Fachbuch, 2008
232 Seiten
1 Einleitung: Fragestellungen und Zielsetzungen der Studie
1.1 Untersuchungsansatz
1.2 Theoretische Ebene
1.3 Methodische Ebene
1.4 Praktische Ebene
1.5 Empirische Ebene
1.6 Einordnung der Studie
1.7 Gliederung der Studie
2 Kompetenzentwicklung und Rollenverständnis beim Einsatz von Verwaltungspersonal als Schulverwaltungsassistenzen
2.1 Was ist Kompetenz – Versuch einer Definition
2.1.1 Fachkompetenz – Die fachspezifische Perspektive
2.1.2 Methodenkompetenz als methodologische und strukturelle Ebene
2.1.3 Sozialkompetenz – Die gesellschaftliche Bedeutung
2.1.4 Selbstkompetenz – Der individuelle Aspekt
2.1.5 Handlungskompetenz – Die berufliche Dimension
2.1.6 Lernkompetenz als zusätzliche Herausforderung
2.2 Kompetenz im Kontext ‚Schule’
2.3 Formelles und informelles Lernen als Mittel zur Kompetenzentwicklung
2.4 Kompetenzentwicklung als Grundlage der Beschäftigungsfähigkeit
2.5 Kompetenzentwicklung in Veränderungsprozessen
2.6 Rahmenbedingungen
2.6.1 Konsolidierung des Landeshaushalts
2.6.2 Verwaltungsmodernisierung in NRW
2.6.2.1 Verwaltungsmodernisierung in neuer Dimension
2.6.2.2 Folgen der Strukturmaßnahmen
2.6.2.3 Sozialverträglicher Personalabbau
2.6.2.4 Abkehr vom Inkrementalismus
2.6.2.5 Landesbeschäftigte werden zunehmend verunsichert
2.6.2.6 Lösungsansatz der Landesregierung zur Umsetzung der personalwirtschaftlichen Maßnahmen
2.6.2.7 Aufbau eines landesweiten Personaleinsatzmanagements in NRW
2.6.2.8 Maßnahmen in anderen Bundesländern
2.6.2.9 Ziele des Personaleinsatzmanagements NRW
2.6.3 Neue Herausforderungen und Anforderungen an Schule
2.6.3.1 Qualitätsverbesserung des Unterrichts
2.6.3.2 Neue Anforderungen durch Selbständige Schule
2.6.3.3 Kompetenzbedarf der Schulleitungen
2.6.3.4 Übernahme einer Schulleitung zunehmend unattraktiv
2.6.3.5 Auswirkungen der Anforderungen auf SchulVA
2.7 Grundlagen und Zielsetzung des Projekts SchulVA
2.7.1 Pilotprojekt im Regierungsbezirk Arnsberg
2.7.2 Zielgruppe des Pilotprojekts
2.7.3 Auswertung der Zwischenevaluation des Probelaufs
2.7.3.1 Auswertung der Befragung der Schulverwaltungsassistenzen
2.7.3.2 Auswertung der Befragung der Schulleitungen
2.8 Ausdehnung des Pilotprojektes auf das Land NRW
3 Ablauf der Untersuchung
3.1 Entwicklung einer Methode zur Kompetenzmessung
3.1.1 Kompetenzmodelle
3.1.2 Eingesetzte Methoden und Vorgehen in der Hauptstudie
3.1.3 Entwicklung des Befragungs-Designs
3.1.4 Entwicklung des Item-Pools
3.1.5 Ausweitung der Befragung um Aufgabenanalyse
3.1.6 Rolle und Selbstverständnis der SchulVA
3.2 Bewertungsskalen
3.3 Pre-Test des Fragebogens
3.4 Start und Rückmeldezeitraum der Befragung
4 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse der Hauptstudie
4.1 Demografische Daten der SchulVA
4.2 Demografische Daten der Schulleitungen
4.3 Deskriptive Auswertung der Befragung
4.3.1 Fragenkomplex Arbeitsumfeld
4.3.2 Fragenkomplexe Kompetenzeinschätzung und Stellen-anforderungen
4.3.3 Fragenkomplex Fähigkeiten und Fachkenntnisse
4.3.4 Aktuelle und perspektivische Aufgabenbereiche für SchulVA
4.3.5 Komplex Anerkennung und Verantwortung
4.3.6 Fragenkomplex Lernen am Arbeitsplatz und/oder externe Weiterbildung
4.3.7 Fragenkomplex Kommunikation und Qualitätsentwicklung
4.3.8 Fragenkomplex Selbstverständnis
4.4 Gesamteinschätzung der SchulVA und der Schulleitungen
4.4.1 Anmerkungen der SchulVA
4.4.2 Anmerkungen der Schulleitungen
4.5 Vergleich der Befragungsergebnisse nach Einstellungsjahrgängen
4.5.1 Vergleich SchulVA 2007/2008
4.5.1.1 Unterschiede im Komplex Kompetenz
4.5.1.2 Unterschiede im Fragenkomplex Arbeitsumfeld
4.5.1.3 Unterschiede im Fragenkomplex Lernen/Weiterbildung
4.5.1.4 Fragenkomplexe Wertschätzung, Kommunikation und Qualitätsentwicklung
4.5.1.5 Akzeptanz der Funktionsbezeichnung
4.5.2 Vergleich Schulleitungen 2007/2008
4.5.2.1 Stellenanforderungen, Kompetenzpotenzial und Erfüllungsgrad
4.5.2.2 Arbeitsumfeld
4.5.2.3 Fachkenntnisse
4.5.2.4 Aktuelle und zukünftige Aufgaben
4.5.2.5 Anerkennung und Verantwortung, Kommunikation und Qualität
4.5.2.6 Gesamteinschätzung der Fach- und Handlungskompetenz
5 Zusammenfassende Interpretation und Analyse der Befragungsergebnisse
6 Fazit und Handlungsempfehlungen
6.1 Fazit
6.2 Handlungsempfehlungen
Die Studie untersucht den Einsatz von Verwaltungsbeschäftigten als Schulverwaltungsassistenten in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es zu analysieren, wie sich diese Beschäftigten im Zuge des unfreiwilligen Aufgabenwechsels persönlich weiterentwickelt haben und wie sie ihre neue Rolle im schulischen Umfeld positionieren, um fundierte Grundlagen für zukünftige Aufgabenprofile zu schaffen.
1.2 Theoretische Ebene
Für die berufliche Kompetenzentwicklung sind eine Reihe verschiedener Bedingungen von Bedeutung. Dies wird deutlich, wenn man die berufliche Handlungskompetenz als ‚Integration kognitiver, emotionaler, motivationaler, volitiver und sozialer Aspekte menschlichen Handelns in der Arbeitswelt’ betrachtet.
Ob eine Kompetenzentwicklung stattfindet, ist von verschiedenen Determinanten abhängig, z.B. den strukturellen Bedingungen, einer lernförderlichen Umgebung, bestimmten Merkmalen der Arbeitsaufgabe oder dem sozialen Klima. Dabei muss berücksichtigt werden, dass das Konstrukt Kompetenz in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen mit unterschiedlicher Ausrichtung beleuchtet wird. Beachtet werden muss dabei, dass die hier betroffene Personengruppe zu einem größeren Teil zur Gruppe der älteren Arbeitnehmer zählt und sich hieraus möglicherweise Einschränkungen beim Kompetenzpotenzial respektive der Kompetenzentwicklung ergeben könnten.
Für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter ist prägend, wie das Selbstkonzept beruflicher Kompetenz von ihnen eingeschätzt wird. Dies ist abhängig von z.B. den strukturellen Bedingungen, einer lernförderlichen Umgebung, bestimmten Merkmalen der Arbeitsaufgabe oder dem sozialen Klima.
1 Einleitung: Fragestellungen und Zielsetzungen der Studie: Die Einleitung führt in die Problematik des Stellenabbaus in der NRW-Landesverwaltung ein und erläutert den Einsatz von Verwaltungsbeschäftigten an Schulen zur administrativen Entlastung als Maßnahme dieser Veränderungsdynamik.
2 Kompetenzentwicklung und Rollenverständnis beim Einsatz von Verwaltungspersonal als Schulverwaltungsassistenzen: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen zu Kompetenz, Lernformen und Rahmenbedingungen und analysiert die Herausforderungen für Schulleitungen und die neue Rolle der Schulverwaltungsassistenten.
3 Ablauf der Untersuchung: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, von der Entwicklung der Kompetenzmessung über das Befragungs-Design bis hin zur Durchführung der Pre-Tests und der Hauptstudie.
4 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse der Hauptstudie: In diesem umfangreichen Hauptteil werden die gesammelten Daten detailliert deskriptiv ausgewertet, diskutiert und nach Einstellungsjahrgängen verglichen.
5 Zusammenfassende Interpretation und Analyse der Befragungsergebnisse: Das Kapitel bietet eine übergreifende Synthese der Befragungsergebnisse unter Berücksichtigung des Fehlens eines direkten Vergleichsrahmens.
6 Fazit und Handlungsempfehlungen: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Stellenstruktur, des Rollenbildes und der Qualifizierung gegeben.
Schulverwaltungsassistenz, Nordrhein-Westfalen, Kompetenzentwicklung, Verwaltungsmodernisierung, Stellenabbau, Selbstständige Schule, Personalmanagement, Aufgabenanalyse, Schulleitung, Beschäftigungsfähigkeit, berufliche Handlungskompetenz, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Situation von Verwaltungsbeschäftigten des Landes Nordrhein-Westfalen, die infolge von Verwaltungsstrukturreformen an Schulen eingesetzt wurden, um Lehrkräfte und Schulleitungen administrativ zu entlasten.
Die zentralen Felder sind die berufliche Kompetenzentwicklung der betroffenen Mitarbeiter, das Rollenverständnis im schulischen Arbeitsumfeld sowie die Auswirkungen der Verwaltungsmodernisierung auf das Personal.
Primäres Ziel ist es, den Kompetenzzuwachs der Mitarbeiter durch ihren Arbeitsplatzwechsel zu erforschen und durch eine Doppelbefragung von Schulleitungen und Verwaltungsbeschäftigten fundierte Erkenntnisse für ein zukünftiges Aufgaben- und Anforderungsprofil zu gewinnen.
Die Autor setzt eine explorative explorative Grundlagenerhebung ein, die auf einer Zwischenevaluation des Pilotprojekts sowie einer empirischen Vollerhebung bei Schulverwaltungsassistenten und Schulleitungen mittels internetbasierter Fragebögen basiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche Arbeitsumfeld, Kompetenzeinschätzung, Stellenanforderungen, die Zusammenarbeit der Akteure sowie das persönliche Selbstverständnis der neu eingesetzten Verwaltungsmitarbeiter.
Wichtige Begriffe sind Schulverwaltungsassistenz, Kompetenzentwicklung, Verwaltungsmodernisierung, Stellenabbau, Schulentwicklung sowie das Rollenbild im gehobenen Dienst.
Die Schulleitung fungiert einerseits als Dienstvorgesetzte und Erwartungsträger für die Schulverwaltungsassistenten und wird andererseits selbst als wichtiger Akteur befragt, um die Diskrepanzen zwischen Anforderungen und tatsächlichem Einsatz aufzudecken.
Der Autor stellt fest, dass die Arbeit zwar überwiegend als abwechslungsreich empfunden wird, die Beschäftigten sich jedoch oft als "Einzelkämpfer" fühlen und deutliche Unzufriedenheit bezüglich der Funktionsbezeichnung und fehlender Klarheit in den Arbeitsstrukturen besteht.
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