Fachbuch, 2006
95 Seiten, Note: 1,3
1. EINFÜHRUNG UND ÜBERBLICK ZUM THEMA
2. KULTUR UND KULTURTOURISMUS: GRUNDLAGEN, VORAUSSETZUNGEN UND ENTWICKLUNGEN
2.1 Grundlegende Betrachtungen von Kultur und Kulturtourismus
2.1.1 Definitionsmöglichkeiten von „Kultur“ und „Kulturlandschaft“
2.1.2 Gesellschaftlicher Wertewandel: Entwicklung von Freizeit und Erholungsbedürfnissen
2.1.3 Kulturtourismus und Definitionen
2.1.4 Einordnung des Kulturtourismus in das System des Tourismus
2.2 Trends in Kultur und Tourismus
2.3 Kulturtourismus heute und allgemeine Kundenmerkmale
2.3.1 Haupttrends, Kundenprofile und Zielgruppen
2.3.1.1 Eventtourismus
2.3.1.2 Städtereisen
2.3.1.3 Thementourismus
2.3.1.4 Studienreisen und Bildungsreisen
2.3.2 Spezielle Angebotsformen
2.3.2.1 Museums- und Ausstellungstourismus
2.3.2.2 Industrietourismus
2.3.2.3 Rootstourismus und Militärtourismus
2.3.2.4 Religionstourismus
2.3.2.5 Kunstwelten im Kulturtourismus
2.4 Marketingkonzeptionen und -strategien im Kulturtourismus
2.4.1 Die Situationsanalyse
2.4.2 Die Nachfrage
2.4.3 Die Konkurrenzanalyse
2.4.4 Die Angebotsseite
2.4.5 Marketingkonzeption und Marketingstrategie
2.4.5.1 Leitziele im Kulturtourismus
2.4.5.2 Die Handlungsstrategie
2.4.5.3 Der Handlungsrahmen
2.4.5.4 Erfolgskontrolle
2.5 Das endogene Potenzial einer Region
2.5.1 Akteure und Fördermaßnahmen
2.6 Image und Wahrnehmung von Veranstaltungsorten und die Entwicklung von Reisemotiven und Reiseentscheidungsprozessen
2.6.1 Das Image und seine Entstehung unter besonderer Berücksichtigung des städtischen Struktur- und Veranstaltungsraumes
2.6.2 Psychologie der Wahrnehmung von Images
2.6.3 Reisemotivation und Reiseentscheidung
2.7 Kulturtourismus im Spannungsfeld von Ökonomie, soziokulturellen Bedürfnissen und Ökologie: Positive und negative Auswirkungen
3. FALLBEISPIEL EINER KOMMUNE IM NORDSCHWARZWALD: DIE GROßE KREISSTADT CALW
3.1 Rahmensetzende Bedingungen: Naturraum, Standortpotenziale Wirtschaftsstruktur
3.1.1 Naturräumliche Lage und Topographie
3.1.2 Klima am Nordostrand des Schwarzwaldes
3.1.3 Geologische und hydrologische Bedingungen
3.1.4 Böden, Vegetation und Nutzung auf der Schwarzwald- und Gäuseite
3.2 Geschichtliche und kulturräumliche Prägungen der Stadt Calw
3.2.1 Früheste Besiedlung und Siedlungsgründungen
3.2.2 Städtische Entwicklung vom Mittelalter bis in die Neuzeit
3.2.3 Städtische Entwicklung nach 1945
3.2.4 Das Kloster Hirsau und die St. Aureliuskirche: Historisch begründeter kultureller Einfluss auf Stadt und Umland
3.3 Wirtschaftsgeographische Aspekte und der Wirtschaftsstandort Calw
3.3.1 Wirtschaftliche Entwicklungsprozesse: Kultur und Kulturtourismus in der Dienstleistungsgesellschaft
3.3.2 Wirtschaftliche Bedeutung harter und weicher Standortfaktoren
3.3.3 Wirtschaftsentwicklung und Strukturdaten der Stadt Calw
3.3.4 Übergeordnete Planungen
3.4 Zusammenfassung der Standortpotenziale Calws
4. KULTURELLES UND TOURISTISCHES POTENZIAL DER STADT CALW
4.1 Das kulturelle Potenzial
4.1.1 Städtebauliches und kulturlandschaftliches Potenzial
4.1.1.1 Die Kernstadt
4.1.1.2 Hirsau und das Kloster Hirsau
4.1.1.3 Holzbronn, Altburg, Stammheim, Alzenberg, Wimberg und Heumaden
4.1.2 Kulturträger der Stadt und Veranstaltungsorte
4.1.2.1 Der Veranstaltungskalender
4.1.2.2 Kulturelle Angebote in städtischer Trägerschaft
4.1.2.2.1 Das Hermann-Hesse-Museum, weitere städtische Museen, Stiftungen
4.1.2.2.2 Die Musikschule Calw und die Aurelius–Sängerknaben
4.1.2.3 Kulturelle Angebote von Vereinen, Organisationen, Firmen und Privatpersonen
4.2 Das touristische Potenzial
4.2.1 Unterkunfts- und Tagungsmöglichkeiten
4.2.2 Angebote der Stadtinformation
4.2.3 Öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten
4.2.4 Dienstleister im Gesundheitsbereich und Erholungseinrichtungen
4.2.5 Gastronomie, typische Calwer Erzeugnisse, Erlebnisgastronomie
5. EMPIRISCHE FORSCHUNGSMETHODEN ZUR NACHFRAGE KULTURELLER UND KULTURTOURISTISCHER ANGEBOTE
5.1 Untersuchungsziele
5.2 Untersuchungsmethodik und Untersuchungsbedingungen
5.2.1 Qualitative Befragungen, Interviewpartner und Durchführung
5.2.1.1 Das Experteninterview mit schriftlichem Leitfaden
5.2.1.2 Das narrative Interview
5.2.2 Quantitative Befragungen, Interviewpartner und Durchführung
5.2.2.1 Die schriftliche Befragung von Touristen in Beherbergungsbetrieben
5.2.2.2 Die schriftliche Befragung in Museen und bei der „Calwer Kulturnacht“
5.2.2.3 Das Stichprobenauswahlverfahren
5.3 Entwicklung der Schlafgelegenheiten in der Hotellerie, in Ferienwohnungen und Privatunterkünften
5.4 Entwicklung der Besucherzahlen bei Veranstaltungen und in den städtischen Museen
6. ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN
6.1 Ergebnisse der Experteninterviews mit schriftlichem Leitfaden
6.2 Ergebnisse der narrativen Interviews mit Beherbergungsbetreibern
6.3 Ergebnisse der Umfrage bei Gästen in Beherbergungsbetrieben
6.4 Ergebnisse der Besucherumfrage in Museen
6.5 Ergebnisse der Besucherumfrage bei der „Calwer Kulturnacht“
6.6 Zusammenfassende Bewertung der Nachfrageseite
6.7 Zusammenfassende Bewertung der Angebotsseite
6.7.1 Die Situation in den Beherbergungsbetrieben
6.7.2 Die Situation der kulturellen Einrichtungen
7. ZUKÜNFTIGE KULTURELLE ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN
7.1 Zukünftige Leitziele
7.2 Handlungsempfehlungen für zukünftige Marketingstrategien
7.3 Handlungsempfehlungen für die zukünftige Angebotsgestaltung
7.3.1 Neue Angebote im Kulturtourismus
7.3.2 Angebotserweiterungen bei klassischen Kulturangeboten
7.3.3 Handlungsempfehlung für moderne Unterhaltungsangebote
7.3.4 Regionalkultur und weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten
7.3.5 Touristische Infrastruktur und Erfolgskontrolle
7.3.6 Verstärkte Kommunikationspolitik
8. FAZIT
9. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Trends im Kulturtourismus der Stadt Calw. Ziel ist es, auf Basis empirischer Untersuchungen (qualitativ wie quantitativ) Strategien zu entwickeln, wie kulturelle und touristische Angebote für eine mittelzentrale Stadt unter Beachtung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit optimiert vermarktet werden können.
1. EINFÜHRUNG UND ÜBERBLICK ZUM THEMA
Kulturgeographische Fragestellungen und Theorien wurden seit Beginn des Massentourismus, einsetzender Globalisierung und dem Übergang von der Moderne zur Postmoderne einer Überprüfung und Neuausrichtung unterzogen. Die aktuellen Forschungsansätze in vielen Humanwissenschaften verändern bisher gültige Paradigmen, weshalb von einem „Cultural Turn“ gesprochen wird. HOPFINGER (2003: 14) definiert diesen Prozess wie folgt: „ Unter cultural turn wird die in vielen Humanwissenschaften beobachtbare Wende hin zu einer stärkeren konzeptionellen Ausrichtung auf Fragen der Kultur und der sich verändernden Bedeutungsdimensionen fachspezifisch behandelter Erkenntnisobjekte und eingesetzter Forschungsmethoden verstanden.“
Das traditionelle Verständnis von Kultur und für kulturelle Entwicklungen im Sinne von homogenen, fixierten Strukturen innerhalb eines bestimmten Raumes scheint ausgedient zu haben und wird von einem mehr ganzheitlichen, praxisorientiertem und stärker anthropologisch-sozialwissenschaftlich ausgerichteten Verständnis abgelöst. Damit verlieren frühere Erklärungsansätze wie etwa die „Kulturkreislehre“ in der Anthropogeographie an Bedeutung.
Kultur wird nicht mehr als materieller, quasi unveränderbarer Ausdruck kulturellen Schaffens von Gemeinschaften angesehen, welche auch nicht mehr als lokal oder regional eingrenzbare Stätten kultureller Entwicklung aufgefasst werden können. Nach heutiger Auffassung wird Kultur als dynamischer Diffusionsprozess exogener und endogener Faktoren verstanden, dem Anpassungs-, Überprägungserscheinungen und damit der Kulturwandel bereits innewohnen und deren Auswirkungen sich in der Veränderung materiell-geistiger Werte offenbart. Diese Akkulturationsprozesse verlaufen unter den Bedingungen der wirtschaftlichen Globalisierung und angesichts steigender Tourismusraten rasanter als sonst zu erwarten gewesen wäre.
1. EINFÜHRUNG UND ÜBERBLICK ZUM THEMA: Hinführung zu kulturgeographischen Fragestellungen und Erläuterung des Aufbaus der Untersuchung am Beispiel der Stadt Calw.
2. KULTUR UND KULTURTOURISMUS: GRUNDLAGEN, VORAUSSETZUNGEN UND ENTWICKLUNGEN: Theoretische Herleitung der Kulturtourismus-Begriffe, Trends, Zielgruppen und Marketingkonzepte.
3. FALLBEISPIEL EINER KOMMUNE IM NORDSCHWARZWALD: DIE GROßE KREISSTADT CALW: Analyse der naturräumlichen, historischen und wirtschaftsgeographischen Rahmenbedingungen des Standorts Calw.
4. KULTURELLES UND TOURISTISCHES POTENZIAL DER STADT CALW: Inventarisierung des kulturellen Erbes, der Veranstaltungsorte sowie der touristischen Infrastruktur in den Stadtteilen.
5. EMPIRISCHE FORSCHUNGSMETHODEN ZUR NACHFRAGE KULTURELLER UND KULTURTOURISTISCHER ANGEBOTE: Erläuterung des methodischen Vorgehens bei qualitativen Experteninterviews und quantitativen Besucherumfragen.
6. ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN: Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten zu Expertenmeinungen, Gästeverhalten und Besucherzahlen.
7. ZUKÜNFTIGE KULTURELLE ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN: Formulierung von Zielen und konkreten Handlungsempfehlungen zur Angebotsgestaltung und Vermarktung.
8. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklungspotenziale und Bestätigung der strategischen Bedeutung des Kulturtourismus für Calw.
9. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS: Aufstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, statistischen Daten und Gesprächspartner.
Kulturtourismus, Stadtmarketing, Calw, Hermann Hesse, Standortpotenziale, Tourismusgeographie, empirische Sozialforschung, Marketingkonzeption, Kulturlandschaft, Veranstaltungsmanagement, Besucherstruktur, Destinationsmarketing, Nachhaltigkeit, Kulturangebote, Wirtschaftsfaktor
Die Arbeit analysiert das Kulturtourismus-Potenzial der Stadt Calw, indem sie theoretische Grundlagen mit einer detaillierten empirischen Analyse der Nachfrage- und Angebotsseite verknüpft.
Die zentralen Themen sind die kulturgeographische Standortanalyse, Marketingstrategien im Tourismus, das Identitätsmanagement durch lokale Kulturmerkmale sowie die Messung der touristischen Nachfrage.
Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, um das kulturelle und touristische Angebot Calws nachhaltig und wirtschaftlich gewinnbringend zu positionieren.
Die Arbeit basiert auf einem Mixed-Methods-Ansatz: Experteninterviews (qualitativ) und schriftliche Befragungen von Touristen und Museumsbesuchern (quantitativ) bilden das Datenfundament.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der spezifischen Standortfaktoren von Calw (Naturraum, Historie) und eine detaillierte Auswertung der empirischen Primärdaten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kulturtourismus, Standortpotenziale, Marketingkonzeption, Hermann Hesse und empirische Forschung.
Hermann Hesse wird als der entscheidende „Glücksfall“ und das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Stadt betrachtet, das international vermarktet werden sollte.
Sie dienen als wichtige Multiplikatoren; die Autorin betont jedoch die Notwendigkeit einer besseren Integration dieser Betriebe in touristische Konzepte und einer Steigerung der Servicequalität durch Zertifizierungen.
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