Magisterarbeit, 2001
108 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einführung
2. Corporate Identity
2.1 Unternehmen im Wandel
2.2 Struktur der Corporate Identity
2.2.2 Unternehmens-Verhalten (Corporate Behavior)
2.2.3 Unternehmens-Kommunikation (Corporate Communication)
2.2.4 Unternehmens-Erscheinungsbild (Corporate Design)
2.2.5 Corporate Sound Design: eine neue Komponente in der C.I.
2.3 Zusammenfassung
3. Das Ohr
3.1 Die Evolution des Ohres
3.2 Der Aufbau des Ohres
3.3 Hören und Fühlen
3.4 Die Entwicklung des Ohres beim Menschen
3.5 Zusammenfassung
4. Funktionen des Hörens
4.1 Warnfunktion/ Alarmfunktion
4.2 Orientierung im Raum
4.3 Orientierung in der Zeit
4.4 Zusammenfassung
5. Wirkungen des Schalls auf den Organismus
5.1 Begriffsdefinition Lärm
5.2 Grundbegriffe der Akustik
5.3 Die Wirkung von Lärm
5.3.1 Medizinische Auswirkung von Lärm
5.3.2 Psychologische Auswirkungen von Lärm
5.3.3 Soziale Folgen von Lärm
5.3.4 Ökonomische Folgen von Lärm
5.4 Zusammenfassung
6. Klanglandschaft
6.1 Wandel der Klanglandschaft
6.2 Die akustische Glocke
6.3 Zusammenfassung
7. Akustik, Psychoakustik und Sound-Engineering
7.1 Psychoakustik
7.1.2 Geschichte der Akustikforschung (Antike bis Neuzeit)
7.1.3 Geschichte der Akustikforschung (19. und 20. Jahrhundert)
7.2 Wichtige Ergebnisse der Psychoakustik
7.2.1 Binaurales Hören
7.2.2 Hörfläche
7.2.3 Lautheit/Lautstärke
7.2.4 Maskierung (Verdeckung)
7.2.5 Schärfe, Rauhigkeit, Lästigkeit und Wohlklang
7.2.6 Forschungsgegenstände
7.3 Zusammenfassung Psychoakustik
7.4 Soundengineering
7.4.1 Anwendungsbeispiel: Das Psycho-Akustische Test- und Analyse System® PATS
7.5 Einsatzgebiete des Soundengineering
7.5.1 Vorläufer des Sound-Engineering
7.5.2 Die Vorreiter: Soundengineering in der Automobilindustrie
7.5.3 Sounddesign in der Lebensmittelindustrie
7.5.4 Rundfunkwerbung
7.6 Ziel-Klänge: Entwicklungen beim Sound-Engineering
7.7 Zusammenfassung Sound-Engineering
8. Perspektiven
8.1 Natürliche Geräusche – künstliche Geräusche
8.2 Unbekannte Stille
8.3 Lösungswege
8.3.1 Politik & Gesetzgebung
8.3.2 Wirtschaft
8.3.3 Privatpersonen
8.3.4 Akustische Ökologie und die Schule des Hörens
8.4 Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie Unternehmen den Hörsinn nutzen, um ihre Corporate Identity zu stärken und Produkte durch gezieltes Sound-Engineering unverwechselbar zu machen. Dabei wird analysiert, inwiefern akustisches Design zur Beeinflussung von Konsumenten eingesetzt wird und welche psychologischen sowie physiologischen Wirkungen Schall und Lärm auf den Menschen haben.
3.1 Die Evolution des Ohres
In der Archäologie gilt der Fund von Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) als Beweis dafür, dass es sich um die Überreste eines Säugetiers handelt. Während der Mensch seit 6 Millionen Jahren auf der Erde lebt, existiert das „Prinzip Ohr“ schon seit über 500 Millionen Jahren. Damals gab es im Wasser lebende Urwirbeltiere mit einem einfachen, nach aussen geöffneten Ohr. Das umgebende Meerwasser füllte es aus und ließ kleine Kügelchen in ihm schwimmen. Ausser hören konnte das Tier sich damit orientieren und seine Lage feststellen. Zudem war der Gleichgewichtssinn Voraussetzung dafür, ein Leben an Land zu führen (und den aufrechten Gang zu entwickeln).
Der Übergang von im Wasser zu an Land lebenden Tieren stellte ein Problem dar: das Ohr war nun nicht mehr von Wasser, sondern von Luft umgeben, so dass die Flüssigkeit vom Körper selbst stammen und auch in ihm verbleiben musste. Die Lebewesen entwickelten ein Innenohr, das durch eine Membran tief im Inneren des Schädelknochens abgeschlossen und so vor dem Austrocknen und vor Angreifern geschützt war.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Belastung durch Lärm in der modernen Gesellschaft und stellt die Relevanz von Sound-Engineering als neues Instrument der Corporate Identity dar.
2. Corporate Identity: Dieses Kapitel erläutert, wie Unternehmen durch eine einheitliche Identität Orientierung bieten, und führt das Konzept des Corporate Sound Design als neue, wichtige Komponente ein.
3. Das Ohr: Hier werden die anatomischen Grundlagen und die evolutionäre Entwicklung des Hörsinns dargelegt, um das Verständnis für dessen Leistungsfähigkeit zu schärfen.
4. Funktionen des Hörens: Dieses Kapitel beschreibt die zentralen Funktionen des Gehörs, insbesondere die Alarmfunktion und die Orientierung im Raum und in der Zeit.
5. Wirkungen des Schalls auf den Organismus: Hier werden die gesundheitlichen, psychologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen von Lärm analysiert, der als unerwünschter Schall definiert wird.
6. Klanglandschaft: Dieses Kapitel untersucht den Wandel von einer natürlichen zu einer künstlich geprägten Klangwelt und den damit verbundenen Verlust von Stille.
7. Akustik, Psychoakustik und Sound-Engineering: Hier wird der wissenschaftliche Hintergrund der Psychoakustik erläutert und deren praktische Anwendung durch das Sound-Engineering bei der Gestaltung von Produkten verdeutlicht.
8. Perspektiven: Das abschließende Kapitel diskutiert Lösungsansätze für eine verantwortungsvolle Gestaltung der zukünftigen akustischen Umwelt durch Politik, Wirtschaft und Individuen.
Psychoakustik, Sound-Engineering, Corporate Identity, Unternehmensidentität, Lärm, Klanglandschaft, Akustik, Hörsinn, Schall, Lärmschutz, Akustische Ökologie, Klangdesign, Wahrnehmung, Konsumentenverhalten, Unternehmenskommunikation
Die Arbeit analysiert den wachsenden Stellenwert des Hörens innerhalb der Unternehmensidentität (Corporate Identity) und zeigt auf, wie Unternehmen durch Sound-Engineering Klänge gezielt zur Kundenbeeinflussung einsetzen.
Die Themen umfassen die Physiologie des Gehörs, die Auswirkungen von Lärm auf den Menschen, die psychoakustischen Grundlagen des Klangdesigns sowie den praktischen Einsatz dieser Methoden in der Automobil- und Lebensmittelindustrie.
Die zentrale Frage ist, wie Unternehmen Menschen über das Hören beeinflussen und welche Bedeutung dem Klang als drittem Entscheidungsfaktor neben Funktionalität und visuellem Design beigemessen wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse psychoakustischer Grundlagen sowie der Untersuchung praktischer Anwendungsbeispiele und Fallstudien zum Sound-Engineering.
Im Hauptteil werden neben der Anatomie und den Funktionen des Ohrs die negativen Auswirkungen von Lärm und die methodische Vorgehensweise des Sound-Engineering bei der Produktgestaltung erläutert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychoakustik, Corporate Sound Design, Lärmbelastung, Klanglandschaft und Unternehmens-Identität bestimmt.
Das Obelisc-Projekt ist ein Forschungsansatz, der versucht, Ziel-Klänge für ganze Produktgruppen mathematisch zu definieren, um die aufwendige Durchführung von Testreihen mit menschlichen Probanden zu reduzieren.
Lärm wird als ein psychologischer Begriff definiert, der unerwünschten Schall beschreibt, während Schall als das physikalische Phänomen des Wechseldrucks an unserem Gehör verstanden wird.
Die Schule des Hörens fungiert als ein wichtiger Ansatz zur Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft, um Menschen wieder für ein aktives, reflektiertes Zuhören zu sensibilisieren.
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