Examensarbeit, 2007
53 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Animationen
2.1.1 Allgemeine Begriffsbestimmung
2.1.2 Vorzüge und Bedenken
2.1.3 Bedeutung von Animationen für den Erdkundeunterricht
2.1.4 Der didaktische Ort des Animationseinsatzes
2.1.5 Verlaufsphasen des Animationseinsatzes im Unterricht
2.2 Festigung
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Messung
3. Unterrichtsvoraussetzungen
3.1 Allgemeine Voraussetzungen
3.2 Spezielle Voraussetzungen
3.3 Situative Voraussetzungen
4. Formulierung von Leitfragen
5. Planung des Unterrichtsvorhabens
5.1 Bezug zu den curricularen Vorgaben
5.2 Begründung der Themenwahl
5.2.1 Didaktische Begründung des inhaltlichen Schwerpunktes
5.2.2 Didaktische Begründung des medialen Schwerpunktes
5.3 Richtziele und Kompetenzen der Unterrichtsreihe
5.4 Sachdarstellung und didaktische Reduktion
5.5 Übergeordnete didaktisch-methodische Begründungen
5.6 Übersicht über die Unterrichtsreihe (Synopse)
5.7 Untersuchungsverfahren zur Verbesserung des Lernerfolgs
5.7.1 Einschätzung der Verbesserung des Lernerfolgs durch die Schüler
5.7.2 Feststellung der Verbesserung des Lernerfolgs durch eine schriftliche Lernzielkontrolle
6. Darstellung und Analyse ausgewählter Teile des Unterrichtsvorhabens
6.1 Die zweite Unterrichtsstunde
6.2 Die dritte Unterrichtsstunde
7. Auswertung der Unterrichtsergebnisse
7.1 Animationen im Hinblick auf die Verbesserung des kurzfristigen Lernerfolgs
7.2 Animationen im Hinblick auf die Verbesserung des mittelfristigen Lernerfolgs
7.3 Motivation durch Animationen im Hinblick auf die Verbesserung des Lernerfolgs
8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Einsatzes von Animationen auf die Festigung geographischen Fachwissens in einer 8. Klasse. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob durch die multimediale Veranschaulichung komplexer Prozesse in einem einstündigen Unterricht ein messbarer, kurz- und mittelfristiger Lernerfolg sowie eine gesteigerte Lernmotivation erreicht werden kann.
2.1.1 Allgemeine Begriffsbestimmung
Das Wort „Animation“ leitet sich aus dem Lateinischen von „animare“ für „zum Leben erwecken, Beleben“ ab.5 Zu Animationen zählt man elektronische Lernumgebungen vom bewegten Bild bis hin zur Visualisierung von Prozessen.6 Sie bleiben auf einer niedrigen Stufe von Interaktivität7 und bieten keine Steuermöglichkeiten im ablaufenden Prozess. Sämtliche Animationen beruhen auf dem Prinzip, dass Veränderungen in aufeinander folgenden Einzelbildern im Gehirn als Bewegung aufgefasst werden.8 So können Prozesse als chronologische Abfolgen in den Naturwissenschaften verständlich visualisiert werden. Nach ISSING9 vermitteln Visualisierungen einerseits Anschauung dort, wo den Adressaten die direkte Erfahrung fehlt, andererseits bietet Visualisierung Veranschaulichung von unanschaulichen Dingen wie Theorien, Modellen und Ideen, was heutzutage bei der Vermittlung der sich rasant vermehrenden Informationen und teilweise sehr abstrakten Theorien von zentraler Bedeutung sein dürfte.
Die Animation ist in der Lernpsychologie also im weiteren Sinne ein Verfahren der Wissensvermittlung, bei dem dafür geeignete Inhalte multimedial aufbereitet und in festgelegtem zeitlichem Ablauf dem Lernenden präsentiert werden.10 Animierte Bilder haben hier gegenüber den statischen den Vorteil, Veränderungen explizit darstellen zu können. Animationen sollten aber auch nach MAYER nach dem Modalitätsprinzip mit gesprochenem oder geschriebenem Text begleitet werden. Der Kommentar sollte dabei zeitlich nah zum kommentierten Abschnitt der Animation präsentiert werden.11 Auch ISSING konstatiert hierzu: „Die Lernpsychologie hat nachgewiesen, daß Bildinformationen wesentlich besser elaboriert und behalten werden als Textinformationen, und daß eine vernetzte, d.h. sich ergänzende Darbietung von Text und Bild zu besseren Behaltensleistungen führt.“12 (vgl. Kapitel 2.1.3)
1. Einleitung: Die Arbeit adressiert die Problematik des Fachs Erdkunde an einem Gymnasium unter Bedingungen der Einstündigkeit und untersucht, ob der Einsatz von Animationen die Wissensverankerung fördern kann.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Animationen und Festigung, beleuchtet deren didaktischen Wert für den Erdkundeunterricht und grenzt sie von Simulationen ab.
3. Unterrichtsvoraussetzungen: Hier werden die spezifischen Lernbedingungen der 8. Klasse, einschließlich ihrer Vorkenntnisse, Arbeitshaltung und technischen Ausstattung, detailliert beschrieben.
4. Formulierung von Leitfragen: Basierend auf der Theorie werden zentrale Fragen zur Verbesserung des kurz- und mittelfristigen Lernerfolgs sowie zur motivierenden Wirkung der Medien abgeleitet.
5. Planung des Unterrichtsvorhabens: Dieses Kapitel erläutert die curriculare Einbindung, die fachliche Auswahl der Themen (Tsunami, Monsun) und die methodische Konzeption der Unterrichtsreihe.
6. Darstellung und Analyse ausgewählter Teile des Unterrichtsvorhabens: Die Durchführung zweier exemplarischer Unterrichtsstunden wird detailliert dargestellt und kritisch reflektiert.
7. Auswertung der Unterrichtsergebnisse: Die erhobenen Daten aus Fragebögen und Lernzielkontrollen werden analysiert, um den Einfluss von Animationen auf den kurz- und mittelfristigen Lernerfolg zu bestimmen.
8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe: Abschließend wird der positive Einfluss der Animationen auf die Festigung von Wissen hervorgehoben und die Übertragbarkeit des Konzepts bewertet.
Animationen, Erdkundeunterricht, Festigung, Lernerfolg, Fachkompetenz, Naturkatastrophen, Tsunami, Monsun, Wissensvermittlung, Motivation, neue Medien, Unterrichtsvoraussetzungen, Didaktik, Geografie, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie Animationen als Medium im Erdkundeunterricht der 8. Klasse dazu beitragen können, Fachwissen nachhaltiger zu festigen und Schüler zu motivieren.
Das Hauptaugenmerk liegt auf naturgeografischen Phänomenen wie der Entstehung von Tsunamis, den Ursachen von Überschwemmungen und dem Monsun-Phänomen in Asien.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass durch den Einsatz von Animationen der kurz- und mittelfristige Lernerfolg der Schüler gesteigert werden kann, um den Herausforderungen eines einstündigen Unterrichts zu begegnen.
Die Arbeit nutzt ein empirisch-vergleichendes Vorgehen unter Verwendung von Fragebögen zur Motivationsanalyse und schriftlichen Lernzielkontrollen zur Messung des kognitiven Wissenszuwachses.
Der Hauptteil umfasst die didaktische Planung des Unterrichtsvorhabens, die Analyse der Rahmenbedingungen sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung einzelner Unterrichtsstunden.
Die zentralen Begriffe sind Animationen, Festigung, Lernerfolg, Fachkompetenz, Motivation und der erdkundliche Kontext von Naturgefahren.
Aufgrund der begrenzten Unterrichtszeit muss die Verankerung von Wissen sehr effizient erfolgen; die Autorin prüft, ob Animationen helfen können, diesen Zeitmangel zu kompensieren.
Die Messung erfolgt durch zwei zeitlich versetzte schriftliche Lernzielkontrollen (direkt nach der Unterrichtsreihe und drei Wochen später), um die Nachhaltigkeit des Wissenserwerbs zu evaluieren.
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