Magisterarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 2,0
I. Einführung
II. Theoretischer Teil
2.1 Soziale und fachliche Gliederung des Wortschatzes
2.2 Fachsprache oder Fachwortschatz
2.2.1 Definitionsprobleme
2.2.2 Horizontale Gliederung der Fachsprachen
2.2.3 Vertikale Gliederung der Fachsprachen
2.3 Verschiedene Klassifikationen von Fachlexikonen
2.3.1 System von W.Schmidt
2.3.2 System von K.Hudson
2.3.3 System von L. Rachmanova und V. Suzdaltseva
2.3.4 System von J. Filipec
2.4 Definitionen von Bestandteilen der Fachwortschätze
2.4.1 Terminus und Terminologie
2.4.2 Fachterminologie und Fachterminus
2.4.3 Professionalismen
2.4.4 Jargon, Slang, Argot
2.4.4.1 Jargon
2.4.4.2 Slang
2.4.4.3 Argot
2.5 Wortbildungsmodelle für die Fachsprache der Journalisten
2.5.1 Wortbildungsmodelle für Termini und Internationalismen
2.5.2 Wortbildungsmodelle für Fachausdrücke und Fachjargonismen
2.6 Fragen der Übersetzung
2.6.1 Übersetzungsrelevante Ansätze
2.6.2 Synonyme, Polyseme und Antonyme
2.6.3 Ausarbeitung der Fachwörterbücher
2.6.4 Übersetzung als Entscheidungsprozeß
2.6.4.1 Usuelle und okkasionelle Bedeutung
2.6.4.2 Übersetzung als Analyse von Form und Bedeutung
2.6.4.3 Übersetzung der Konnotationen
2.6.4.4 Synchrone und diachrone Sicht der Ausgangssprache
III. Praktischer Teil
3.1 Strukturell-semantische Klassifikation der Journalistensprache
3.2 Paradigmatische Klassifikation der journalistischen Fachsprache
3.3 Übersetzungsbezogene Klassifikation des Fachwortschatzes
IV. Schlussfolgerung
Die Magisterarbeit befasst sich mit der theoretischen Analyse von Fachsprachen sowie mit praktischen Analysen der redaktionellen Fachsprache von Printmedienjournalisten mit dem Ziel, Methoden für ihre Übersetzung ins Russische zu entwickeln.
2.2 Fachsprache oder Fachwortschatz
In diesem Kapitel betrachten wir den schon angesprochenen Konflikt der oppositionellen Meinungen, ob eine Berufssprache eine eigentliche Fachsprache oder nur den Fachwortschatz bedeutet. Dieser Fragestellung liegt die Diskussion zu Grunde, inwiefern die Umgangssprache grundlegend für die Fachsprachen ist. Die Sprachforscherin E.v. Savigny formuliert dazu vier unterschiedliche Hauptmotive: 1. Die Umgangssprache ist in dem Sinne verbindlich für die Fachsprachen, dass diese sich auf den Bestand der Umgangssprache beschränken müssen. Eine Antithese wäre die Vermutung, ob es möglich wäre, über bekannte Sachverhalte in neuer Art zu reden, beispielsweise in einer praktisch angemessenen und ökonomischen Terminologie oder mit einem Vokabular, welches die genaue Beschreibung differenzierter Sachverhalte ermöglicht.
Wenn wir diese Motivation für die Journalismussprache als Forschungsobjekt anwenden, so können wir uns kaum für eine These entscheiden: Das Journalismuslexikon umfasst sowohl die Lexik aus der Umgangssprache (Zeitschrift, Leser, Anzeige usw), als auch die Begriffe fachsprachlicher Natur (`Spezial-Interest-Zeitschrift´, `Fließsatzanzeigen´, `Doppelleser´ usw).
2. Die Umgangssprache darf auch nicht in dem Sinne grundlegend für die Fachsprachen sein, dass die Fachsprachen bei Erweiterungen ihrer Wortschätze am umgangssprachlichen lexikalischen Bestand festhalten müssten. Die Umgangssprache umfasst eine große Menge von alltäglichen Überzeugungen, die in einer langen Erkenntnisgeschichte der Menschheit angesammelt worden sind, die jedoch keine Grundlage für Wissenschaft als Fachdisziplin bilden dürfen. Das kann man in Bezug auf die Journalismussprache interpretieren, dass der Medienwortschatz im Laufe seiner Entwicklung immer neue Fachbegriffe ins Leben ruft. Mehrere Schichten der Umgangssprache werden aber in den Fachsprachen nicht verwendet, d.h. der Journalismuswortschatz benötigt nur ein Teil der reichhaltigen Lexik der Umgangssprache.
I. Einführung: Zusammenfassung der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Analyse der Fachsprache der Printmedienjournalisten und deren Übersetzung ins Russische befasst.
II. Theoretischer Teil: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Theorie der Fachsprachen, Klassifikationsmodellen, Bestandteilen des Fachwortschatzes und den spezifischen Herausforderungen bei deren Übersetzung.
III. Praktischer Teil: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse durch die Erarbeitung einer strukturell-semantischen und paradigmatischen Klassifikation sowie einer übersetzungsbezogenen Klassifikation der Journalistenlexik.
IV. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass eine fundierte fachsprachliche und terminologische Kompetenz für die Übersetzung journalistischer Fachtexte unerlässlich ist.
Fachsprache, Journalismus, Terminologie, Fachwortschatz, Übersetzung, Professionalismen, Jargonismen, Fachübersetzung, Wortbildung, Linguistik, Printmedien, Fachlexik, Äquivalenz, Fachsprachenforschung, Soziolekte.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und praktischen Analyse der redaktionellen Fachsprache von Printmedienjournalisten, insbesondere im Hinblick auf deren Übersetzung ins Russische.
Die zentralen Themen sind die theoretische Definition von Fachsprachen, die Klassifikation journalistischer Fachlexik, verschiedene Wortbildungsmodelle in diesem Bereich sowie die spezifischen methodischen Herausforderungen bei der Fachübersetzung.
Das primäre Ziel ist es, durch eine fundierte linguistische Analyse der Fachsprache der Journalisten Grundlagen für eine fachgerechte Übersetzung dieser Lexik ins Russische zu schaffen und hierfür ein zweisprachiges Fachwörterbuch zu erstellen.
Die Arbeit nutzt die strukturell-semantische und paradigmatische Analyse von Fachwortschatzmodellen verschiedener Linguisten (wie Hoffmann, Schmidt und Rachmanova), um eine eigene Klassifikation für die Journalistenlexik zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der die Begriffe definiert und klassifiziert, und einen praktischen Abschnitt, der die Klassifikationen auf die Journalistenlexik anwendet und Fragen zur Übersetzung (Synonyme, Polysemie, Konnotationen) erörtert.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Fachsprache, Journalismus, Terminologie, Fachübersetzung, Professionalismen, Jargonismen und die Wortbildungsanalyse.
Die Arbeit erläutert, dass Synonyme und Polyseme den Übersetzungsprozess erschweren, und betont, dass der Fachübersetzer den Kontext verstehen und analysieren muss, um widerspruchsfreie Übersetzungen auf begrifflicher Ebene zu gewährleisten.
Die Arbeit zeigt, dass der technische Fortschritt (z.B. vom Bleisatz bis zum digitalen Desktop Publishing) ständig neue Fachbegriffe hervorbringt und diachrone Veränderungen in der Sprache der Journalisten verursacht, die bei der Übersetzung berücksichtigt werden müssen.
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