Bachelorarbeit, 2008
37 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Zum Begriff der Erziehung
3. Bedeutung des Erziehungsbegriffes für Vorgesetzte
4. Zum Begriff des Führungsstiles
5. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Erziehungs/Führungsstilen von Kurt Lewin
6. Auswertung der Untersuchung
7. Fazit der Untersuchung Lewins im Bezug auf Führungsstile
8. Die Arbeiten von Tausch und Tausch
9. Der situative Führungsstil
10. Umweltfaktoren und Sozialisation
11. Individuelle Motivation als Erfolgsfaktor effektiver Führung
12. Delegation als mitarbeiterfreundliches Führungsinstrument
13. Exkurs: MbO im Rahmen der militärischen Führung
14. Praxiserfahrung im Stadtteilbüro „Ruhrfeld City“
15. Fazit
16. Zur Ausbildung des Managers in der Sozialen Arbeit
17. Abschlussbemerkung
Diese Bachelor-Thesis untersucht die wesentlichen Determinanten eines Führungsstils, der in Einrichtungen der Sozialen Arbeit sowohl leistungsbezogen und effektiv als auch mitarbeiterfreundlich agiert und sich dabei am humanistischen Menschenbild orientiert. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie scheinbare Widersprüche zwischen Zielorientierung und menschlicher Zuwendung in der Führungspraxis aufgelöst werden können.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Erziehungs-/Führungsstilen von Kurt Lewin
Die Erziehungsstilforschung stellt fast schon eine eigenständige wissenschaftliche Profession dar, die auf eine Jahrhunderte lange forschungsorientierte und interessengeleitete Erkundung dieses Erkenntnisfeldes zurückblicken kann.
Am bekanntesten sind wohl die Feldforschungen, die der emigrierte Österreicher Kurt Lewin (1890-1947) und seine Mitarbeiter Ronald Lippit und Ralph White 1939 in den USA durchführten.
Lewin führte seine qualitativen Untersuchungen mit Kindergruppen im nichtschulischen Bereich durch. Drei Gruppen mit jeweils fünf Kindern zwischen 10 und 12 Jahren trafen sich einmal die Woche, um Bastel- und Werkarbeiten durchzuführen. Jede Gruppe wurde von einem Pädagogen geleitet, der jeweils einen anderen Führungsstil verwendete (autoritär, demokratisch und laissez-faire). Nach einem halben Jahr wurde das Experiment beendet und von Kurt Lewin und seinen Mitarbeitern ausgewertet. Untersucht wurden die Auswirkung der Führungsstile auf das Verhalten und die Leistungsbereitschaft der einzelnen Gruppen.
Im Folgenden werden diese drei Führungsstile und das Verhalten der Pädagogen in Lewins Experiment kurz erläutert, um dann die Auswertung der Untersuchung vorzustellen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung betriebswirtschaftlicher Verfahren in der Sozialen Arbeit aufgrund knapper Finanzen und fragt nach einem effektiven, mitarbeiterfreundlichen Führungsstil.
2. Zum Begriff der Erziehung: Hier wird der Ursprung des Begriffs Erziehung definiert, um ein Verständnis für die grundlegenden pädagogischen Interaktionsprozesse zwischen Erzieher und Edukand zu schaffen.
3. Bedeutung des Erziehungsbegriffes für Vorgesetzte: Dieses Kapitel überträgt pädagogische Grundsätze auf die Führungsverantwortung, da Führungskräfte in sozialen Einrichtungen eine lenkende und fördernde Rolle einnehmen.
4. Zum Begriff des Führungsstiles: Es wird die begriffliche Entwicklung von Erziehungs- zu Führungsstilen dargelegt und eine Definition für zielorientierte soziale Einflussnahme in Arbeitskontexten erarbeitet.
5. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirksamkeit von Erziehungs/Führungsstilen von Kurt Lewin: Dieses Kapitel stellt die klassischen Feldstudien von Kurt Lewin zu autoritären, demokratischen und Laissez-faire-Stilen bei Kindergruppen vor.
6. Auswertung der Untersuchung: Die Ergebnisse zeigen, dass der demokratische Führungsstil zu den qualitativ besten Ergebnissen führt, während autoritäre Führung zwar hohe Arbeitsleistung, aber weniger Kreativität und Motivation erzeugt.
7. Fazit der Untersuchung Lewins im Bezug auf Führungsstile: Das Fazit unterstreicht den demokratischen Führungsstil als effektivste Form, die Leistungsbezug und Mitarbeiterzufriedenheit in Einklang bringt.
8. Die Arbeiten von Tausch und Tausch: Es wird ein dimensionsorientiertes Konzept vorgestellt, das Führung nicht nur in Typen, sondern über Lenkungs- und emotionale Dimensionen messbar macht.
9. Der situative Führungsstil: Dieser Stil wird als besonders passend für die Soziale Arbeit hervorgehoben, da er eine individuelle Führung jedes Mitarbeiters ermöglicht.
10. Umweltfaktoren und Sozialisation: Es wird analysiert, wie die individuelle Prägung und das soziale Umfeld von Mitarbeitern deren Verhalten beeinflussen und warum Führungskräfte dies berücksichtigen müssen.
11. Individuelle Motivation als Erfolgsfaktor effektiver Führung: Das Kapitel differenziert zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und betont die Bedeutung der ersteren für nachhaltige Arbeitsergebnisse.
12. Delegation als mitarbeiterfreundliches Führungsinstrument: Hier wird das Prinzip des Management by objectives (MbO) als Delegation von Zielen und Verantwortung für soziale Einrichtungen diskutiert.
13. Exkurs: MbO im Rahmen der militärischen Führung: Es wird die Analogie zwischen dem militärischen "Führen durch Auftrag" und dem zivilen MbO untersucht.
14. Praxiserfahrung im Stadtteilbüro „Ruhrfeld City“: Ein persönlicher Theorie-Praxis-Transfer aus einem Praktikum illustriert die Anwendung der erarbeiteten Konzepte in einer realen Einrichtung.
15. Fazit: Das Fazit fasst die Kerndeterminanten für eine humanistische, demokratische und partizipative Führungspraxis zusammen.
16. Zur Ausbildung des Managers in der Sozialen Arbeit: Abschließend wird die Notwendigkeit einer dualistischen Ausbildung gefordert, die Managementwissen mit sozialarbeiterischer Fachlichkeit und Praxisnähe verknüpft.
Führungsstil, Sozialmanagement, Soziale Arbeit, Mitarbeiterorientierung, Humanistisches Menschenbild, Kurt Lewin, Partizipation, Motivation, Delegation, Management by objectives, Situative Führung, Sozialisation, Umweltfaktoren, Didaktik, Praxisanleitung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie man in sozialen Einrichtungen effektiv führen kann, ohne das Wohl der Mitarbeiter und das humanistische Menschenbild zu vernachlässigen.
Im Fokus stehen Führungstheorien, Motivationspsychologie, die Bedeutung von Sozialisation und Umweltfaktoren sowie das Management-by-Objectives-Prinzip im sozialen Sektor.
Die Arbeit untersucht, welche Determinanten einen Führungsstil ausmachen, der sowohl leistungsbezogen und effektiv als auch mitarbeiterfreundlich ist.
Der Autor nutzt Literaturanalysen (u.a. Lewin, Tausch/Tausch, Malik) sowie einen persönlichen Theorie-Praxis-Transfer durch ein Praktikum, um die Konzepte zu evaluieren.
Der Hauptteil behandelt die historische Forschung zu Führungsstilen, Methoden der Mitarbeiterführung, Ansätze zur Motivation und einen praktischen Anwendungsbezug durch eine Fallstudie.
Zentrale Begriffe sind Sozialmanagement, partizipative Führung, intrinsische Motivation, Delegation, situative Führung und die fachliche Ausbildung in der Sozialen Arbeit.
Es ermöglicht die Übertragung von Kompetenz und Verantwortung, fördert die intrinsische Motivation und erlaubt eine zielgerichtete Steuerung, die den Mitarbeiter als Individuum respektiert.
Der Autor fordert eine dualistische Ausbildung, die sowohl klassisches Managementwissen als auch die pädagogische Professionalität und Sozialkompetenz vereint.
Er gilt als der für die Soziale Arbeit angemessenste Stil, da er die unterschiedlichen Vorerfahrungen und individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt.
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