Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Konzeptionelle Grundlagen des Investmentgeschäftes
2.1 Bestandteile der Europäischen Investmentrichtlinie
2.2 Kunstbegriff des OGAW
2.3 Begriffsbildung Investment und Investmentvermögen
2.4 Begriffsbildungen des luxemburgischen Gesetzgebers
2.5 Kriterien zur Klassifizierung
2.6 Dachfondskonzept
2.7 Umbrella-Fonds Konzept
2.8 Rechtliche Grundlagen des Investmentgeschäftes
2.8.1 Rechtliche und organisatorische Gestaltungsmöglichkeiten
2.8.2 Organisationsrechtliche Vorgaben der OGAW-Richtlinie
2.8.3 Gestaltungsmöglichkeiten nach dem InvG
2.8.4 Organisationsformen nach dem Gesetz vom 20. Dezember 2002
3 Rechtlich- Regulatorische Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene
3.1 Lamfalussy Verfahren
3.2 Ursprüngliche OGAW-Richtlinie
3.3 Managementrichtlinie
3.4 Produktrichtlinie
3.5 Vorgaben der konsolidierten OGAW-Richtlinie
3.5.1 Kapitalanforderungen
3.5.2 Bestimmungen für die Zulassung zum Geschäftsbetrieb
3.5.3 Anlagevorschriften
3.5.4 Vertriebsanforderungen
4 Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital
4.1 Entstehungshistorie
4.2 Regelungen des Investmentgesetzes
4.2.1 Kapitalanforderungen an die InvAG mvK
4.2.2 Zulassungsbestimmungen nach dem InvG
4.2.3 Vorgaben für die Anlage des Investmentvermögens
4.2.4 Vorschriften für den Vertrieb
4.3 Wesentliche Regularien des Aktiengesetzes
4.4 Vorschriften des Kreditwesengesetzes
4.5 Aufsichtsrechtliche Bestimmungen der BaFin
5 Société d'investissement à capital variable in Luxemburg
5.1 Exkurs innerstaatliches Recht Luxemburgs
5.2 Aktien- und Investmentrecht in Luxemburg
5.3 Gesetz vom 20. Dezember 2002 über Organismen für gemeinsame Anlagen
5.3.1 Kapitalanforderungen an die SICAV
5.3.2 Voraussetzungen für die Zulassung
5.3.3 Anlageinstrumente und Anlagegrenzen
5.3.4 Bedingungen für den Vertrieb der Anteile
5.4 Gesetz vom 10. August 1915 betreffend die Handelsgesellschaften
5.5 Beaufsichtigung durch die CSSF
6 Vergleich
7 Durchführungsrichtlinie 2007/16/EG
8 Ausgewählte Neuregelungen des Investmentänderungsgesetzes
9 Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit untersucht, warum die deutsche Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital (InvAG mvK) am Markt bisher nur eine geringe Resonanz erfahren hat, während das luxemburgische Pendant, die SICAV, als Erfolgsmodell gilt. Ziel ist es, die gesellschaftsrechtlichen Unterschiede sowie die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen zu analysieren und zu klären, inwieweit die SICAV gegenüber der InvAG mvK strukturelle Vorteile bietet.
1.2 Problemstellung
Aus den vorgenannten Tatsachen ergibt sich die Fragestellung, warum die InvAG mvK in Ihrer derzeitigen Form am Investmentmarkt auf derart geringe Resonanz gestoßen ist. Gleichzeitig ist hier ein Blick in Richtung des Großherzogtums Luxemburg, mit dem Erfolgsmodell der SICAV lohnenswert. In vielen Literaturquellen und auch durch den deutschen Gesetzgeber selbst wird die luxemburgische SICAV als Zielvorstellung einer Investmentgesellschaft in Form einer AG angegeben. Keine Angaben liefert jedoch die einschlägige Fachliteratur warum dies der Fall ist und welche konkreten Vorteile die Rechtsform der SICAV gegenüber der Rechtsform der InvAG mvK bietet. Eine vergleichende Untersuchung zu diesem Thema ist bisher nicht bekannt geworden.
Die genauen gesellschaftsrechtlichen Ausgestaltungen und die Frage, ob und in welcher Form überhaupt eine Vorteilhaftigkeit der SICAV gegenüber der InvAG mvK gegeben ist, sind die zentralen Problemstellungen der nachfolgenden Ausführungen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Investmentfonds ein, erläutert die Rolle der europäischen Richtlinien für den Finanzmarkt und benennt die Problemstellung des Vergleichs zwischen deutscher InvAG mvK und luxemburgischer SICAV.
2 Konzeptionelle Grundlagen des Investmentgeschäftes: Hier werden die wesentlichen Begriffe des Investmentgeschäfts definiert, abgegrenzt und die verschiedenen Organisationsformen (Vertragsform, Treuhandlösung, Gesellschaftstyp) systematisiert.
3 Rechtlich- Regulatorische Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene: Dieses Kapitel erläutert das Lamfalussy-Verfahren und die konsolidierte OGAW-Richtlinie, die den Mindestrahmen für europäische Investmentgesellschaften setzen.
4 Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital: Dieser Teil beleuchtet die Entstehungsgeschichte, die speziellen gesetzlichen Regelungen des InvG für die deutsche InvAG mvK sowie die aufsichtsrechtlichen Herausforderungen durch das KWG.
5 Société d'investissement à capital variable in Luxemburg: Das Kapitel analysiert das luxemburgische Erfolgsmodell der SICAV, seine Einbettung in das nationale Recht und die spezifischen Anforderungen des Gesetzes vom 20. Dezember 2002.
6 Vergleich: In diesem zentralen Kapitel werden die Erkenntnisse der vorangegangenen Untersuchungen gegenübergestellt, um die Unterschiede zwischen InvAG mvK und SICAV hinsichtlich Zulassung, Anlagevorschriften und Vertrieb zu bewerten.
7 Durchführungsrichtlinie 2007/16/EG: Hier wird der Einfluss der neueren Durchführungsrichtlinie auf die Harmonisierung der OGAW-Definitionen und deren Auswirkungen auf die rechtliche Basis der Gesellschaften erörtert.
8 Ausgewählte Neuregelungen des Investmentänderungsgesetzes: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Stand des Investmentänderungsgesetzes und die geplanten Reformen zur Attraktivitätssteigerung des Finanzstandorts Deutschland.
9 Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und das Fazit gezogen, dass die SICAV aufgrund klarerer regulatorischer Rahmenbedingungen derzeit die vorteilhaftere Gesellschaftsform darstellt.
Investmentfonds, InvAG mvK, SICAV, OGAW-Richtlinie, Investmentgesetz, Luxemburg, Deutschland, Risikomischung, Kapitalanforderungen, Zulassung, Vertrieb, Finanzplatz, Aufsichtsrecht, Gesellschaftsrecht, Anlagevorschriften.
Die Arbeit vergleicht die luxemburgische SICAV mit der deutschen Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital unter Berücksichtigung der OGAW-Richtlinie.
Im Fokus stehen gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen, Zulassungsverfahren, Anlagegrenzen und Vertriebsanforderungen in Deutschland und Luxemburg.
Ziel ist die Klärung der Frage, warum die InvAG mvK in Deutschland bisher weniger erfolgreich war als die SICAV in Luxemburg und welche regulatorischen Unterschiede bestehen.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode, indem sie nationale Gesetze und europäische Richtlinien analysiert und einander gegenüberstellt.
Der Hauptteil befasst sich mit den europäischen Rahmenvorgaben, der deutschen InvAG mvK sowie dem luxemburgischen Modell der SICAV inklusive der Aufsicht durch CSSF und BaFin.
Die zentralen Schlagworte sind Investmentfonds, InvAG mvK, SICAV, OGAW-Richtlinie, Risikomischung und Aufsichtsrecht.
Diese Einschätzung resultiert aus der besonderen Stellung der InvAG mvK zwischen dem Investmentrecht und dem KWG, die zu komplexen regulatorischen Hürden führt.
Die Einschaltung einer Depotbank zur Verwahrung ist für beide Modelle ein wesentliches Element, wobei die Anforderungen an die Zulassung in Deutschland besonders durch das KWG erschwert werden.
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