Diplomarbeit, 2007
126 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Problemstellung und persönlicher Prolog des Verfassers
3. Vom klassischen BVW zum modularen Ideenmanagement
3.1. Betriebliches Vorschlagswesen
3.1.1. Ziele des betrieblichen Vorschlagwesens
3.1.2. Nutzen des BVW
3.1.3. Beteiligte
3.1.4. Anerkennung/Prämie
3.1.5. Rechtliche Grundlagen
3.2. Ideenmanagement
3.2.1. Der ganzheitliche Ansatz
3.2.2. Aktuelle Situation in Deutschland
3.2.3. Institutionen für Ideenmanagement
3.3. Bestandteile des Ideenmanagements
3.3.1. Kaizen/Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
3.3.2. Qualitätszirkel (QZ)
3.3.3. Total Productive Maintenance
3.3.4. Kreativitätstechniken
3.3.5 Benchmarking
3.3.6. Neuererwesen
3.3.7. Best Practice Sharing
3.4. Verbesserungsvorschlag, Arbeitnehmererfindung und Patent
4. Das Betriebliche Vorschlagswesen
4.1. Historische Entwicklung des BVW
4.2. Gesetzliche Regelungen in der BRD
4.3. Kritische Würdigung
4.4. Das neue BVW: Ideenmanagement
4.4.1. Zentrales Ideenmanagement
4.4.2. Dezentrales Ideenmanagement
5. Situation des Ideenmanagements weltweit
5.1. Globalisierung und kulturelle Unterschiede
5.1.1. Europa
5.1.2. Japan
5.2. Volksrepublik China
6. Ideenmanagement als Führungsinstrument in Unternehmen
6.1. Strategisches Management
6.2. Taktisches Management
6.3. Operatives Management
7. Strategien für eine erfolgreiche Implementierung des IM in Wirtschaft und Verwaltung in der Volksrepublik China
7.1. Ausgangssituation
7.1.1. Politik und Kultur
7.1.2. Wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik China
7.1.3. Arbeitsmarkt
7.1.4. Mentalität
7.2. Besonderheiten in der Volksrepublik China
7.2.1. Motivationstheoretischer Ansatz
7.2.2. Humankapital
7.2.3. Machtpromotoren
7.2.4. Informationstechnologien
7.2.5. Aus- und Weiterbildung
8. Handlungsempfehlung: Chinaspezifische Einführungsstrategie des IM
8.1. Einführungsstrategie entscheidet über Erfolg
8.2. Motivationstheoretischer Ansatz und Machtpromotoren
8.3. Institutionen und Humankapital
8.4. Perspektiven und deren Bedeutung für das IM in der VR China
9. Evaluierung und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die mit der Einführung eines Ideenmanagements in der Volksrepublik China verbundenen Chancen und Hemmnisse kritisch zu analysieren, um daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen in diesem spezifischen wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld abzuleiten.
3.1. Betriebliches Vorschlagswesen
Die Geschichte des BVW ist nahezu so alt, wie die Menschheit selbst, da ein Leben in sozialen Verbänden einem stetigen Wandel unterworfen ist, der ständige Verbesserungen fordert. Im zeitlichen Verlauf entwickelte sich das BVW. So gab es bereits im Mittelalter Briefkästen, in welche die Bürger Anregungen einwerfen konnten und schon Russlands Peter der Große soll „Ideenaufrufe“ erlassen haben, um möglichst viele Untertanen für den Aufbau seines Reiches zu gewinnen. In Deutschland begründete Alfred Krupp das BVW und definiert es in seinem „General-Regulativ“ aus dem Jahr 1888 in § 13 wie folgt: „Anregungen und Vorschläge zu Verbesserungen, auf solche abzielende Neuerungen, Erweiterung, Vorstellungen über und Bedenken gegen die Zweckmäßigkeit getroffener Anordnungen, sind aus allen Kreisen der Mitarbeiter dankbar entgegenzunehmen.“
In einer moderneren Beschreibung sieht Prof. Thom das BVW als „[…] ein Instrument zur wirtschaftlichen und menschengerechten Betriebsführung. […]“, mit dem Primärziel der Rationalisierung und Wirtschaftlichkeitsverbesserung, aber auch unter Einbeziehung von Motivation und Entwicklung der Mitarbeiter sowie einer permanenten Innovation in kleinen Schritten. Es ist erstaunlich, dass das BVW trotz der hohen Bedeutung dieser Ziele in den vergangenen Jahrzehnten nur begrenzt neue Anwender fand. Begründet ist dies zumeist in der Unkenntnis des Führungspersonals über die Funktionsweise des BVW.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Ideenmanagements in Zeiten der Globalisierung und skizziert die Fragestellung der Arbeit im Kontext der Volksrepublik China.
2. Problemstellung und persönlicher Prolog des Verfassers: Reflektiert den Ursprung der Arbeit aus praktischen Erfahrungen in China und die Anpassung des Forschungsthemas an die komplexen lokalen Gegebenheiten.
3. Vom klassischen BVW zum modularen Ideenmanagement: Erläutert die Evolution des Vorschlagswesens, seine Bestandteile wie Kaizen oder Qualitätszirkel und definiert die Grundkonzepte.
4. Das Betriebliche Vorschlagswesen: Detailliert die historische Entwicklung in Deutschland sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und bietet eine kritische Würdigung des Systems.
5. Situation des Ideenmanagements weltweit: Analysiert den Stand des Ideenmanagements im globalen Kontext, insbesondere in Europa und Japan, und führt in die Situation in China ein.
6. Ideenmanagement als Führungsinstrument in Unternehmen: Unterscheidet zwischen strategischem, taktischem und operativem Management und ordnet die Aufgaben für ein erfolgreiches Ideenmanagement ein.
7. Strategien für eine erfolgreiche Implementierung des IM in Wirtschaft und Verwaltung in der Volksrepublik China: Beleuchtet die spezifischen Herausforderungen in China wie Mentalität, Politik, Humankapital und die Rolle von Machtpromotoren.
8. Handlungsempfehlung: Chinaspezifische Einführungsstrategie des IM: Präsentiert konkrete Lösungswege unter Einbeziehung von Erfahrungen deutscher Institutionen für eine erfolgreiche Einführung in China.
9. Evaluierung und Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten einer erfolgreichen Adaption des Ideenmanagements in der chinesischen Wirtschaft.
Ideenmanagement, Betriebliches Vorschlagswesen, Volksrepublik China, Globalisierung, Unternehmenserfolg, Führungsinstrument, Kaizen, KVP, Machtpromotoren, Innovationsmanagement, Humankapital, Personalführung, Unternehmenskultur, Strategische Implementierung, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit analysiert kritisch, wie ein Ideenmanagementsystem, basierend auf deutschen und internationalen Modellen, erfolgreich in der Volksrepublik China implementiert werden kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die Evolution des betrieblichen Vorschlagswesens (BVW), kulturelle Unterschiede zwischen Europa und China, die Rolle der Führungskräfte sowie die Bedeutung von Faktoren wie Mentalität, Bildung und IT für den Unternehmenserfolg.
Ziel ist es, die Chancen und Hemmnisse für die Einführung eines Ideenmanagements in chinesischen Unternehmen zu identifizieren und eine spezifische Einführungsstrategie zu formulieren, die den lokalen Besonderheiten gerecht wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Literaturanalyse sowie einem empirischen Teil, der auf Experteninterviews mit Führungskräften verschiedener Unternehmen in China aufbaut.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung des modernen Ideenmanagements, den Vergleich der globalen Situation und eine detaillierte Analyse der chinesischen Rahmenbedingungen wie Politik, Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Ideenmanagement, Volksrepublik China, Unternehmenskultur, Machtpromotoren, Innovationsmanagement und Personalführung.
Aufgrund der hohen Machtdistanz und hierarchischen Strukturen wird ein autoritärer Führungsstil bevorzugt, was eine direkte Übertragung westlicher kooperativer Ansätze erschwert; es bedarf einer langfristigen Anpassung und Schulung.
Sie sind als Führungspersönlichkeiten essenziell, um Barrieren (Willens- und Fertigkeitsbarrieren) abzubauen, Ressourcen bereitzustellen und den Innovationsprozess durch ihre autoritäre Position aktiv zu steuern und zu schützen.
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