Lizentiatsarbeit, 2006
34 Seiten, Note: 5,0 (PL)
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Einleitung
1. Kommunikation als zwischenmenschliche Tätigkeit
1.1. Verbale Kommunikation
1.1.1. Lautsprachliche Kommunikation
1.1.2. Schriftsprachliche Kommunikation
1.2. Nonverbale Kommunikation
2. Fremdsprachenunterrichtliche Formen der Kommunikation
2.1. Lehrer als Hauptsender und seine Aufgaben
2.2. Schüler als Hörempfänger
3. Zusammenfassung
Diese Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Kommunikationsformen im Fremdsprachenunterricht. Das Hauptziel ist die Analyse, wie verbale, schriftliche und nonverbale Kommunikationsprozesse zwischen Lehrern und Schülern ablaufen und wie diese für einen effektiven Unterrichtsverlauf gezielt eingesetzt und gesteuert werden können.
1. Kommunikation als zwischenmenschliche Tätigkeit
Man könnte sagen, dass eine allgemein anerkannte Definition der Kommunikation nicht existiert. Es gibt verschiedene Vorschläge und Meinungen, die den Begriff zu erklären versuchen. Für Gerhard Roth (2001:364) ist Kommunikation als wechselseitige Konstruktion von Bedeutung zwischen den Menschen zu verstehen. Christian Schucan (1999:34) gibt noch Welches dazu und meint, dass damit ein Wissenszuwachs verbunden sei. Als eine Form des sozialen Handelns, das auf das Denken, Fühlen und Handeln anderer Menschen bezogen stattfindet wird Kommunikation von Bonfadelli (2001:22) bezeichnet. Für Beavin, Jackson und Watzlawick (1967:240) sind Kommunikation und Existenz zwei untrennbare Begriffe, weil ein Organismus nicht nur die nötigen Substanzen für sein Überleben braucht, sondern auch ausreichende Information über seine Umwelt. Viele Wissenschaftler, Forscher haben ihre Thesen veröffentlicht, jetzt aber beziehen wir uns auf den Vater der Kommunikationstheorie, auf Paul Watzlawick, und stützen wir uns auf seine Definition: „Kommunikation sind alle aus dem menschlichen Verhalten hervorgehenden, erweiterten Mitteilungen”. Dr. Thomas Trautman, ein Kommunikationsforscher, hat diese Definition schön definiert, indem er einige Schwerpunkte und Beispielsätze während einer von seinen Vorlesungen angeführt hat. Diese Definition bedeutet seiner Meinung nach „Miteinander-reden”. Sie bedeutet aber auch „Nicht-miteinander-reden”, das ist auch eine Art Kommunikation, ebenso: „Aneinander-vorbei-reden” oder „Andere-überreden”. Es bedeutet „Informationen tauschen”, wie das informelle Gespräch: „Hast Du schon gewusst, dass...” aber auch: „Informationen zurückhalten” z.B. „Na, Dir sage ich das, aber ihm nicht”. Es bedeutet auch, sprachliche Signale aussenden und die Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appell-Ebenen berühren.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Kommunikation im Unterricht ein und gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen sowie die spezifischen Themen der Arbeit, wie die Lehrerrolle und das Hörverstehen.
1. Kommunikation als zwischenmenschliche Tätigkeit: Das Kapitel definiert Kommunikation durch verschiedene wissenschaftliche Ansätze, erläutert die Axiome von Watzlawick und das 4-Seiten-Modell nach Schulz von Thun sowie die Bedeutung von Distanzzonen.
1.1. Verbale Kommunikation: Dieser Abschnitt behandelt den Austausch von Informationen durch Sprache, unterteilt in lautsprachliche und schriftsprachliche Kommunikation, und beleuchtet die Bedeutung von Territorialverhalten und Distanzzonen.
1.1.1. Lautsprachliche Kommunikation: Hier wird der Prozess des Sprechens als Kodierung und Hören als Dekodierung analysiert, wobei verschiedene Arten des Sprechens wie Nachsprechen oder freies Sprechen differenziert werden.
1.1.2. Schriftsprachliche Kommunikation: Dieser Teil beschreibt die Bedeutung und Verwendung der Schrift im Unterricht sowie die Verknüpfung der graphischen Sprachsubstanz mit dem optisch-visuellen Kanal.
1.2. Nonverbale Kommunikation: Das Kapitel analysiert die Bedeutung von Mimik, Gestik, Körperhaltung und Proxemik als unbewusste oder bewusste Kommunikationsformen, die den größten Teil der zwischenmenschlichen Interaktion ausmachen.
2. Fremdsprachenunterrichtliche Formen der Kommunikation: Es wird die kommunikative Wende im Fremdsprachenunterricht thematisiert und das Konzept „Lernen durch Lehren“ als Weg zu authentischer Kommunikation und erhöhter Sprachproduktion der Schüler vorgestellt.
2.1. Lehrer als Hauptsender und seine Aufgaben: Dieses Kapitel definiert den Lehrer als Steuerungsinstanz im Unterricht und erläutert seine Aufgaben in der Frontalphase sowie während der Gruppenarbeit.
2.2. Schüler als Hörempfänger: Der Fokus liegt auf der Rolle des Schülers beim Hörverstehen, der Systematisierung von Hörübungen und den Phasen der Vorentlastung durch Assoziogramme oder Bildmaterial.
3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Punkte der Arbeit und unterstreicht die Notwendigkeit, kommunikative Regeln im Schulalltag aktiv zu üben.
Kommunikation, Fremdsprachenunterricht, verbale Kommunikation, nonverbale Kommunikation, Lehrerrolle, Hörverstehen, Watzlawick, 4-Seiten-Modell, Sprechfertigkeit, Gruppenarbeit, Unterrichtsstörung, Didaktik, Interaktion, Körpersprache, Proxemik.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Formen der Kommunikation im Fremdsprachenunterricht und deren Bedeutung für einen erfolgreichen Lernprozess.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Modellen der Kommunikation, dem Unterschied zwischen verbaler und nonverbaler Interaktion sowie der praktischen Umsetzung im Unterricht.
Das Ziel ist es, die Merkmale fremdsprachenunterrichtlicher Kommunikation zu schildern und aufzuzeigen, wie Lehrer und Schüler diese bewusst gestalten und verbessern können.
Die Arbeit stützt sich maßgeblich auf die fünf Axiome von Paul Watzlawick sowie das „4-Seiten-Modell“ von Friedemann Schulz von Thun.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der allgemeinen Kommunikation, die spezifische Anwendung im Fremdsprachenunterricht sowie die Untersuchung der Rollen von Lehrer und Schüler.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kommunikation, Fremdsprachenunterricht, Hörverstehen, Lehrerrolle und nonverbale Kommunikation.
Die Arbeit verdeutlicht, dass ein Großteil der zwischenmenschlichen Signale nonverbal über Mimik, Gestik und Körperhaltung übertragen wird, was für die Beziehungsarbeit und den Unterrichtserfolg entscheidend ist.
Es dient dazu, den Sprachanteil der Schüler zu erhöhen und sie zu motivieren, in einer authentischen Situation Sprechabsichten zu realisieren.
Übungen werden in solche eingeteilt, die vor, während und nach dem Hören des Textes stattfinden, um den Lernprozess stufenweise zu unterstützen.
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