Diplomarbeit, 2006
112 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELE DER ARBEIT
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG
2 Theoretische Grundlagen
2.1 DER DIREKTINVESTITIONSBEGRIFF
2.2 EINORDNUNG IN DAS KLASSIFIZIERUNGSKONZEPT VON AUSLANDSAKTIVITÄTEN
2.3 FORMEN DER DIREKTINVESTITIONSTÄTIGKEIT IM AUSLAND
2.4 BETRACHTUNGSEBENEN FÜR DIREKTINVESTITIONEN
2.5 DIE THEORIE DER DIREKTINVESTITION
2.5.1 Die Klassische Kapital-Theorie
2.5.2 Die Theorie des monopolistischen Vorteils nach Hymer/Kindleberger
2.5.3 Die Theorie der oligopolistischen Reaktion nach Knickerbocker
2.5.4 Die Produktlebenszyklus-Theorie nach Vernon
2.5.5 Die Behavioristische Theorie nach Aharoni
2.5.6 Der Handelschrankenansatz
2.5.7 Die Standort-Theorie
2.5.8 Das Eklektische Paradigma von Dunning
3 Der ungarische und rumänische Transformationsprozess
3.1 GRUNDZÜGE DER TRANSFORMATIONSTHEORIE
3.2 UNGARN UND RUMÄNIEN VOR DEM SYSTEMWECHSEL
3.3 POSTSOZIALISTISCHER TRANSFORMATIONSPROZESS UND AKTUELLER REFORMSTAND
4 Die Standorte Ungarn und Rumänien im Vergleich
4.1 GEOGRAPHISCHE LAGE
4.2 BEVÖLKERUNG UND HUMANKAPITAL
4.3 MAKROÖKONOMISCHE INDIKATOREN
4.3.1 Bruttoinlandsprodukt
4.3.2 Geldpolitik: Inflation, Leitzins und Wechselkurs
4.3.3 Arbeitslosenquote
4.3.4 Fiskalpolitik: Staatshaushalt und Staatsverschuldung
4.3.5 Außenwirtschaft: Handelsbilanz, Leistungsbilanz und Auslandsverschuldung
4.4 POLITISCHE SITUATION
4.5 SOZIO-KULTURELLE ASPEKTE
4.5.1 Kulturdimensionen nach Hofstede
4.6 NATÜRLICHE RESSOURCEN
4.7 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR INVESTITIONEN
4.7.1 Steuerrecht und steuerliche Investitionsanreize
4.7.2 Arbeitsrecht
4.7.3 Grundzüge des Gesellschaftsrechts
5 Ausländische Direktinvestitionen in Ungarn und Rumänien
5.1 ENTWICKLUNG UND STRUKTUR DER DIREKTINVESTITIONEN
5.1.1 Postsozialistische Entwicklung der Direktinvestitionsaktivitäten
5.1.2 Direktinvestitionsbestände nach Sektoren und Ursprungsländern
5.2 CHANCEN UND RISIKEN DER DIREKTINVESTITIONSTÄTIGKEIT
5.2.1 Chancen der Direktinvestitionstätigkeit in Ungarn
5.2.2 Risiken der Direktinvestitionstätigkeit in Ungarn
5.2.3 Chancen der Direktinvestitionstätigkeit in Rumänien
5.2.4 Risiken der Direktinvestitionstätigkeit in Rumänien
5.3 EXPERTENMEINUNGEN ZUR ATTRAKTIVITÄT DER INVESTITIONSSTANDORTE
5.3.1 Der FDI Confidence Index
5.3.2 Konjunkturbericht Mittel- und Osteuropa 2006
6 Fazit
Diese Diplomarbeit vergleicht die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien, um die Auswirkungen unterschiedlicher Rahmenbedingungen auf die Direktinvestitionstätigkeit internationaler Unternehmen zu analysieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die Ausgangslage, der Transformationsprozess sowie aktuelle ökonomische und politische Faktoren die Attraktivität der beiden Länder als Ziel für ausländische Direktinvestitionen beeinflussen.
2.1 Der Direktinvestitionsbegriff
Der Ausdruck „direct foreign investment“ tauchte in der angelsächsischen Literatur bereits 1914 im wegbereitenden Werk von Hobson auf. Dieser definierte den alternativ zu Direktinvestitionen verwendeten Begriff „Auslandsinvestition“ wie folgt:
„...we may say that foreign investments consist of that part of a country and its inhabitants, situated abroad, from which its owners expect to derive income.”
Während bei Hobson also das Ertragsmotiv im Vordergrund stand, wurde das Kontrollmotiv ebenfalls recht früh in den amerikanischen Statistiken des „Department of Commerce“ angesprochen. In diesen werden Direktinvestitionen definiert als
„...the foreign security holdings of United States industrial and commercial corporations which, in so fart hey possess a majority interest thereby exert control over foreign subsidiaries.”
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz ausländischer Direktinvestitionen (FDI) in Mittel- und Osteuropa ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Standorte Ungarn und Rumänien vergleichend zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet allgemeine Theorien zu Direktinvestitionen, definiert FDI, grenzt sie von anderen Markteintrittsformen ab und erläutert verschiedene Erklärungsansätze für Investitionsentscheidungen.
3 Der ungarische und rumänische Transformationsprozess: Der Abschnitt beleuchtet die unterschiedliche Ausgangslage beider Länder vor dem Systemwechsel sowie die anschließende Transformationsgeschichte, die Ungarn als Reformvorreiter und Rumänien als Nachzügler positioniert.
4 Die Standorte Ungarn und Rumänien im Vergleich: Eine detaillierte Standortanalyse vergleicht geographische Lage, Bevölkerungsstruktur, makroökonomische Indikatoren, politische Situation sowie rechtliche und soziokulturelle Rahmenbedingungen.
5 Ausländische Direktinvestitionen in Ungarn und Rumänien: Dieses Kapitel analysiert die Entwicklung, Struktur, Chancen und Risiken ausländischer Direktinvestitionen in beiden Ländern und zieht Expertenmeinungen zur Attraktivität der Standorte hinzu.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die den Wandel der Attraktivität Ungarns und Rumäniens im Zeitverlauf bewertet und Empfehlungen für weiterführende Analysen gibt.
Direktinvestitionen, FDI, Ungarn, Rumänien, Transformation, Standortanalyse, Markteintritt, Transformationsprozess, Investitionsklima, Wirtschaftswachstum, Standortvorteile, Reformprozess, Wettbewerbsfähigkeit, Osteuropa, Unternehmensstrategie
Die Arbeit befasst sich mit einem detaillierten Vergleich der Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien, insbesondere im Hinblick auf die Aktivitäten internationaler Unternehmen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Hintergründe von Direktinvestitionen, den systemischen Transformationsprozess beider Länder, eine umfassende Standortanalyse sowie die Bewertung der FDI-Dynamik.
Das Hauptziel ist es, die Investitionsstandorte Ungarn und Rumänien hinsichtlich ihrer Ausgangsbedingungen, ihrer Transformationspfade und ihrer aktuellen ökonomisch-politischen Situation zu vergleichen, um Potenziale und Barrieren für Investoren aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse unter Einbeziehung ökonomischer Kennzahlen, theoretischer Modelle der Internationalisierung sowie empirischer Expertenmeinungen und Berichte internationaler Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Aufarbeitung der Transformationsgeschichte, eine detaillierte Standortanalyse und die Untersuchung ausländischer Direktinvestitionen inklusive Chancen- und Risikoabwägung.
Begriffe wie Transformationsprozess, FDI, Wettbewerbsfähigkeit, Standortattraktivität sowie die länderspezifische Analyse von Wirtschaftsindikatoren stehen im Mittelpunkt.
Ungarn begann bereits in den 1960er Jahren mit marktwirtschaftlichen Reformen, während Rumänien unter einer autoritären Diktatur und Isolationspolitik litt, was zu einer deutlich schwierigeren Ausgangslage nach 1989 führte.
Die Korruption wird als eines der größten Risiken identifiziert, das Investitionsentscheidungen negativ beeinflussen kann und vom Autor als ein strukturelles Hindernis beschrieben wird, das auch die EU-Beitrittsverhandlungen belastete.
Während Ungarn lange als Reformvorreiter galt, hat es laut Arbeit durch interne Probleme, wie das hohe Haushaltsdefizit und die Politik der letzten Jahre, an relativer Attraktivität eingebüßt, während Rumänien durch dynamisches Wachstum aufgeholt hat.
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