Diplomarbeit, 2003
111 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
3 DAS MODELL DER LERNENDEN ORGANISATION
3.1 Individuelles Lernen
3.1.1 LERNINHALTE DES INDIVIDUELLEN LERNENS
3.1.2 LERNMOTIVATION UND LERNZWECK
3.1.3 LERNSTIL UND –ORT
3.2 Organisationales Lernen
3.3 Die lernende Organisation
3.3.1 INDIVIDUEN
3.3.2 DER KONTEXT
3.3.3 STRATEGIEN, ORGANISATORISCHE STRUKTUREN UND PROZESSE
3.3.4 DIE UNTERNEHMENSKULTUR
3.3.5 LERNSYSTEM /-PROZESSE
4 WISSENSMANAGEMENT
4.1 Terminologie des Wissensbegriffs
4.2 Der Prozess des Individuellen Wissens
4.3 Organisationales Wissen
4.4 Explizites und implizites Wissen
4.5 Die Ressource Implizites Wissen
4.6 Ein Balanceakt zwischen implizitem und explizitem Wissen (HANSE-Modell)
4.7 Von Daten über Information zum Wissen
4.8 Verknüpfung von Daten, Informationen und Wissen
4.9 Wissensbegriff im Wissensmanagement
4.10 Ziele des Wissensmanagements
4.11 Organisationales Lernen vs. Wissensmanagement
5 DAS INTERVENTIONSMODELL DES WISSENSMANAGEMENTS
5.1 Die Bausteine des Wissensmanagements nach Probst et al.
5.1.1 DER BAUSTEIN ‚WISSENSZIELE’
5.1.2 DER BAUSTEIN ‚WISSENSIDENTIFIKATION’
5.1.3 DER BAUSTEIN ‚WISSENSERWERB’
5.1.4 DER BAUSTEIN ‚ WISSENSENTWICKLUNG’
5.1.5 DER BAUSTEIN ‚WISSENS(VER)TEILUNG’
5.1.6 DER BAUSTEIN ‚WISSENSNUTZUNG’
5.1.7 DER BAUSTEIN ‚WISSENSBEWAHRUNG’
5.1.8 DER BAUSTEIN ‚WISSENSBEWERTUNG’
6 FAZIT: LERNENDE ORGANISATION UND WISSENSMANAGEMENT
7 METHODISCHES VORGEHEN
7.1 Methodenwahl und Begründung
7.2 Auswahl der Stichprobe
7.3 Kontaktaufnahme zu den Krankenhäusern
7.4 Pretest
7.5 Interviewleitfaden
7.6 Auswertung der Experteninterviews nach Meuser und Nagel
7.7 Beschreibung der befragten Krankenhäuser
7.7.1 KRANKENHAUS 1
7.7.2 KRANKENHAUS 2
8 EMPIRISCHE ANALYSEN
8.1 Der Wissensbegriff in der Pflege
8.2 Das Verständnis von explizitem und implizitem Wissen
8.3 Die Analyse der Interviews nach dem Interventionsmodell des Wissensmanagements
8.3.1 KATEGORIE 1: WISSENSZIELE
8.3.2 KATEGORIE 2: WISSENSIDENTIFIKATION
8.3.3 KATEGORIE 3: WISSENSERWERB
8.3.4 KATEGORIE 4: WISSENSENTWICKLUNG
8.3.5 KATEGORIE 5: WISSENSVERTEILUNG
8.3.6 KATEGORIE 6: WISSENSNUTZUNG
8.3.7 KATEGORIE 7: WISSENSBEWAHRUNG
8.3.8 KATEGORIE 8: WISSENSBEWERTUNG
9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
9.1 Diskussion der Analysen des Wissensbegriffs in der Pflege
9.2 Diskussion der Analysen zum Interventionsmodell im Wissensmanagement
10 AUSBLICK
11 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, inwiefern ein systematisches Wissensmanagement in der Krankenpflege als wertvolle Ressource zur Steigerung der Effektivität und Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt werden kann, unter Berücksichtigung der spezifischen Herausforderungen in zwei Berliner Krankenhäusern.
4.4 Explizites und implizites Wissen
Explizites Wissen ist das formal beschriebene oder artikulierte Wissen. Es existiert in physischer Form (z.B. in Form von Textdokumenten, Datenbanken etc.) oder ist seinem Träger zumindest als solches bewusst. Implizites Wissen hingegen entzieht sich häufig dem formal-sprachlichen Ausdruck. Diese Form von Wissen basiert auf Erfahrungen, Erinnerungen und Überzeugungen und wird durch persönliche Werte geprägt. Es ist ein entscheidender Bestandteil menschlichen Verhaltens (vgl. HERBST, 2000).
Wollte man diesen Sachverhalt mit Hilfe einer Metapher veranschaulichen, so könnte man von einem Eisberg sprechen, dessen aus dem Wasser ragende Spitze unser explizites Wissen darstellt. Der größte Teil dieses Eisbergs aber liegt unter Wasser und ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Dieser Teil ist unser implizites Wissen und laut POLANYI sogar die Grundlage all unseres Wissens. (vgl. POLANYI, 1985)
Natürlich wäre es wünschenswert, dieses implizite Wissen greifbar zu machen. Allerdings sind die Möglichkeiten implizites Wissen zu explizieren eingeschränkt. So schreibt POLANYI weiter: „(...) daß wir mehr wissen, als wir zu sagen wissen“. (POLANYI, 1985:14)
Trotz dieses Hintergrundes wird dem impliziten Wissen im Wissensmanagement eine besondere Aufmerksamkeit zugeteilt, denn das implizite Wissen der Mitarbeiter ist die eigentliche Wissensressource, die es zu nutzen gilt.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und Begründung der Relevanz von Wissensmanagement als Ressource für Krankenhäuser.
2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Formulierung der Forschungsfragen zur Wissenssteuerung in der Pflege und Einführung des Interventionsmodells nach Probst et al.
3 DAS MODELL DER LERNENDEN ORGANISATION: Theoretische Grundlagen des organisationalen Lernens und Beschreibung der fünf Kernaspekte einer lernenden Organisation.
4 WISSENSMANAGEMENT: Detaillierte Auseinandersetzung mit Wissensarten, der Differenzierung zwischen Daten, Information und Wissen sowie der Rolle des Wissensmanagements.
5 DAS INTERVENTIONSMODELL DES WISSENSMANAGEMENTS: Einführung des Bausteinmodells von Probst et al. als praxisorientiertes Instrument zur Steuerung organisationalen Wissens.
6 FAZIT: LERNENDE ORGANISATION UND WISSENSMANAGEMENT: Zusammenführende Betrachtung der theoretischen Hintergründe und der Notwendigkeit einer lernenden Organisationsstruktur.
7 METHODISCHES VORGEHEN: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethode, der Stichprobenauswahl und des Interviewdesigns mittels Experteninterviews.
8 EMPIRISCHE ANALYSEN: Auswertung der geführten Experteninterviews anhand der verschiedenen Wissensmanagement-Kategorien.
9 DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Anwendung von Wissensmanagement in der Pflegepraxis.
10 AUSBLICK: Handlungsempfehlungen zur weiteren Etablierung von Wissensmanagement in Krankenhäusern.
11 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Synthese der Kernerkenntnisse der Arbeit.
Wissensmanagement, Krankenpflege, Lernende Organisation, Implizites Wissen, Explizites Wissen, Wissenstransfer, Interventionsmodell, Probst et al., Qualitätssicherung, Erfahrungswissen, Fachwissen, Wissensidentifikation, Wissensverteilung, Krankenhausmanagement, Personalführung.
Die Arbeit untersucht, wie gezieltes Wissensmanagement die Effektivität und Qualität in der Krankenpflege innerhalb von Krankenhäusern steigern kann.
Im Zentrum stehen das Konzept der lernenden Organisation, die verschiedenen Wissensarten (explizit vs. implizit) sowie die praktische Anwendbarkeit von Wissensmanagement-Bausteinen.
Es soll evaluiert werden, inwiefern Wissensmanagement-Konzepte in Berliner Krankenhäusern bereits existieren und wie der Wissenstransfer in der Pflege konkret gestaltet werden kann.
Die Autorin wendet ein qualitatives Forschungsdesign an, basierend auf 13 Experteninterviews mit Pflegenden in zwei Berliner Kliniken, ausgewertet nach der Methode von Meuser und Nagel.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wissensmanagements (Probst et al.) und die empirische Analyse der gewonnenen Interviewdaten.
Schlüsselbegriffe sind Wissensmanagement, Pflegemanagement, implizites Wissen, Erfahrungswissen und die lernende Organisation.
Fachwissen wird als explizit und theoretisch betrachtet, während Erfahrungswissen als implizit, praxisnah und sicherheitsstiftend für das Pflegepersonal eingestuft wird.
Eine offene Unternehmenskultur wird als wesentliche Voraussetzung identifiziert, um Wissenslücken ohne Angst zu kommunizieren und eine "lernende Organisation" zu ermöglichen.
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