Diplomarbeit, 2007
239 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
1 INTEGRATION
1.1 DIMENSIONEN VON INTEGRATION
1.1.1 Strukturelle Integration:
1.1.2 Kulturelle Integration:
1.1.3 Soziale Integration
1.1.4 Identifikatorische Integration:
1.2 INTEGRATION UND ASSIMILATION
1.3 INTEGRATION UND AKKULTURATION
1.4 INTEGRATION UND EXKLUSION (AUSGRENZUNG)
1.5 DAS INTEGRATIONSVERSTÄNDNIS IN BADEN-WÜRTTEMBERG
2 DAS INTEGRATIONSPROGRAMM DER LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG UND DIE KONZEPTION DER EVALUATION
2.1.1 Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg
2.2 DAS INTEGRATIONSPROGRAMM – DARSTELLUNG DER INTEGRATIONSPROJEKTE DER LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG
2.3 FORSCHUNGSDESIGN, VORGEHEN, KONZEPTION UND METHODE IM RAHMEN DER EVALUATION
2.3.1 Evaluationskonzept
2.3.2 Evaluationsdesign und –setting
2.3.3 Evaluationskriterien für Integrationsprojekte
3 QUALITATIVE VERFAHREN – ERHEBUNG, ANALYSE UND INTERPRETATION QUALITATIVER DATEN
3.1 QUALITATIVE SOZIALFORSCHUNG
3.2 QUALITATIVE ERHEBUNGSMETHODE: DAS EXPERTENINTERVIEW
3.2.1 Der Leitfaden für das Experteninterview im Rahmen der Evaluation
3.3 AUSWERTUNGSVERFAHREN FÜR DAS EXPERTENINTERVIEW
4 DIE ROLLE DER BILDUNG IM INTEGRATIONSPROZESS – EIN THEORETISCHER BEITRAG ZUR BILDUNG
4.1 BILDUNG ALS BILDUNG DES INDIVIDUUMS
4.2 BILDUNGSBEGRIFF EINER AUF GESELLSCHAFTLICHKEIT AUSGERICHTETEN SOZIALPÄDAGOGIK
4.2.1 Sozialpädagogik – eine Definition
4.2.2 Ein sozialpädagogischer Bildungsbegriff im Kontext der Integration von Migranten
4.3 BILDUNG FÜR MIGRANTEN
5 DIE QUALITATIVE AUSWERTUNG DER PROJEKTE DER LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG
5.1 EVALUATORISCHE AUSWERTUNG DER INTERVIEWS NACH PROJEKTEN
5.2 QUALITATIVE AUSWERTUNG DER INTERVIEWS UNTER DEM ASPEKT BILDUNG
6 BILDUNGSZIELE IM KONTEXT DER INTEGRATION VON MIGRANTEN
6.1 GESELLSCHAFTLICHE BILDUNGSZIELE DER SOZIALPÄDAGOGIK IM INTEGRATIONSPROZESS
6.2 BILDUNGSZIELE EINER BILDUNG FÜR MIGRANTEN
7 INTEGRATION DURCH BILDUNG? EINE ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Bildung als zentrales Element der Integrationsarbeit mit Migranten fungiert und wie Integrationsprojekte der Sozialpädagogik zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob eine Reduzierung der Integrationsbemühungen auf das individuelle Handeln der Einwanderer ausreicht oder ob Integration primär als wechselseitiger Prozess des Aushandelns zwischen Migranten und der Aufnahmegesellschaft verstanden werden sollte.
Einleitung
Die der Arbeit zugrunde liegende Frage „Integration durch Bildung?“ scheint in der Praxis der Integrationsarbeit mit Migranten eine zentrale Rolle zu spielen. Schließlich betonen die Integrationsbemühungen der Bundesregierung, der Bundesländer sowie der Städte und Kommunen genau dies in ihren Gesetzen, ihren Vorschriften bzw. Regelungen und letztlich auch in der praktischen Arbeit mit Migranten. Subsumiert man die in den Konzeptionen der institutionellen Förderprojekte festgeschriebenen Ziele, Aktivitäten und Intentionen, erscheint mir der Aspekt der Bildung als das wesentliche Moment öffentlicher Integrationsbemühungen.
Ob dieser beobachteten Reduzierung der Integrationsarbeit auf die individuelle Bildung von Migranten bzw. die von Josef Held festgestellte Konzentration von Integrationsprojekten auf das individuelle Handeln der Einwanderer ein zu einseitiges Verständnis von Integration zugrunde liegt, gilt es dabei zu prüfen. Schließlich bedarf es einer gelingenden Integration - meiner Meinung nach - mehr als die Bemühungen des einzelnen Individuums, sich durch das Erlernen von kulturellen Techniken, die Aneignung der geltenden Werte und Normen etc. (Assimilation) in die Gesellschaft einzufügen.
Fruchtbarer und evidenter erscheint mir hier Integration als ein Prozess des Aushandelns, als Prozess der beidseitigen Annäherung zwischen Migranten und „Aufnahmegesellschaft“ zu verstehen, was im Folgenden noch zu belegen ist. In dieser Konsequenz ist auch der Verweis im Titel auf die „Integrationsprojekte der Sozialpädagogik“ zu lesen. Diesem obliegt meine noch zu belegende These, dass die Förderung der Integration von Migranten eine ursprüngliche theoretische Fragestellung und praktische Aufgabe der Sozialpädagogik ist, der ein ihr spezifischer, auf Gesellschaft bezogener Bildungsbegriff innewohnt. Denn Integration kann „(…) auf Dauer nur gelingen, wenn sie nicht nur den Einwanderern abverlangt wird.“ (Held, 2006)
EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Integration durch Bildung sowie Vorstellung der Forschungsabsicht und der methodischen Herangehensweise anhand von zehn evaluierten Projekten.
1 INTEGRATION: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Integrationsbegriff, seinen Dimensionen und der Abgrenzung zu Assimilation und Akkulturation im Kontext der deutschen Einwanderungsgesellschaft.
2 DAS INTEGRATIONSPROGRAMM DER LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG UND DIE KONZEPTION DER EVALUATION: Darstellung des Förderprogramms sowie Erläuterung des subjektorientierten Evaluationsdesigns und der angewandten Methoden.
3 QUALITATIVE VERFAHREN – ERHEBUNG, ANALYSE UND INTERPRETATION QUALITATIVER DATEN: Theoretische Fundierung der qualitativen Sozialforschung und Erläuterung der Experteninterviews als zentrales Erhebungsinstrument.
4 DIE ROLLE DER BILDUNG IM INTEGRATIONSPROZESS – EIN THEORETISCHER BEITRAG ZUR BILDUNG: Theoretische Herleitung verschiedener Bildungsbegriffe und deren Relevanz für eine auf Gesellschaftlichkeit ausgerichtete Sozialpädagogik.
5 DIE QUALITATIVE AUSWERTUNG DER PROJEKTE DER LANDESSTIFTUNG BADEN-WÜRTTEMBERG: Detaillierte Darstellung und qualitative Auswertung der Interviews unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Projekte.
6 BILDUNGSZIELE IM KONTEXT DER INTEGRATION VON MIGRANTEN: Systematisierung der extrahierten Bildungsziele in persönliche, praktische und politische Kategorien zur Förderung der Integration.
7 INTEGRATION DURCH BILDUNG? EINE ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Beitrags von Bildung zum Gelingen des Integrationsprozesses.
Integration, Bildung, Sozialpädagogik, Migranten, Evaluation, Aufnahmegesellschaft, Chancengleichheit, Partizipation, Identität, Akkulturation, Strukturelle Integration, Kulturelle Integration, Soziale Integration, Bildungsziele.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Integration und Bildung. Sie analysiert, ob und wie Bildungsmaßnahmen zur Integration von Migranten beitragen können, unter Einbeziehung einer qualitativen Auswertung von zehn Integrationsprojekten der Landesstiftung Baden-Württemberg.
Zentral sind der Integrationsbegriff und seine Dimensionen (kulturell, strukturell, sozial, identifikatorisch), der Bildungsbegriff in der Sozialpädagogik sowie die kritische Reflexion von Integrationsprojekten und deren Bildungszielen.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Bildung zur Integration von Migranten zu evaluieren und Bildungsziele zu identifizieren, die aus einer auf Gesellschaftlichkeit ausgerichteten Sozialpädagogik resultieren, anstatt nur die individuelle Anpassung der Einwanderer zu fordern.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Evaluationsforschung. Es wurden Experteninterviews mit Projektleitern und Mitarbeitern der geförderten Integrationsprojekte durchgeführt, ergänzt durch quantitative Befragungen, um Erkenntnisse für die Praxis zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Reflexion von Bildung und Integration sowie eine qualitative Auswertung von Projektinterviews, in der konkrete Maßnahmen, Ziele und subjektive Bewertungen der Akteure dargelegt werden.
Integration, Bildung, Sozialpädagogik, Migranten, Evaluation, Chancengleichheit und Partizipation bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.
Dieses Projekt zielt nicht nur auf Migranten ab, sondern richtet sich primär an die deutsche Mehrheitsgesellschaft, um durch interreligiösen Dialog Vorurteile abzubauen und Akzeptanz zu schaffen.
Bourdieu dient als analytisches Mittel, um Mechanismen der Erzeugung sozialer Ungleichheit zu erklären und zu verdeutlichen, dass Bildung als Erwerb von kulturellem und sozialem Kapital für die Teilhabe der Migranten entscheidend ist.
Ein zentrales Problem liegt laut Autor in der "Schieflage", dass Integrationsprojekte sich oft zu stark auf das individuelle Handeln der Einwanderer konzentrieren, während die Verantwortung der Aufnahmegesellschaft und strukturelle Barrieren vernachlässigt werden.
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