Diplomarbeit, 2004
133 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 PROBLEMSTELLUNG
2.1 URSACHEN
2.2 IST - SITUATION
2.3 ZIELSETZUNG
3 FRAUENFÖRDERUNG, STRATEGIEN ZUR CHANCENGLEICHHEIT UND WORK-LIFE-BALANCE
3.1 FRAUENFÖRDERUNG
3.2 AKTUELLE STRATEGIEN ZUR CHANCENGLEICHHEIT
3.2.1 Gender Mainstreaming
3.2.2 Diversity Management
3.2.3 Total E-Quality
3.3 EINSCHÄTZUNG DER STRATEGIEN ZUR CHANCENGLEICHHEIT
3.4 WORK-LIFE-BALANCE
4 FRAU ALS ZIELGRUPPE DER PERSONALPOLITIK
4.1 ROLLENKONFLIKT BERUFSTÄTIGER FRAUEN
4.2 RELEVANZ VON CHANCENGLEICHHEIT UND FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN
4.3 ERWARTUNGEN VON FRAUEN
5 SPEZIFISCHE GEGEBENHEITEN MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN
5.1 AKTUELLE SITUATION DER UNTERNEHMEN
5.2 ERFOLGSFAKTOR MITARBEITER
5.3 BEKANNTE FAMILIENFREUNDLICHE MAßNAHMEN
5.3.1 Arbeitszeitmodelle
5.3.2 Telearbeit
5.3.3 Betreuungs- und Beratungsangebote
6 GRUNDLEGENDE INSTRUMENTE ZUR FÖRDERUNG DER CHANCENGLEICHHEIT
6.1 FRAUEN-NETZWERK
6.2 „WORK-LIFE SERVICE“ UND GLEICHSTELLUNGSBEAUFTRAGTE/R
6.3 PERSONALENTWICKLUNGSGESPRÄCHE
7 THEORIEN ZUR BESTIMMUNG DER MOTIVATION UND ARBEITSZUFRIEDENHEIT ALS ZIELE BETRIEBLICHER PERSONALARBEIT
7.1 ERWARTUNGS-WERT-THEORIE NACH VROOM
7.2 EQUITY-THEORIE NACH ADAMS
7.3 MOTIVATIONS-HYGIENE-THEORIE NACH HERZBERG
8 EMPFEHLUNGEN ZUR FÖRDERUNG SPEZIFISCHER ZIELGRUPPEN
8.1 ZIELGRUPPE SCHÜLERINNEN
8.1.1 Situation und Charakteristika der Zielgruppe
8.1.2 Maßnahmen
8.2 ZIELGRUPPE STUDENTINNEN
8.2.1 Situation und Charakteristika der Zielgruppe
8.2.2 Maßnahmen
8.3 ZIELGRUPPE ABSOLVENTINNEN UND WEIBLICHE NACHWUCHSKRÄFTE
8.3.1 Situation und Charakteristika der Zielgruppe
8.3.2 Maßnahmen
8.4 ZIELGRUPPE FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN
8.4.1 Situation und Charakteristika der Zielgruppe
8.4.2 Maßnahmen
9 DAS MODUL „WORK-LIFE SERVICE“
9.1 BETREUUNGS- UND BERATUNGSANGEBOTE
9.1.1 Betreuungs- und Beratungsleistungen
9.1.2 Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung
9.1.3 Elternzeit und Wiedereinstieg
9.1.4 Reentry-Service
9.2 FLEXIBLE ARBEITSZEITEN
9.2.1 Teilzeit
9.2.2 Alternierende Telearbeit
9.3 „TIMESPACER“
9.4 AUFGABEN FÜR DIE PERSONALABTEILUNG
10 ANALYSE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER EFFEKTE
10.1 FINANZWIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE VON CHANCENGLEICHHEIT UND „WORK-LIFE SERVICE“
10.2 PERSONALWIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE VON CHANCENGLEICHHEIT UND „WORK-LIFE SERVICE“
10.2.1 Studien über Nutzen und Effekte der Chancengleichheit und des „Work-Life Service“
10.2.2 Bewertung der Modulwirkungen anhand bekannter Motivationstheorien
11 SCHRITTE ZUR IMPLEMENTIERUNG FÜR DIE BETRIEBLICHE PRAXIS
11.1 INSTITUTIONALISIERUNG DER CHANCENGLEICHHEIT UND WORK-LIFE-BALANCE
11.1.1 Unternehmensleitung
11.1.2 Führungskräfte
11.1.3 Arbeitnehmervertretung
11.2 IST - ANALYSE
11.3 FESTLEGUNG DER HANDLUNGSFELDER UND DER ZIELE
11.4 KOMMUNIKATION UND INFORMATION IM UNTERNEHMEN
11.5 BEDARFSERMITTLUNG MITTELS MITARBEITERBEFRAGUNG
11.6 UMSETZUNG DER MAßNAHMEN
11.7 ERFOLGSKONTROLLE
12 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Konzept zur Förderung der Chancengleichheit und zur Verbesserung der Work-Life-Balance in mittelständischen Unternehmen zu entwickeln. Hierbei wird insbesondere der Fokus auf die Zielgruppe der Frauen gelegt, um das ungenutzte Personalpotential gezielt zu erschließen, die Mitarbeiterbindung zu stärken und die Unternehmenseffizienz nachhaltig zu steigern.
4.1 Rollenkonflikt berufstätiger Frauen
Die Rollentheorie geht davon aus, dass das Verhalten von Personen in hohem Maße von der Position bestimmt wird, die diese Person inne hat. So wird von einer Mutter erwartet, dass sie sich um ihr Kind kümmert. Diese Erwartungen üben einen Druck auf den Positionsinhaber aus, sich rollenkonform zu verhalten. Unter „Rolle“ wird ein Komplex von Erwartungen verstanden, die an einen Positionsinhaber gerichtet werden. Die Personen, die Erwartungen an den Positionsinhaber (Rollenempfänger) richten, werden als Rollensender bezeichnet. Der Rollenbegriff selbst hat verschiedene Dimensionen. Eine Rollendimension ist der Verpflichtungscharakter, das heißt, dass sich die Erwartungen, die an den Positionsinhaber gerichtet werden hinsichtlich ihres Verbindlichkeitsgrades unterscheiden. Man spricht von Muss-, Soll- und Kann-Erwartungen, die bei Nichteinhaltung entsprechend ihres Verbindlichkeitsgrades sanktioniert werden. Der Identifikationsgrad als weitere Dimension drückt aus, welchen Stellenwert die Position und die damit verbundene Rolle für das Selbstbild der Person hat: Zentraler Lebensinhalt oder unwichtige Nebenaufgabe? Der Allgemeinheitsgrad beschreibt, wie genau die Rollenerwartungen sind. Wird dem Positionsinhaber ein großer Handlungsspielraum gelassen oder wird ihm sein Verhalten genau vorgeschrieben.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert den prognostizierten Fachkräftemangel durch den demografischen Wandel und betont die Notwendigkeit einer innovativen Personalpolitik.
2 PROBLEMSTELLUNG: Hier werden die Ursachen des Fachkräftemangels und die aktuelle Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen analysiert.
3 FRAUENFÖRDERUNG, STRATEGIEN ZUR CHANCENGLEICHHEIT UND WORK-LIFE-BALANCE: Dieses Kapitel erläutert theoretische Konzepte wie Gender Mainstreaming, Diversity Management und Total E-Quality sowie deren Anwendung in Unternehmen.
4 FRAU ALS ZIELGRUPPE DER PERSONALPOLITIK: Es wird die besondere Rolle der Frau, die damit verbundenen Rollenkonflikte und ihre Erwartungen an den Arbeitgeber untersucht.
5 SPEZIFISCHE GEGEBENHEITEN MITTELSTÄNDISCHER UNTERNEHMEN: Die spezifischen Herausforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen bei der Umsetzung einer ressourcenorientierten Personalpolitik werden beleuchtet.
6 GRUNDLEGENDE INSTRUMENTE ZUR FÖRDERUNG DER CHANCENGLEICHHEIT: Vorstellung konkreter Instrumente wie Frauen-Netzwerke, dem "Work-Life Service" und Personalentwicklungsgesprächen.
7 THEORIEN ZUR BESTIMMUNG DER MOTIVATION UND ARBEITSZUFRIEDENHEIT ALS ZIELE BETRIEBLICHER PERSONALARBEIT: Darstellung psychologischer Theorien (Vroom, Adams, Herzberg), um die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Mitarbeitermotivation messbar zu machen.
8 EMPFEHLUNGEN ZUR FÖRDERUNG SPEZIFISCHER ZIELGRUPPEN: Differenzierte Maßnahmen für verschiedene Altersgruppen wie Schülerinnen, Studentinnen und weibliche Nachwuchskräfte werden vorgeschlagen.
9 DAS MODUL „WORK-LIFE SERVICE“: Detailerläuterung zum "Work-Life Service", inklusive flexibler Arbeitszeitmodelle, Telearbeit und Betreuungsangeboten.
10 ANALYSE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER EFFEKTE: Bewertung der finanziellen und personalwirtschaftlichen Auswirkungen der vorgestellten Maßnahmen auf das Unternehmen.
11 SCHRITTE ZUR IMPLEMENTIERUNG FÜR DIE BETRIEBLICHE PRAXIS: Ein Leitfaden für die praktische Umsetzung der Strategien, von der Ist-Analyse bis zur Erfolgskontrolle.
12 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Abschluss der Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Themen.
Chancengleichheit, Work-Life-Balance, Frauenförderung, Personalpolitik, Mittelstand, Fachkräftemangel, Diversity Management, Gender Mainstreaming, Job Sharing, Telearbeit, Mitarbeitermotivation, Arbeitszufriedenheit, Personalgewinnung, Führungspositionen, Human-Kapital.
Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen durch eine innovative Personalpolitik den demografischen Wandel bewältigen und Frauen als qualifizierte Personalressource gewinnen und binden können.
Die zentralen Felder sind Chancengleichheit, Work-Life-Balance, familienfreundliche Arbeitsbedingungen und die gezielte Förderung weiblicher Fach- und Führungskräfte.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, das speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten ist, um durch die Ausrichtung auf den "Faktor Frau" die betriebliche Effizienz zu steigern.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Managementstrategien und psychologischen Motivationstheorien sowie praxisorientierte Kosten-Nutzen-Modelle zur Implementierung.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Vorstellung konkreter Module wie Mentoring, Coaching, flexible Arbeitszeitmodelle und den Aufbau eines "Work-Life Service" inklusive der wirtschaftlichen Bewertung dieser Maßnahmen.
Wesentliche Begriffe sind Chancengleichheit, Work-Life-Balance, Human-Kapital, Fachkräftemangel und verschiedene Motivationstheorien.
Während klassisches Job Sharing Aufgaben teilt, erfordert das Modell für Führungskräfte zusätzlich eine komplexe Abstimmung der dispositiven Tätigkeiten und eine veränderte Führungskultur hin zu mehr Partizipation.
Das Modell zielt stark auf die kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensqualität ab, was oft hohe Investitionen erfordert, über die kleine und mittlere Unternehmen im Vergleich zu großen Konzernen weniger leicht verfügen können.
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