Magisterarbeit, 2008
91 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
1 Die Wandelbarkeit der Sprache
2 Benjamin von Stuckrad-Barre
3 Gegenstand und Ziel
II. Theoretische Grundlagen
1 Neue Wörter
1.1 Neologismen
1.1.1 Neuheit
1.1.2 Übergang in den allgemeinen Sprachgebrauch
1.1.3 Neubedeutung
1.1.4 Der fehlende Wörterbucheintrag
1.2 Okkasionalismen
1.3 Wortneubildungen
2 Funktionen von Wort(neu)bildungen: Forschungsüberblick
2.1 Benennungs- und Symbolfunktion
2.2 Textuelle Funktion
2.3 Stilistische Funktion
2.4 Schlussbemerkung
III. Wortneubildungen im Roman Soloalbum
1 Autor und Werk
1.1 Lebenslauf des Autors
1.2 Romaninhalt
2 Methodik
2.1 Bestimmung der Wortneubildungen
2.2 Leserbefragungen
2.3 Empirische Umfrage
2.3.1 Zeitraum der Befragung und Testpersonen
2.3.2 Die verwendete Skala
2.3.3 Darstellung der Ergebnisse
2.3.4 Auswahl der Romanausschnitte
2.3.5 Auswahl der Fragen
3 Die Untersuchung
3.1 Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung in Soloalbum
3.2 Funktionen der Wortneubildungen in Soloalbum
3.2.1 Rezeptionssteuerung
3.2.2 Dynamischer Lesefluss
3.2.3 Das emotionale Netz
3.2.4 Gesteigerter Unterhaltungswert
3.2.4.1 Ergebnisse der Rezipientenbefragung
3.2.4.2 Zusammenfassung
IV. Resümee
Die Arbeit untersucht systematisch die Wortneubildungen im Roman "Soloalbum" von Benjamin von Stuckrad-Barre, um deren linguistische Beschaffenheit und ihre vielfältigen Funktionen im Textkontext zu bestimmen und deren Beitrag zum Unterhaltungswert empirisch zu evaluieren.
3.2.1 Rezeptionssteuerung
Autoren können ihre Leser unter anderem durch Wortwahl und Satzstellung beeinflussen. Benjamin von Stuckrad-Barre arbeitet vor allem im Bereich Wortwahl und nimmt hier besonders durch den Einsatz neuer Wörter Einfluss auf den Leser und steuert dessen Rezeptionshaltung.
Besonders häufig sind neugebildete Determinativkomposita in Soloalbum zu finden. Hierbei bestimmt das Zweitglied Wortart und Genus des Kompositums. Das Erstglied bestimmt wiederum das Zweitglied näher, so dass der Leser zusätzliche Informationen erhält.
Am Beispiel Studentensau (S. 21) lässt sich dies gut zeigen:
[…], und wenn irgendeine Studentensau eine alte (!das ist ganz wichtig!) Genesis-Platte […] kauft […]
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der sprachlichen Wandelbarkeit ein, stellt den Autor Benjamin von Stuckrad-Barre vor und definiert den Forschungsgegenstand sowie das Ziel der Arbeit.
II. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert linguistische Konzepte wie Neologismen und Okkasionalismen, diskutiert Abgrenzungsprobleme und begründet die Definition von Wortneubildungen für diese Untersuchung.
III. Wortneubildungen im Roman Soloalbum: Der Hauptteil analysiert die Wortneubildungen im Roman, beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung und belegt die Funktionen der neuen Wörter, insbesondere hinsichtlich der Rezeptionssteuerung, des Leseflusses und emotionaler Netze.
IV. Resümee: Die abschließende Zusammenfassung führt die Ergebnisse der textinternen Analysen und der empirischen Umfragen zusammen und bestätigt die These, dass Wortneubildungen den Unterhaltungswert des Romans signifikant steigern.
Wortneubildung, Neologismus, Okkasionalismus, Soloalbum, Benjamin von Stuckrad-Barre, Rezeptionssteuerung, Wortbildung, Determinativkomposita, Sprachwandel, Sprachökonomie, Textanalyse, Leserbefragung, Unterhaltungswert, emotionale Konstitution, Korpusanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit den kreativen Wortneubildungen in Benjamin von Stuckrad-Barres Debütroman "Soloalbum" und deren Wirkung auf die Leserschaft.
Die zentralen Felder sind die Definition von Wortneubildungen, die Analyse ihrer textuellen und stilistischen Funktionen sowie die empirische Untersuchung ihrer Wirkung auf den Unterhaltungswert.
Ziel ist es, die Funktionen der neugebildeten Wörter (z.B. Rezeptionssteuerung) zu bestimmen und zu belegen, inwieweit diese den Unterhaltungswert des Romans für den Leser steigern.
Die Arbeit kombiniert eine linguistische Textanalyse (textinterne Untersuchung) mit einer empirischen Leserbefragung (Fragebogen) an 59 Probanden.
Der Hauptteil analysiert die Methoden der Wortschatzerweiterung im Roman und untersucht detailliert die Funktionen der Neubildungen: Rezeptionssteuerung, dynamischer Lesefluss und die Konstitution eines emotionalen Netzes.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wortneubildung, Neologismus, Okkasionalismus, Rezeptionssteuerung, Sprachökonomie und Unterhaltungswert.
Die Empirie ist entscheidend, da sie die subjektiven textinternen Analysen der Autorin durch eine breitere Datenbasis (59 Probanden) objektiviert und die These des gesteigerten Unterhaltungswerts stützt.
Dieser wird als einziges objektives, praktisch anwendbares Kriterium für die Identifikation von Wortneubildungen in der aktuellen Literatur identifiziert.
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