Examensarbeit, 2009
165 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sachaspekte
2.1 Problemhaltige Denk- und Sachaufgaben
2.1.1. Zum Begriff „Problemaufgaben“
2.1.2. Verschiedene Typen von Problemaufgaben
2.1.3. Aufgaben mit kombinatorischem Hintergrund als spezielle Sachaufgaben
2.2 Problemlöseprozesse
2.2.1 Der Prozesscharakter des Problemlösens
2.2.2 Die Repräsentation des Problems
2.2.3 Der Erwerb strategischen Lösungswissens
3 Didaktische Aspekte
3.1 Legitimation
3.2 Bedeutung des Inhaltes für die Schüler
3.3 Voraussetzungen für den Unterricht
3.3.1 Entwicklungspsychologische Aspekte
3.3.2 Lernvoraussetzungen und Vorerfahrungen der Klasse
3.3.3 Äußere Voraussetzungen
3.3.4 Zielsetzungen für die Unterrichtseinheit
4 Methodische Entscheidungen und Begründungen zur Umsetzung der Thematik in Kleingruppen
4.1 Gruppenarbeit
4.2 Die Bedeutung kooperativer Arbeitsformen für das Thema
4.3 Grundsätzliche methodische Überlegungen
4.4 Medien
4.5 Unterrichtsprinzipien
5 Überblick über den Aufbau der Einheit
6 Unterrichtspraktische Umsetzung der Einzelstunden
6.1 „Legotürme bauen“ als Einstieg in die Kombinatorik (05.11.08)
6.1.1 Vorwort
6.1.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.1.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.1.4 Reflexion
6.2 „Tiere auf der Mauer“ (07.11.08)
6.2.1 Vorwort
6.2.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.2.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.2.4 Reflexion
6.3 „Kommissar Spürnase“ – Wir lösen den Fall auf jeden Fall! (12.11.08 – ausführliche Darstellung)
6.3.1 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
6.3.1.1 Sachanalyse
6.3.1.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.3.2 Methodische Entscheidungen und Begründungen
6.3.2.1 Artikulation des Unterrichts
6.3.2.2 Sozial-, Ordnungs- und Organisationsformen
6.3.2.3 Medien
6.3.2.4 Unterrichtsprinzipien
6.3.2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.3.2.6 Reflexion
6.4 „Häschen für Tom“ (14.11.08)
6.4.1 Vorwort
6.4.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.4.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.4.4 Reflexion
6.5 „Blinde Sockensuche“ (19.11.08)
6.5.1 Vorwort
6.5.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.5.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.5.4 Reflexion und unterrichtspraktische Konsequenzen
6.6 „Die Geschichte vom Teufel und vom armen Mann“ (21.11.08)
6.6.1 Vorwort
6.6.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.6.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.6.4 Reflexion
6.7 „Die Schnecke im Brunnen“ (26.11.08 - ausführliche Darstellung)
6.7.1 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
6.7.1.1 Sachanalyse
6.7.1.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.7.2 Methodische Entscheidungen und Begründungen
6.7.2.1 Artikulation des Unterrichts
6.7.2.2 Sozial-, Ordnungs- und Organisationsformen
6.7.2.3 Medien
6.7.2.4 Unterrichtsprinzipien
6.7.2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.7.2.6 Reflexion
6.8 „Petterssons Problem“ (28.11.08)
6.8.1 Vorwort
6.8.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.8.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.8.4 Reflexion
6.9 „Lerntheke zu problemhaltigen Denk- und Sachaufgaben“ (03.12.08)
6.9.1 Vorwort
6.9.2 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
6.9.3 Kurzdarstellung des geplanten Unterrichts
6.9.4 Reflexion
7 Abschlussreflexion
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, wie Grundschulkinder einer zweiten Klasse durch handlungsorientierte Lernarrangements und die Arbeit in Kleingruppen an problemhaltige Denk- und Sachaufgaben herangeführt werden können, um ihre Problemlösefähigkeiten sowie mathematische Kompetenzen langfristig zu entwickeln.
2.1 Problemhaltige Denk- und Sachaufgaben
Der Begriff „Problemaufgaben“ (problemhaltige Textaufgaben/problemhaltige Denk- und Sachaufgaben) bezeichnet eine Aufgabengruppe, der in der Regel anspruchsvolle mathematische Strukturen zu Grunde liegen und die häufig so in Sachsituationen eingebettet sind, dass die den Kindern vertrauten Grundmodelle der Rechenoperationen nicht ohne weiteres sichtbar bzw. nicht ohne Transferleistung anzuwenden sind. Einerseits knüpfen die Texte der Aufgaben an Erfahrungsbereiche der Kinder an, andererseits werden auf diesem Hintergrund ungewohnte mathematische Zusammenhänge geschildert, über die das Kind in der Regel bisher noch nicht nachgedacht hat. Somit wird ein neues, anderes Nachdenken über einen bekannten Sachverhalt gefordert (Rasch, 2006, S. 5).
Beispiel: Max, Tim, Gabi, Lena und Anne treffen sich auf dem Spielplatz. Alle Kinder begrüßen sich mit Handschlag. Wie oft werden Hände geschüttelt?
Teilweise ist die mathematische Struktur der Aufgaben in anspruchsvolle, sprachliche Formulierungen eingebettet, die mehrfach gelesen bzw. durchdacht werden müssen.
Beispiel: Dornröschen hat sich an der Spindel gestochen und schläft 100 Jahre. Um das Schloss wächst eine Hecke. Im ersten Jahr wächst sie einen halben Meter. In den darauf folgenden Jahren wächst sie immer um die Höhe, die die Hecke in dem Jahr davor erreichte. Wie hoch ist die Hecke nach sechs Jahren?
Nicht selten werden in Problemaufgaben mehrere voneinander abhängige Bedingungen genannt, die vom Lösenden gleichzeitig zu berücksichtigen sind. Dies entspricht weniger den Lösungsgewohnheiten von Grundschulkindern, die eher mit dem Lösen von Routineaufgaben vertraut sind, die dem Schema „Zustand-Operator-Zustand“ folgen (ebd.).
Heinrich Winter hat im Zusammenhang mit Textaufgaben die Begriffe „Routineaufgaben“ und „Problemaufgaben“ geprägt. Eine Routineaufgabe ist für einen Schüler dann eine solche, wenn er in ihr „mehr oder weniger sofort“ einen bekannten Aufgabentyp erkennt (Winter, 1992, S. 7). „Die Aufgabe ist nur die Variation einer Musteraufgabe. Oft liefert der Text unmittelbar den Schlüssel zur Identifikation des Typs“ (ebd.). Problemaufgaben hingegen erfordern nach Winter für das Lösen ein Verständnis der Situation, „um daraus geeignete Schritte zur Verarbeitung der gegebenen Information zu gewinnen“ (ebd.).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Motivation der Kinder bei der Bearbeitung problemhaltiger Aufgaben und stellt die grundlegenden Forschungsfragen zur Unterrichtsgestaltung.
2 Sachaspekte: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zu Problemaufgaben, deren Klassifizierung sowie der Prozesscharakter des Problemlösens definiert.
3 Didaktische Aspekte: Hier wird die Legitimation des Themas im Rahmen des Lehrplans begründet und es werden entwicklungspsychologische sowie äußere Rahmenbedingungen analysiert.
4 Methodische Entscheidungen und Begründungen zur Umsetzung der Thematik in Kleingruppen: Das Kapitel diskutiert die Rolle der Gruppenarbeit, den Einsatz von Medien und die methodischen Prinzipien für einen handlungsorientierten Mathematikunterricht.
5 Überblick über den Aufbau der Einheit: Es erfolgt eine chronologische Auflistung der geplanten Unterrichtssequenzen mit ihren jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten.
6 Unterrichtspraktische Umsetzung der Einzelstunden: Die einzelnen Knobelstunden werden detailliert dokumentiert, reflektiert und hinsichtlich der Lösungswege der Schüler analysiert.
7 Abschlussreflexion: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich der Problemlösefähigkeit und der kooperativen Lernprozesse kritisch zusammen.
Problemaufgaben, Problemlösefähigkeit, Grundschule, Mathematikunterricht, Kombinatorik, handlungsorientierter Unterricht, Gruppenarbeit, entdeckendes Lernen, Strategieentwicklung, Sachrechnen, Lernmotivation, Knobelstunde, Lösungsdarstellung, kognitive Struktur, Differenzierung
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von problemhaltigen Denk- und Sachaufgaben im Mathematikunterricht einer zweiten Klasse, um entdeckendes Lernen und die Entwicklung von Problemlösefähigkeiten zu fördern.
Zu den Schwerpunkten gehören der Prozess des mathematischen Problemlösens, der Einsatz handlungsorientierter Materialien sowie die Bedeutung kooperativer Arbeitsformen in heterogenen Kleingruppen.
Die Untersuchung zielt darauf ab, wie Schüler durch eigenständiges Erforschen anspruchsvoller Aufgabenstellungen ihre Strategien zum Problemlösen entwickeln und ob eine kleingruppenbasierte Arbeitsweise hierfür förderlich ist.
Es werden methodisch-instrumentelle Ansätze gewählt, die unter anderem auf Polya-Schrittfolgen basieren und den Fokus auf das explorative Handeln sowie die schriftliche Dokumentation der Lösungswege legen.
Der Hauptteil dokumentiert die konkrete Unterrichtsplanung und -umsetzung von neun aufeinanderfolgenden "Knobelstunden", darunter Themen wie Kombinatorik, Bewegungsaufgaben und Trageprobleme, und enthält eine detaillierte Reflexion der Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind neben der Problemlösefähigkeit vor allem Kombinatorik, handlungsorientierter Mathematikunterricht, kooperatives Lernen und die Förderung der mathematischen Sprachkompetenz bei Grundschülern.
Das Material dient als Anker für das handlungsorientierte Problemlösen (enaktive Ebene), welches den Schülern hilft, abstrakte mathematische Bedingungen nachzuspielen, zu veranschaulichen und somit ein tieferes Verständnis für die Problemstruktur zu entwickeln.
In heterogen besetzten Kleingruppen profitierten leistungsstärkere von leistungsschwächeren Kindern durch den wechselseitigen Austausch, wobei insbesondere die Verbalisierung der eigenen Gedanken den Lernprozess bei allen Gruppenmitgliedern stimulierte.
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