Examensarbeit, 2008
145 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Methodisches Vorgehen
2. Theoretischer Teil
2.1. Zum Kompetenzbegriff
2.1.1. Der Kompetenzbegriff von F. E. Weinert als Grundlage der Begriffsbestimmung
2.1.2. Kompetenzanforderungen als Konkretisierung von Bildungszielen
2.1.3. Kompetenzmodelle für das Fach Deutsch
2.1.3.1. Kompetenzen im Fach Deutsch im Rahmen der von der KMK beschlossenen Bildungsstandards
2.1.3.2. Das der PISA-Studie zugrunde liegende Lesekompetenzmodell
2.1.3.3. Mögliche Kandidaten für ein gegenstandsgerechtes Kompetenzmodell
2.1.4. eigene Arbeitsdefinition
2.2. notwendige Kenntnisse für einen gegenstandsgerechten Umgang mit Kurzgeschichten
3. Praxisteil
3.1. Zur Bedeutung von Kenntnissen in aktuellen Prüfungen
3.1.1. Allgemeine Bemerkungen zu aktuellen Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10
3.1.2. Die Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufe 10 des Landes Brandenburg
3.1.3. Die Schriftliche Prüfungsarbeit zum mittleren Schulabschluss im Fach Deutsch des Landes Berlin
3.1.4. Zusammenfassender Vergleich der Analyseergebnisse
3.2. Vorschlag zur Verbesserung der Aufgabenstellung zur Analyse und Interpretation einer Kurzgeschichte durch Implementation einer Kenntnisabfrage
4. Abschließende Bemerkungen
5. Literaturverzeichnis
Anhang
a) Prüfung am Ende der Jahrgangsstufe 10 Deutsch Realschule 2006/2007 Brandenburg
b) Schriftliche Prüfungsarbeit zum mittleren Schulabschluss 2007 im Fach Deutsch Berlin
Die Arbeit untersucht die Funktion von fachspezifischen Kenntnissen beim Erwerb literarischer Kompetenz, fokussiert auf den Umgang mit Kurzgeschichten am Ende der Sekundarstufe I, und bewertet, inwieweit aktuelle Prüfungsformate diesen Erwerb widerspiegeln.
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
In der Folge des unterdurchschnittlichen Abschneidens deutscher Schüler bei internationalen Leistungsvergleichen wie TIMSS und PISA gab es in den letzten Jahren vermehrte bildungspolitische Bestrebungen, eine von zahlreichen Pädagogen schon seit langem geforderte Bildungsreform nun auch in Angriff zu nehmen. Dies führte in Gesellschaft, Politik und den beteiligten Wissenschaftsdisziplinen zu heftigen Diskussionen bezüglich des nun einzuschlagenden Weges, wobei sich wohl aus heutiger Sicht die Konzepte hinter den schillernden Schlagworten Bildungsstandards, Kompetenzentwicklung und Outputorientierung durchgesetzt haben.
Ob der nicht immer sachgerechte Umgang mit diesen und anderen Termini nun immer zur Verbesserung von Unterricht beigetragen hat, ist fraglich. Was sich allerdings im Zuge der Reform änderte bzw. nun langsam ändert, sind die Prüfungen für die jeweiligen Schulabschlüsse, was eine direkte Auswirkung der Festlegung der nationalen Bildungsstandards darstellt. So kommt es zu der paradoxen Situation, dass mit den Abschlussprüfungen am Ende der 10. Klasse allerlei Kompetenzen überprüft werden sollen, deren Entwicklung im jeweiligen Fachunterricht durch die Fachdidaktiken unterter noch gar nicht hinreichend beschrieben wurde.
Kompetenz ist ohnehin das Schlagwort, welches den bildungspolitisch geforderten Wandel des Schulsystems bestimmt. Hierbei ist allerdings jeweils zumeist überhaupt nicht klar, in welchem Sinne der Begriff Kompetenz nun gerade gebraucht wird.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die bildungspolitische Ausgangslage ein, benennt das Problem fehlender Definitionen von Kompetenzen im Schulalltag und steckt das Ziel der Untersuchung ab, die Funktion von Kenntnissen für literarische Kompetenz zu klären.
2. Theoretischer Teil: Hier wird der Kompetenzbegriff theoretisch hergeleitet, verschiedene Kompetenzmodelle diskutiert und die eigene Arbeitsdefinition entwickelt, um anschließend die notwendigen Kenntnisse für den Umgang mit Kurzgeschichten zu spezifizieren.
3. Praxisteil: Dieses Kapitel untersucht die aktuellen Abschlussprüfungen in Brandenburg und Berlin auf ihren Umgang mit literarischen Kenntnissen und unterbreitet einen konkreten Vorschlag zur Verbesserung der Aufgabenstellungen.
4. Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Notwendigkeit fachspezifischer Kenntnisse und plädiert für eine Weiterentwicklung der Prüfungsformate zur tatsächlichen Überprüfung literarischer Kompetenz.
5. Literaturverzeichnis: Umfassende Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Dokumente.
Literarische Kompetenz, Bildungsstandards, Kompetenzmodell, Kurzgeschichte, Fach Deutsch, Kenntnisse, Wissensaufbau, Prüfungsformate, Lesekompetenz, Literaturdidaktik, Sekundarstufe I, Bildungsreform, Fachdidaktik, Schulabschluss, Outputorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Rolle fachspezifische Kenntnisse für den Aufbau literarischer Kompetenz spielen, insbesondere im Kontext des Literaturunterrichts und der Abschlussprüfungen der Sekundarstufe I.
Die zentralen Themen sind die theoretische Bestimmung des Kompetenzbegriffs, verschiedene Kompetenzmodelle in der Bildungspolitik sowie eine kritische Analyse der aktuellen Prüfungspraxis in den Fächern Deutsch.
Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, welche Funktion Kenntnisse beim Erwerb literarischer Kompetenz haben und wie diese in Prüfungen (insbesondere am Beispiel von Kurzgeschichten) abgefragt werden sollten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine kritische Gegenüberstellung von bildungspolitischen Vorgaben mit einer empirisch orientierten Analyse aktueller Prüfungsaufgaben.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Herleitung des Kompetenzbegriffs und einen Praxisteil, der die Prüfungen der Länder Brandenburg und Berlin evaluiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie literarische Kompetenz, Bildungsstandards, Kompetenzmodell, Kurzgeschichte, Fachdidaktik und Abschlussprüfungen geprägt.
Kurzgeschichten sind ein zentraler und häufiger Unterrichtsgegenstand in der Sekundarstufe I und bieten durch ihre spezifischen Merkmale (Kürze, offener Schluss) ein ideales Beispiel für die notwendige Verknüpfung von fachspezifischen Kenntnissen und literarischer Interpretation.
Die Autorin schlägt eine "Zweigliedrigkeit" der Prüfung vor: Ein erster Teil soll durch gezielte Aufgabenstellungen (Kenntnisabfrage) die Basis für eine anschließend komplexere Textanalyse schaffen, statt den Schüler ohne inhaltliche Hinführung vor eine unstrukturierte Interpretationsaufgabe zu stellen.
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