Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Überblick über die autochthonen Sprachen in Quebec
3. Situation der Sprachgemeinschaften und Sprachgesetze zu den autochthonen Sprachen im historischen Kontext
4. Aktueller gesellschaftlicher Rahmen
4.1. Wahrnehmung der autochthonen Gemeinschaften seitens der französischsprachigen Mehrheit
4.2. Sozialformen und Integration der autochthonen Gemeinschaften, mit dem Fokus der Selbstwahrnehmung.
5. Aktuelle Sprachgesetze
5.1. Aktuell gültige Sprachgesetzgebung und Regelungen
5.2. Nichtstaatliche Organisationen und Initiativen
5.3. Umsetzung und Wirkungen der Sprachgesetzgebung
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der autochthonen Sprachen in der Provinz Québec und analysiert, welchen Beitrag die dortige Sprachpolitik zum Erhalt dieser Sprachen leistet. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit regulatorische Maßnahmen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen den drohenden Sprachverlust indigener Völker verhindern oder abmildern können.
Die aktuelle Situation der autochthonen Sprachen in Québec
Betrachtet man die französischsprachige Provinz Quebec, so weiß man heute, dass sie von einer Vielzahl von sprachlich-politischen Machtkämpfen geprägt war, die der Intention folgten, das Französische als einzige Sprache des staatlichen und öffentlichen Raums zu etablieren und die englische Sprache in dem Gebiet in den Hintergrund treten zu lassen (Marten 2016: 264).
Doch nicht nur Englisch sowie Französisch waren und sind die Sprachen des heutigen Québecs. Vielmehr ließen sich vor der Kolonisation zahlreiche sehr präsente autochthone Sprachen in der Provinz vorfinden. Laut der Sprachwissenschaftlerin und Professorin Lynn Drapeau sind heute einige von ihnen bereits verschwunden, darunter die Sprache der Huron und der Malécite, während weitere vom Aussterben bedroht sind (Drapeau 2011: 7).
Auch die UNESCO unterstreicht, dass autochthone Sprachen weltweit, aber ganz besonders in Kanada, ein kulturelles Erbe darstellen, das einen starken Rückgang verzeichnet (Gabriel 2019: 4-5). Die Sprache der Ureinwohner bildet eines der wichtigsten Merkmale ihrer individuellen und gemeinschaftlichen Identität. Demnach ist ein Blick in die Geschichte des Landes wichtig und, sie sowohl in der schriftlichen als auch der mündlichen Produktion zu erhalten (ebd.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die sprachpolitische Problematik der indigenen Sprachen in Québec ein und definiert die zentralen Fragestellungen sowie das Forschungsziel der Arbeit.
2. Überblick über die autochthonen Sprachen in Quebec: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die indigenen Gruppen und deren Sprachfamilien in Québec sowie eine statistische Einschätzung ihrer aktuellen Sprechendenzahlen.
3. Situation der Sprachgemeinschaften und Sprachgesetze zu den autochthonen Sprachen im historischen Kontext: Hier werden die historischen politischen Ereignisse und die Entwicklung der Sprachgesetze dargelegt, die die heutigen Verhältnisse maßgeblich geprägt haben.
4. Aktueller gesellschaftlicher Rahmen: Der Fokus liegt auf der heutigen Wahrnehmung der autochthonen Bevölkerung durch die französischsprachige Mehrheit sowie den Aspekten der Integration und Selbstwahrnehmung.
5. Aktuelle Sprachgesetze: Dieses Kapitel analysiert die heute geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen, nichtstaatliche Initiativen sowie die praktische Umsetzung und Wirkung der Sprachpolitik.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Resonanz auf die gewonnenen Erkenntnisse und einem Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Sprachpolitik in Québec.
Québec, autochthone Sprachen, Sprachpolitik, Indigene Völker, Sprachverlust, Sprachrevitalisierung, Identität, Inuktitut, Cree, Sprachgesetzgebung, Assimilation, Diskriminierung, Mehrheitssprache, Kulturerbe, Minderheitensprachen
Die Arbeit analysiert die sprachliche Situation der indigenen Völker in der kanadischen Provinz Québec und bewertet die Rolle der Sprachpolitik bei ihrem Erhalt.
Die Arbeit fokussiert sich auf historische Einflüsse, den aktuellen gesellschaftlichen Diskurs, die bestehende gesetzliche Lage und konkrete Sprachrevitalisierungsprojekte.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, ob und wie die Sprachpolitik in Québec dazu beiträgt, den Rückgang und das Aussterben autochthoner Sprachen zu verhindern.
Die Arbeit beruht auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die historische Berichte, aktuelle Statistiken sowie Gesetzestexte vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Kontextualisierung, eine Untersuchung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und eine detaillierte Auswertung staatlicher sowie nichtstaatlicher Maßnahmen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Québec, Sprachpolitik, Sprachrevitalisierung, indigene Identität und institutionelle Sprachmaßnahmen.
Das JBNQA ist ein entscheidendes Abkommen, das den indigenen Gruppen in bestimmten Gebieten spezifische Rechte zur Bewahrung ihrer Sprache und Kultur einräumt.
Die Loi 101 diente vorrangig zum Schutz und zur Etablierung des Französischen als Hauptsprache in Québec, brachte jedoch Ausnahmeregelungen für indigene Reservate und bestimmte Territorien mit sich.
Die Projekte zeigen zwar erste Erfolge in der Bewusstseinsbildung und pädagogischen Arbeit, kämpfen jedoch weiterhin mit einer geringen Anzahl fließender Sprechender.
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