Bachelorarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 2,1
1. EINLEITUNG
1.1. PROBLEMSTELLUNG
1.2. ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
2. DAS FINANZRISIKOMANAGEMENT (FIRM)
2.2. DEFINITION DER FINANZRISIKEN
2.2.1. Definition Marktpreisrisiken
2.2.2. Definition (Adress-)Ausfallrisiko
2.3. DER FINANZRISIKOMANAGEMENTPROZESS
2.3.1. Identifikationsinstrumente für Finanzrisiken
2.3.1.1. Die Analyse
2.3.1.2. Die Prognose
2.3.1.3. Die Früherkennung
2.3.2. Bewertungsmethoden für Finanzrisiken
2.3.2.1. Der Value-at-Risk
2.3.2.2. Der Cash flow-at-Risk
2.3.2.3. Der Earnings-at-Risk
2.3.2.4. Szenario- und Sensitivitätsanalyse
2.3.3. Steuerungsinstrumente für Finanzrisiken
2.3.3.1. Instrumente zur Steuerung von Marktpreisrisiken
2.3.3.2. Instrumente zur Steuerung von (Adress-)Ausfallrisiken
2.3.4. Controlling von Finanzrisiken
3. DAS ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENT
3.1. ÜBERBLICK ÜBER VERSCHIEDENE ROHSTOFFE
3.1.1. Buntmetalle
3.1.1.1. Kupfer
3.1.1.2. Aluminium
3.1.2 Edelmetalle
3.2. UMSETZUNG DES ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENTS
3.2.1. Identifikation von Rohstoffpreisrisiken
3.2.2. Bewertung von Rohstoffpreisrisiken
3.2.3. Steuerung von Rohstoffpreisrisiken
3.3. HEDGING VON ROHSTOFFPREISRISIKEN
3.3.1. Auswahlkriterien für Hedging-Instrumente (Derivate)
3.3.2. Definition Hedging
3.3.3. Short Hedge vs. Long Hedge
3.3.4. Hedging Strategien
3.3.5. Fair value hedge vs. Cash flow hedge
3.3.6. Hedge Ratio
3.3.7. Besonderheiten bei der Absicherung von Rohstoffpreisrisiken
3.3.8. Nutzung von Derivaten zur Rohstoffpreisrisikoabsicherung
3.3.8.1. Definition, Einteilung und Historie von Derivaten
3.3.8.2. Futures/Forwards
3.3.8.3. (Commodity-)Swaps
3.3.8.4. Optionen
3.3.8.5. Vergleich der Hedging-Instrumente
4. SCHLUSSBEMERKUNG
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Hedgings von Rohstoffpreisrisiken innerhalb eines Finanzrisikomanagements. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei, wie Unternehmen durch Identifikation, Bewertung und Steuerung mittels derivativer Instrumente Rohstoffpreisrisiken minimieren oder vermeiden können.
3.3.2. Definition Hedging
Im Allgemeinen zielt Hedging auf die Risikotransferfunktion von Terminmärkten zur Reduktion von Preisrisiken ab. Im semantischen Sinn bedeutet „hedging“ so viel wie „Schutz bieten“.97 Daher ist auch der risikopolitische Grundgedanke des Hedgings ganz allgemeiner Natur und bezeichnet in der Wirtschaftspraxis eine Vorsorgemaßnahme in Gestalt eines Gegengeschäftes zur Ausschaltung oder aktiv gesteuerten Verminderung eines Preisrisikos (z. B. Rohstoffpreisrisiko).98 „Die traditionelle Intention eines Hedgers ist somit die Festschreibung (‚to lock in’) von Preisen oder Vermögenswerten für eine zu einem späteren Zeitpunkt geplante oder erst durchführbare Transaktion.“99
Gemäß SCHEUENSTUHL werden unter Hedging „Maßnahmen zur externen Risikokompensation“ verstanden und wie folgt definiert: „Zu einer vorhandenen oder antizipierten Risikoposition wird ein entgegengesetztes Engagement auf dem Terminmarkt mit substitutivem Charakter eingegangen, in der Absicht, dass sich die Preisänderungen der beiden Vermögenspositionen gegenseitig kompensieren. Die Maßnahmen werden in Umfang und Art dabei so gewählt, dass eine Minimierung des Risikos dieser offenen Positionen erreicht wird.“100
Vermögenspositionen, die nicht durch andere unternehmerische Transaktionen gesichert werden können und daher Preisänderungen ausgesetzt sind, können durch den Abschluss entsprechender Termingeschäfte (z. B. Futures oder Forwards) gehedgt werden.101 Beim Hedging mit Futures und Forwards wird dabei zwischen einem Short Hedge und einem Long Hedge unterschieden.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik volatiler Rohstoffpreise für Industrieunternehmen und Einordnung der Relevanz eines aktiven Risikomanagements.
2. DAS FINANZRISIKOMANAGEMENT (FIRM): Erläuterung der Grundlagen des Finanzrisikomanagements, inklusive Definitionen, Prozessschritten (Identifikation, Bewertung, Steuerung) und Kontrollfunktionen.
3. DAS ROHSTOFFPREISRISIKO-MANAGEMENT: Vertiefte Analyse der Rohstoffpreisrisiken, deren Bewertung und die praktische Anwendung von Hedging-Strategien unter Nutzung derivativer Instrumente wie Futures, Swaps und Optionen.
4. SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit eines im Unternehmen fest verankerten, effizienten Rohstoffpreisrisiko-Managements zur Sicherung künftiger Wettbewerbsfähigkeit.
Finanzrisikomanagement, Rohstoffpreisrisiko, Hedging, Derivate, Marktpreisrisiko, Value-at-Risk, Termingeschäfte, Cash Flow Hedge, Fair Value Hedge, Risikosteuerung, Risikoidentifikation, Commodities, Volatilität, Futures, Optionen
Die Arbeit untersucht das Management von Rohstoffpreisrisiken und zeigt auf, wie Unternehmen durch Hedging mit derivativen Finanzinstrumenten ihre Risikosituation verbessern können.
Im Zentrum stehen der Prozess des Finanzrisikomanagements, die Identifikation und Bewertung von Marktpreisrisiken sowie die detaillierte Darstellung und Anwendung von Absicherungsinstrumenten (Derivaten) für Rohstoffe.
Das Ziel ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Prozessstufen des Risikomanagements und die Demonstration von Möglichkeiten, wie durch den Einsatz von Derivaten Rohstoffpreiserhöhungen minimiert oder vermieden werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung von Prozessen und Methoden des Finanzrisikomanagements.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des allgemeinen Finanzrisikomanagementprozesses sowie die spezifische Anwendung auf das Rohstoffpreisrisiko-Management inklusive einer umfassenden Erläuterung der Hedging-Instrumente.
Wichtige Begriffe sind Finanzrisikomanagement, Rohstoffpreisrisiko, Hedging, Derivate, Marktrisiken sowie die verschiedenen Bewertungsmethoden wie der Value-at-Risk.
Ein Short Hedge dient der Absicherung einer bereits vorhandenen Position (Verkaufsabsicherung), während ein Long Hedge den Preis für zukünftig zu beschaffende Güter fixiert (Kaufabsicherung).
Der Nachteil bei Optionen liegt in der zu zahlenden Optionsprämie, die, abhängig vom Markt, bis zu 7 % des Sicherungsvolumens betragen kann.
Sie drückt den Nutzen der jederzeitigen Verfügbarkeit bei Lagerhaltung eines Rohstoffs aus und beeinflusst die Preisbildung zwischen Kassa- und Terminkursen.
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