Magisterarbeit, 2003
128 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1. Methodik
2. Großbritannien - der Untersuchungsraum
2.1. Topographische Gliederung
2.2. Sozialräumliche Gliederung
2.2.1. Die Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur
2.2.2. Administrative Gliederung
2.2.3. Verkehrsräumliche Situation
3. Der schienengebundene Verkehr in Großbritannien
3.1. Die britische Eisenbahn
3.1.1. Die privatisierte Struktur
3.1.2. Great Western Trains - ein Beispiel
3.1.3. Neuere Entwicklung und Bewertung
3.2. Der Schienenpersonenverkehr im Vergleich zu anderen Verkehrsmodi
3.2.1. Straßenverkehr
3.2.2. Flugverkehr
4. Regionale Auswirkungen des Schienenpersonenverkehr
4.1. Definition der Raumkategorien
4.1.1. Abgrenzung ‚ländlich-peripher Raum’
4.1.2. Kategorisierung ländlich-peripherer Räume
4.2. Raumwirksamkeit von Schienenpersonenverkehr im ländlich-peripheren Raum
4.2.1. Raumwirksamkeit der Infrastruktur
4.2.2. Raumwirksamkeit des Schienenverkehrsangebots
4.2.3. Regionale Auswirkungen
4.2.3.1. Bevölkerungsstruktur
4.2.3.2. Wirtschaftsstruktur
4.2.3.3. Umweltauswirkungen
4.2.4. Einfluss auf andere Verkehrsmodi
4.3. Katalogisierung der allgemeinen räumlichen Konsequenzen
5. Angebots-Bedarf-Struktur im Schienenverkehr ausgewählter ländlich-peripherer Regionen
5.1. Potenzialanalyse
5.1.1. Quell- und Zielgebiete
5.1.2. Pendlerverflechtungen in ländlich-peripheren Regionen
5.2. Räumliche Struktur der Train Operation Companies
5.2.1. Streckennetze der Train Operation Companies
5.2.2. Fahrplanmodifikation 1990-2002
6. Konsequenzen für den ländlich-peripheren Raum anhand von Beispielregionen
6.1. Berwick-upon-Tweed
6.2. Ceredigion
7. Zusammenfassung und Fazit
8. Anhang
9. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die regionalen Auswirkungen der Privatisierung des britischen Eisenbahnsektors, wobei ein besonderer Fokus auf ländlich-peripheren Räumen liegt. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Angebotsveränderungen im Schienenverkehr und regionaler Raumwirksamkeit zu analysieren und zu klären, inwieweit die Privatisierung des Schienenpersonenverkehrs die regionale Entwicklung in diesen Gebieten beeinflusst hat.
3.1.1. Die privatisierte Struktur
Trotz der nachweislichen Rentabilität des britischen Eisenbahnunternehmens British Rail (BR) wurde von der Major-Regierung Anfang der 1990er die Strategie verfolgt, diesen Verkehrssektor zu privatisieren. Begründet wurde dies zunächst mit der geringen Effizienz von BR und dem Vorhaben der EU, im Schienenverkehr das Netz unternehmensrechtlich vom Betrieb zu trennen. Das Eisenbahngesetz von 1993, durch das BR zum 1. April 1994 aufgelöst wurde, trug dem Rechnung. Der neu gegründeten Gesellschaft Railtrack wurde das Eigentum an der Eisenbahninfrastruktur übertragen, und der Rest von British Rail ist ab diesem Zeitpunkt nach und nach in ca. 90 neue Gesellschaften aufgegliedert worden. Der Schienenverkehr ist auf 25 neu gegründete Betreibergesellschaften, sogenannte Train Operation Companies, kurz TOCs (vgl. Tabelle 3-1), und der Güterverkehr in sechs Gesellschaften aufgeteilt worden. Das Eigentum an dem vorhandenen Rollmaterial sowie die überwiegende Instandhaltung wurden auf drei Fahrzeug-Leasinggesellschaften - Rolling Stock Companies, ROSCOs - übertragen, die die Fahrzeuge an die TOCs vermieten.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung der Arbeit, die Problematik des Schienenverkehrs im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern und definiert den Untersuchungsgegenstand im Kontext der britischen Bahnprivatisierung.
2. Großbritannien - der Untersuchungsraum: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die topographischen, sozialräumlichen und administrativen Strukturen Großbritanniens, die den Rahmen für die nachfolgenden Analysen bilden.
3. Der schienengebundene Verkehr in Großbritannien: Hier werden der Privatisierungsprozess von British Rail, die neue Akteursstruktur und der Wettbewerb mit anderen Verkehrsmodi wie Straße und Flugverkehr detailliert dargestellt.
4. Regionale Auswirkungen des Schienenpersonenverkehr: Dieses Kapitel erarbeitet Kriterien zur Bewertung regionaler Auswirkungen und definiert ländlich-periphere Räume, um deren spezifische Erreichbarkeitsproblematik zu analysieren.
5. Angebots-Bedarf-Struktur im Schienenverkehr ausgewählter ländlich-peripherer Regionen: Hier wird anhand von Zensusdaten eine Potenzialanalyse durchgeführt und die Fahrplanänderungen zwischen 1990 und 2002 auf ihre Auswirkungen hin untersucht.
6. Konsequenzen für den ländlich-peripheren Raum anhand von Beispielregionen: Anhand der Fallbeispiele Berwick-upon-Tweed und Ceredigion werden die theoretisch abgeleiteten Effekte der Privatisierung auf die regionale Ebene übertragen und verifiziert.
7. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung der Privatisierungseffekte und einem Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.
Großbritannien, Bahnprivatisierung, Schienenpersonenverkehr, ländlich-periphere Räume, Regionalentwicklung, Raumwirksamkeit, Train Operation Companies, Infrastruktur, Verkehrsangebot, Pendlerverflechtungen, British Rail, Railtrack, Mobilität, Verkehrsplanung, Standortfaktoren.
Die Arbeit analysiert die regionalen Auswirkungen, die sich aus der Privatisierung des britischen Eisenbahnsektors ergeben haben, mit besonderem Fokus auf die Versorgung und Entwicklung ländlich-peripherer Regionen.
Zentrale Themen sind die Neustrukturierung des britischen Bahnwesens, die raumwirksame Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur, die Mobilitätsanforderungen in ländlichen Räumen und die ökonomische Entwicklung durch Verkehrsangebote.
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den Angebotsveränderungen im Schienenverkehr nach der Privatisierung und der regionalen Raumwirksamkeit zu untersuchen und zu bewerten, ob und wie diese Entwicklung die Lebensbedingungen in peripheren Räumen beeinflusst hat.
Die Untersuchung basiert auf einer Gegenüberstellung von Bedarfsstrukturen (basierend auf Zensusdaten von 1991) mit dem tatsächlichen Angebot (Fahrplandaten von 1990 und 2002). Die Ergebnisse werden deduktiv anhand von Fallstudien überprüft.
Der Hauptteil umfasst eine Darstellung der britischen Raum- und Verkehrsstruktur, eine detaillierte Analyse der Privatisierungsstruktur (TOCs, Railtrack), eine Kategorisierung ländlicher Räume sowie eine detaillierte Untersuchung der Angebots-Bedarf-Struktur in Beispielregionen.
Wichtige Begriffe sind Bahnprivatisierung, Schienenpersonenverkehr, Raumwirksamkeit, ländlich-periphere Räume, Train Operation Companies und Verkehrserschließung.
Die TOCs sind als privatisierte Akteure für den Schienenpersonenverkehr zuständig. Die Arbeit zeigt, dass diese Unternehmen unterschiedliche strategische Ausrichtungen haben, wobei ihr Angebot in ländlichen Regionen oft zwischen dem Ziel der Rentabilität und dem politisch geforderten Basisangebot schwankt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Auswirkungen der Privatisierung auf ländliche Regionen stark von der lokalen Ausgangslage abhängen. Eine pauschale Verschlechterung konnte nicht durchgängig belegt werden, jedoch sind die positiven Impulse für regionale Entwicklungen oft marginal und stark von nationalen Förderprogrammen abhängig.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

