Examensarbeit, 2008
118 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Allgemeine Betrachtungen
2.2 Begriffsherkunft
2.3 Negative Definitionen
2.4 Positive Definitionen
2.5 Definition von Freizeit für diese Arbeit
3. Zur Geschichte der Freizeit
3.1 Einfache Gesellschaften und frühe Hochkulturen
3.2 Griechische und Römische Antike
3.3 Mittelalter
3.4 Frühe Neuzeit
3.5 Industrialisierung
3.6 Weimarer Republik
3.7 Freizeit während des Nationalsozialismus
3.8 Freizeit in der DDR
3.9 Freizeit in der BRD
3.9.1 Thesen zur Gegenwart und Zukunftsprognosen zum Verhältnis von Arbeit und Freizeit
4. Die Untersuchung
4.1 Gegenstand und Methode
4.2 Die Untersuchungsgruppe
4.2.1 Darstellungen des Freizeitverhaltens der Untersuchungsgruppe in der Wissenschaft
4.3 Entwicklung des Erhebungsinstruments
4.3.1 Aufbau des Erhebungsinstruments
4.4 Theoretische Vorüberlegungen zu den einzelnen Items
4.4.1 Zeitbudget
4.4.2 Freizeitaktivitäten
4.4.3 Vereinszugehörigkeit
4.4.4 Freizeitkontakte
4.4.5 Einschätzung des Freizeitverhaltens und das Freizeitverständnis
4.4.6 Mediennutzung
4.4.7 Freizeit und Schule
4.4.8 Taschengeld
4.4.9 Freizeitwünsche
4.5 Die Untersuchungssituation
4.6 Ergebnisse der Untersuchung
4.6.1 Die freie Zeit an Schultagen (Frage 1)
4.6.2 Mithilfe im Haushalt (Frage 2)
4.6.2.1 Tägliche Zeitaufwendung für die Hilfe im Haushalt (Frage 2b)
4.6.2.2 Aufgaben im Haushalt (Frage 3)
4.6.3 Die freie Zeit am Wochenende (Frage 4)
4.6.4 Die Freizeitaktivitäten (Frage 5)
4.6.5 Vereinszugehörigkeit (Frage 6)
4.6.5.1 Art der Vereine (Frage 6b)
4.6.6 Freizeitkontakte (Frage 7)
4.6.7 Beurteilung der Freizeitgestaltung (Frage 8)
4.6.8 Freizeitverständnis (Frage 9)
4.6.9 Computerbesitz (Frage 10)
4.6.9.1 Tägliche Computernutzung (Frage 11)
4.6.10 Tägliche Fernsehnutzung (Frage 12)
4.6.11 Existenz von Freizeitangeboten an den Schulen (Frage 13)
4.6.11.1 Freizeitangebote an den Schulen (Frage 13b)
4.6.11.2 Freizeitwünsche innerhalb der Schule (Frage 14)
4.6.12 Taschengeld (Frage 15)
4.6.12.1 Die Höhe des Taschengeldes (Frage 16)
4.6.12.2 Verwendung des Taschengeldes (Frage 17)
4.6.13 Freizeitwünsche (Frage 18)
5. Diskussion der Untersuchungsergebnisse
5.1 Anregungen für den Schulalltag
5.2 Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
Die Arbeit untersucht das Freizeitverhalten und die Freizeitbedürfnisse von Schülerinnen und Schülern der 6. und 7. Klasse an Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Ziel ist es, auf Basis einer quantitativen Fragebogenerhebung Erkenntnisse zu gewinnen, um die Schule als Akteur bei der aktiven und konstruktiven Freizeitgestaltung besser zu integrieren und Konsequenzen für den pädagogischen Alltag abzuleiten.
1. Einleitung
Das Freizeitverhalten von Schülerinnen und Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen ist bereits seit einigen Jahren von besonderem Interesse für den Autor dieser Arbeit. Als Betreuer eines Feriencamps an der polnischen Ostsee mit einer Reisegruppe, die zum Großteil aus Mädchen und Jungen dieses Schultyps bestand, konnten unmittelbare Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt werden. Im Vorfeld der Reise wurden die Betreuer von Seite der Organisatoren darauf hingewiesen, dass diese Mädchen und Jungen in einer Lebensumwelt sozialisiert werden, die dadurch charakterisiert ist, dass sie angeblich sehr erlebnisarm wäre.
Mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Ausflügen sollte auf der Reise ein Kontrast zum Alltag der Mädchen und Jungen geschaffen werden. In den ersten Tagen des Camps gestaltete sich die Realisierung schwieriger als erwartet. Die meisten Angebote wurden von den Kindern und Jugendlichen abgelehnt, zudem war es sehr schwierig sie zu motivieren und sie von passiven Tätigkeiten, wie dem „Gameboy“ Spielen und Musik hören, abzubringen. Innerhalb des Betreuerteams stellte sich rasch ein Gefühl von Überforderung und Mutlosigkeit ein. In längeren Diskussionen wurde nach den Ursachen des Misserfolges gesucht. Schnell wurde Einigkeit erzielt, dass eine mögliche Ursache darin liegen könnte, dass die Reisenden keine Wahlmöglichkeit hatten und somit die Aktivitäten als eine Art Zwang wahrgenommen wurden.
In den nächsten Tagen wurden die Mädchen und Jungen verstärkt in die Planung mit einbezogen und es ergaben sich Möglichkeiten, Wünsche der Reisenden zu realisieren. Diese neue Strategie der Betreuer stellte sich als äußerst konstruktiv dar und die zweite Hälfte der Reise wurde für alle Beteiligten zu einer schönen „Ferienzeit“.
1. Einleitung: Beschreibt die persönliche Motivation des Autors für das Thema und führt in die Relevanz der Freizeitforschung für Schülerinnen und Schüler an Förderzentren Lernen ein.
2. Theoretische Grundlagen: Analysiert den Freizeitbegriff sowie verschiedene negative und positive Definitionsansätze zur Abgrenzung und Einordnung von Freizeit.
3. Zur Geschichte der Freizeit: Bietet einen historischen Überblick von der Antike bis zur Gegenwart, inklusive Zukunftsprognosen zum Verhältnis von Arbeit und Freizeit.
4. Die Untersuchung: Detailliert das methodische Vorgehen der quantitativen Fragebogenerhebung bei Schülern der 6. und 7. Klasse an Berliner Förderzentren.
5. Diskussion der Untersuchungsergebnisse: Fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, interpretiert diese im Kontext der Theorie und leitet daraus konkrete pädagogische Anregungen ab.
Freizeitverhalten, Freizeitbedürfnisse, Förderzentrum Lernen, Schüler, Quantitative Forschung, Freizeitpädagogik, Mediennutzung, Taschengeld, Sozialisation, Freizeitwünsche, Sonderpädagogik, Lebenswelt, Jugendliche, Freizeitgestaltung, Partizipation.
Die Arbeit untersucht das Freizeitverhalten und die Freizeitbedürfnisse von Schülern der Klassenstufe 6 und 7 an Förderzentren mit dem Schwerpunkt Lernen.
Die Themenfelder umfassen die theoretische Einordnung des Freizeitbegriffs, die historische Entwicklung der Freizeit, sowie eine empirische Untersuchung der Freizeitaktivitäten, Mediennutzung und Wünsche der Schüler.
Das primäre Ziel ist es, den „Ist-Zustand“ der Freizeitgestaltung dieser Schülergruppe zu erfassen und daraus Konsequenzen für die pädagogische Arbeit an den Schulen abzuleiten.
Der Autor führte eine quantitative Fragebogenerhebung bei rund 100 Schülern an vier verschiedenen Förderzentren durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen historischen Exkurs, die Darstellung der methodischen Untersuchungsgruppe und eine detaillierte Analyse der erhobenen Ergebnisse (Zeitbudget, Mediennutzung, Vereinsaktivitäten, Taschengeld).
Freizeitforschung, Lernbehindertenpädagogik, Lebenswelt, quantitative Analyse und pädagogische Förderung.
Wie der Autor anhand seiner Erfahrungen in einem Feriencamp aufzeigt, führt Mitsprache und Wahlfreiheit zu höherer Motivation und Zufriedenheit bei den Jugendlichen.
Die Studie identifiziert zwei Gruppen: eine Mehrheit mit eher aktiver Freizeitgestaltung (Sport, Freunde) und eine kleinere Gruppe mit rezeptivem Freizeitverhalten (Medienkonsum, Alleinsein).
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