Begriffserläuterung: Ehrenamt
2.2.2 Ehrenamt im historischen Kontext
2.2.3 Bedeutung des Ehrenamts in Nonprofit Organisationen
2.3 Anforderungen an das Personalmanagement in Nonprofit-Organisationen
3 Sekundäranalytischer Vergleich von empirischen Studien zum ehrenamtlichen Engagement in Nonprofit-Organisationen
3.1 Vorgehensweise des sekundäranalytischen Vergleichs
3.2 Durchführung des sekundäranalytischen Vergleichs
3.3 Ergebnisse des sekundäranalytischen Vergleichs
3.3.1 Motive für ein ehrenamtliches Engagement
3.3.1.1 Begriffserläuterung: Motiv
3.3.1.2 Persönliche Motive
3.3.1.3 Altruistische Motive
3.3.2 Kritische Würdigung des sekundäranalytischen Vergleichs
3.4 Forschungsbedarf zum ehrenamtlichen Engagement in Nonprofit-Organisationen
4 Anreize zur Motivation Ehrenamtlicher in Nonprofit-Organisationen
4.1 Begriff und Bedeutung der Anreizgestaltung
4.2 Anreiztypen für ein ehrenamtliches Engagement
4.3 Handlungsempfehlungen zur Anreizgestaltung für ehrenamtliche Mitarbeiter in Nonprofit-Organisationen
5 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen der freiwilligen Tätigkeit in Nonprofit-Organisationen (NPOs) mit dem primären Ziel, Motive für ehrenamtliches Engagement zu analysieren und daraus praxisorientierte Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement zur Personalgewinnung und -erhaltung abzuleiten.
2.1.1 Begriffserläuterung: Nonprofit-Organisation
Nonprofit-Organisationen sind heute fixer Bestandteil der Gesellschaft, sie begegnen uns im täglichen Leben in den unterschiedlichsten Bereichen wie der Katastrophenhilfe, der Altenpflege, dem Umweltschutz oder auch als Interessenvertretungen.
Historisch betrachtet blicken Nonprofit-Organisationen auf eine lange Tradition zurück. Ihre Anfänge lassen sich bis ins letzte Jahrhundert, teilweise sogar bis ins Mittelalter, zurückverfolgen. Manche Vereinigungen wie Krankenhausstiftungen oder Kultur- und Turnvereine sind heute noch aktiv. Der Verein TSV Friedland 1814 e.V. wurde 1814 gegründet, ist heute noch aktiv, und zählt zu den ältesten Sportvereinen in Deutschland.
Obwohl NPOs schon lange existieren, entstand der Begriff erst in den 1970iger Jahren, und bis heute wird diese Bezeichnung wegen ihres negativ abgrenzenden Charakters laufend infrage gestellt. Die Suche nach Substituten führte bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis. Denn der aus dem Englischen stammende Ausdruck „nonprofit“ bezeichnet eigentlich „non for profit“ und wird oft als „no profit“ missverstanden. Folglich kann mit dem Begriff assoziiert werden, dass diese Organisationen keine Gewinne erzielen bzw. erzielen dürfen. Dieses Verständnis widerspricht sowohl einer praktikablen Definition des NPO-Begriffs als auch der Praxis vieler NPOs.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung des freiwilligen Engagements in NPOs und Erläuterung des methodischen Aufbaus der Diplomarbeit.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Nonprofit-Organisation und ehrenamtliches Engagement: Definition der NPO-Strukturen, historische Herleitung des Ehrenamts in Deutschland und den USA sowie Herausforderungen an das Personalmanagement.
3 Sekundäranalytischer Vergleich von empirischen Studien zum ehrenamtlichen Engagement in Nonprofit-Organisationen: Methodische Vorgehensweise und Analyse von Motivbündeln (persönlich vs. altruistisch) basierend auf einer Auswertung bestehender Primärstudien.
4 Anreize zur Motivation Ehrenamtlicher in Nonprofit-Organisationen: Definition und Ableitung konkreter Anreiztypen und Handlungsempfehlungen zur professionellen Gewinnung und Bindung ehrenamtlicher Mitarbeiter.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Wandels im ehrenamtlichen Engagement und der Notwendigkeit professionellen Personalmanagements.
Nonprofit-Organisation, NPO, Ehrenamt, ehrenamtliches Engagement, Freiwilligenarbeit, Motivation, Anreizgestaltung, Personalmanagement, Personalerhaltung, Personalgewinnung, altruistische Motive, persönliche Motive, Dritter Sektor, Freiwilligenmanagement, Sozialkapital.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Hintergründen des ehrenamtlichen Engagements in Non-Profit-Organisationen und der Frage, wie diese Organisationen durch professionelles Personalmanagement Ehrenamtliche gewinnen und binden können.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Dritten Sektors, die historischen Wurzeln des Ehrenamts, eine vergleichende Analyse von Motivationsfaktoren sowie die Gestaltung von Anreizsystemen.
Das Ziel ist es, die Beweggründe für ein freiwilliges Engagement durch einen sekundäranalytischen Vergleich zu identifizieren, um daraus maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen für das Management von ehrenamtlichen Kräften zu entwickeln.
Die Autorin nutzt eine sekundäranalytische Methode, bei der Daten aus existierenden, empirischen Studien (Primäranalysen) aus Deutschland und den USA unter einer neuen Fragestellung systematisch verglichen und interpretiert werden.
Neben einer ausführlichen begrifflichen Klärung stehen der Vergleich der Motivationsstrukturen in Deutschland und den USA sowie die Ableitung von vier spezifischen Anreiztypen im Mittelpunkt der Analyse.
Zu den zentralen Begriffen gehören NPO (Nonprofit-Organisation), Ehrenamt, Motivation, Anreizgestaltung, Personalmanagement und die Abgrenzung zwischen altruistischen und persönlichen Motiven.
In den USA dominieren laut der Analyse eher altruistische Motive, während in Deutschland persönliche Motive wie soziale Integration, Selbstverwirklichung und der Wunsch zur Mitgestaltung einen höheren Stellenwert einnehmen.
Das Personalmanagement steht vor der Herausforderung, neben hauptamtlichen Mitarbeitern auch freiwillige Akteure zu koordinieren, deren Tätigkeit stark auf variablen, individuellen Motiven basiert, statt auf monetären Anreizen.
Anreize sind essentiell, um den Erwartungen der Ehrenamtlichen an ihre Tätigkeit zu entsprechen. Da die Motive vielfältig sind, empfiehlt die Arbeit einen Mix aus Sach-, Identifikations-, sozial-emotionalen und Mitgestaltungsanreizen.
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