Diplomarbeit, 2008
143 Seiten, Note: 1,7
1 Sterben heute – trotz des medizinisch-technischer Fortschritte problematisch für Betroffene und alle Beteiligten.
1.1 Darstellung der Veränderungen am Lebensende des Menschen in der heutigen Gesellschaft
1.2 Sterben als Prozess
1.2.1 Das Terminalstadium – Sterben aus klinischer Sicht
1.2.2 Abschiednehmen vom Leben - Die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross
2 Definition: „Würdiges Sterben“
2.1 Die „Würde des Menschen“
2.2 Das Recht auf Selbstbestimmung
2.3 Das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“
2.4 Weitere Rechte von Sterbenden
2.5 Resümee
3 Entscheidungen und Handeln am Lebensende - Definition der „Formen der Sterbehilfe“ und deren aktuelle rechtliche Regelung in Deutschland
3.1 Aktive Sterbehilfe
3.2 Beihilfe zum Suizid
3.3 Passive Sterbehilfe
3.4 Indirekte Sterbehilfe
3.5 Sterbebegleitung
3.6 Schwierigkeiten bei der Terminologie der Sterbehilfe
3.6.1 Schwierigkeiten mit dem Begriff Sterbehilfe an sich
3.6.2 Schwierigkeiten mit dem Terminus der „passiven Sterbehilfe“
3.6.3 Schwierigkeiten mit dem Terminus der „indirekten Sterbehilfe“
3.6.4 Ein gänzliches Umdenken ist gefordert
4 Würdiges Sterben durch die Straffreiheit der „aktiven Sterbehilfe“ bzw. „Tötung auf Verlangen“
4.1 Straffreiheit aktiver Sterbehilfe in den Niederlanden und Belgien
4.2 Zur Meinung der Bevölkerung zur „aktiven Sterbehilfe“
4.3 Argumente gegen die Straffreiheit
4.3.1 Das allgemein geltende Tötungsverbot
4.3.2 Die mögliche Gefährdung des ärztlichen Berufsethos
4.3.3 Missbrauchs- und Dammbruchgefahren
4.3.4 Palliativmedizin und Hospizarbeit als Alternative
4.4 Argumente für eine Straffreiheit aktiver Sterbehilfe
4.4.1 Widerlegbare Argumente der Gegner aktiver Sterbehilfe
4.4.2 Das Autonomie-Argument
4.4.3 Schwierige Unterscheidung zwischen aktiver Sterbehilfe und den anderen, nicht strafbaren Handlungen am Lebensende
4.5 Vorschläge und Gesetzesentwürfe für eine Straffreiheit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland
5 Würdiges Sterben durch Ermöglichung einer professionellen Beihilfe zum Suizid
5.1 Zum Für und Wider einer professionellen Beihilfe zum Suizid
5.2 Die aktuelle Debatte um die organisierte Beihilfe zum Suizid in der Schweiz
5.3 Zur Ermöglichung ärztlicher Beihilfe zum Suizid
5.4 Vorschläge und Gesetzesentwürfe für die Zulassung professioneller Beihilfe zum Suizid in Deutschland und Resümee
6 Würdiges Sterben durch eine rechtliche Regelung von Patientenverfügungen
6.1 Zur Entwicklung der Debatte und zur derzeitigen Rechtssituation
6.1.1 Etappe 1: Ende der Siebzieger bis Ende der Neunziger – gemächlicher Beginn
6.1.2 Etappe 2: 2003 bis 2006 – die heiße Phase
6.1.3 Etappe 3: Aktuell – die Debatte wird immer lauter, bis heute jedoch ohne ein einheitliches Ergebnis
6.2 Regelungsbedarf, Regelungsoptionen und Regelungsvorbehalte
6.2.1 Wirksamkeitsvoraussetzungen
6.2.2 Vorbehalte gegen die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen
6.2.3 Zur Frage der Reichweite der Verbindlichkeit
6.3 Resümee
7 Gesamtresümee und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die komplexe ethische und rechtliche Debatte um ein "würdiges Sterben" in der modernen Gesellschaft. Im Zentrum steht die Frage, wie unter Berücksichtigung medizinisch-technischer Möglichkeiten Handeln am Lebensende gestaltet werden kann, um Patienten vor unnötigem Leid und Fremdbestimmung zu schützen, und welche Rolle dabei rechtliche Regelungen spielen.
1.2 Sterben als Prozess
Es gibt mehrere Prozesse des Sterbens eines Menschen. Hier sind unter anderem das biologische Sterben, das physische Sterben, das psychische Sterben und das soziale Sterben zu nennen.
Mit den beiden im Folgenden beschriebenen Modellen von Prozessen des Sterbens eines Menschen soll insbesondere verdeutlicht werden, mit welchen Schwierigkeiten die Situation einer schweren tödlichen Krankheit sowohl für den Betroffenen als auch für seine Angehörigen oder den behandelnden Arzt verbunden sein kann. Es ist insbesondere deshalb schwierig, mit dem Sterben umzugehen, weil kaum vorausschaubar ist, was wie und wann genau passieren wird.
1 Sterben heute – trotz des medizinisch-technischer Fortschritte problematisch für Betroffene und alle Beteiligten.: Kapitel 1 thematisiert den Wandel der Sterbekultur durch medizinischen Fortschritt, der Sterben zu einem langwierigen Prozess macht und das soziale Bewusstsein für den Tod verändert hat.
2 Definition: „Würdiges Sterben“: Kapitel 2 definiert den Begriff im Kontext der Menschenwürde, des Selbstbestimmungsrechts und weiterer Grundrechte von Patienten am Lebensende.
3 Entscheidungen und Handeln am Lebensende - Definition der „Formen der Sterbehilfe“ und deren aktuelle rechtliche Regelung in Deutschland: Kapitel 3 ordnet die verschiedenen Sterbehilfeformen wie aktive, passive und indirekte Sterbehilfe sowie Sterbebegleitung rechtlich und terminologisch ein.
4 Würdiges Sterben durch die Straffreiheit der „aktiven Sterbehilfe“ bzw. „Tötung auf Verlangen“: Kapitel 4 analysiert die Debatte um die aktive Sterbehilfe, inklusive internationaler Vorbilder, Bevölkerungsmeinungen und der gegensätzlichen Argumentationslinien.
5 Würdiges Sterben durch Ermöglichung einer professionellen Beihilfe zum Suizid: Kapitel 5 befasst sich mit der professionellen Suizidbeihilfe, insbesondere in der Schweiz, und den kontroversen Forderungen nach einer entsprechenden Ermöglichung in Deutschland.
6 Würdiges Sterben durch eine rechtliche Regelung von Patientenverfügungen: Kapitel 6 beleuchtet die langjährige Debatte um die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die damit verbundenen Herausforderungen bei der Umsetzung.
7 Gesamtresümee und Ausblick: Kapitel 7 fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine menschenwürdige Begleitung am Lebensende durch flächendeckende palliative Versorgung und individuelle Achtung des Patientenwillens das primäre Ziel bleiben muss.
Würdiges Sterben, Sterbehilfe, Patientenverfügung, Aktive Sterbehilfe, Beihilfe zum Suizid, Palliativmedizin, Hospizarbeit, Selbstbestimmungsrecht, Menschenwürde, Sterbebegleitung, Lebensende, Rechtliche Regelung, Medizinethik
Die Arbeit analysiert die aktuelle Debatte um das "würdige Sterben" in Deutschland vor dem Hintergrund medizinisch-technischer Entwicklungen und der damit verbundenen ethischen und rechtlichen Fragestellungen.
Die zentralen Themen sind die Definition von Sterbehilfe, die rechtlichen Grenzen aktiver Sterbehilfe, die Möglichkeiten der Suizidbeihilfe sowie die rechtliche Verankerung und Verbindlichkeit von Patientenverfügungen.
Das Ziel ist es, einen Überblick zu geben, wie Handeln am Lebensende unter den aktuellen Möglichkeiten aussehen kann und darf, um Menschen ein würdiges Sterben zu ermöglichen, sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen diskutierten Ansätze abzuwägen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung der aktuellen Fachliteratur, relevanter Stellungnahmen von Institutionen und Experten sowie der Analyse der derzeitigen Rechtslage in Deutschland und anderen Ländern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sterbephasen, die Differenzierung der verschiedenen Sterbehilfeformen, eine kritische Auseinandersetzung mit der Straffreiheit aktiver Sterbehilfe und der Suizidbeihilfe sowie die detaillierte Prüfung von Regelungsbedarf bei Patientenverfügungen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Selbstbestimmungsrecht, Sterbebegleitung, Palliativmedizin, Patientenverfügung und die ethische Debatte um das Lebensende geprägt.
Die Palliativmedizin und Hospizarbeit werden als notwendige Alternativen und wesentliche Bestandteile einer würdigen Sterbebegleitung dargestellt, deren Ausbau dringend gefordert wird, um den Druck hin zu lebensbeendenden Maßnahmen zu mildern.
Die Kontroverse entsteht aus der schwierigen Abwägung zwischen dem strikten Patientenwillen, der Sorge vor Missbrauch in unklaren Situationen und der Angst, dass starre Gesetze die notwendige Flexibilität und Individualität bei ärztlichen Entscheidungen einschränken könnten.
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