Bachelorarbeit, 2008
39 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Co-Abhängigkeit
2.1 Definition Abhängigkeit
2.2 Definition Co-Abhängigkeit
2.2.1 Co-Abhängigkeit als Persönlichkeitsstörung
2.2.2 Co-Abhängigkeit als Sucht aufrechterhaltende Verhaltensweise
2.3 Merkmale der Co-Abhängigkeit
2.4 Entstehung von Co-Abhängigkeit
3. Suchtberatung
3.1 Definition der Suchtberatung
3.2 Ziele und Aufgaben der Suchtberatung
3.3 Methoden der Suchtberatung
3.3.1 Das Motivational Case Management
3.3.2 Das Community Reinforcement Approach
3.4 Einbezug des Partners: Hintergründe und Forschung
4. Rollenkonflikt des Partners
4.1 Co-Abhängigkeit contra Unterstützung
4.2 Hilfe und Prävention bei Co-Abhängigkeit
4.3 Über Einzelarbeit zur Unterstützung am Beispiel des Neurolinguistischen Programmierens
5. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle des Partners eines Suchtkranken im Kontext der Suchtberatung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich der Rollenkonflikt zwischen der eigenen Co-Abhängigkeit und der Erwartung, den Partner bei der Suchtüberwindung zu unterstützen, auf den Beratungsprozess auswirkt und welche Lösungsansätze hierfür existieren.
3.3.2 Das Community Reinforcement Approach
Eine weitere in der Suchtberatung angewandte Methode ist das Community Reinforcement Approach, kurz CRA. Es wurde 1973 entwickelt und ist eine Methode zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit und den damit verbundenen Problemen. Sie kommt aus dem Bereich der Psychotherapie und arbeitet mit den Verfahren des Lernen am Modells und Rollenspielen. Die Methode ist sowohl stationär wie ambulant einsetzbar.
Die Grundannahme der Methode ist, dass es in dem Umfeld des Abhängigen Angehörige gibt, die den Konsum ungewollt begünstigen. Folglich müssen diese, neben den Abhängigen selbst in den Behandlungsprozess miteinbezogen werden, um die gewollte Abstinenz aufrechterhalten bzw. erreichen zu können.
Die Behandlung besteht aus neun Komponenten.
Die Verhaltensanalyse erarbeitet Auslöser und Konsequenzen des Alkoholsonsums.
Das Abstinenz-Konto funktioniert nach dem Prinzip, dass sich eine lebenslange Abstinenz besser erreichen lässt, wenn der Klient durch Abstinenz-Perioden an sie herangeführt wird, da sich der Abhängige zu Beginn eher auf vorher zeitlich begrenzte Abstinenzphasen einlässt, als seinen Konsum völlig einzustellen.
Des weiteren wird in der Behandlung das Medikament Disulfiram eingesetzt. Dieses erhöht, auf Grund seiner Nebenwirkungen bei Alkoholkonsum die Wahrscheinlichkeit für Abstinenz. Zusätzlich wird ein Antabus-Coach eingesetzt, ein Angehöriger, der die Medikamentenvergabe regelt und die Abstinenz positiv verstärken soll.
Der Behandlungsplan besteht aus einer Zufriedenheitsskala, in der die Zufriedenheit des Abhängigen mit seiner aktuellen Situation festgehalten wird und den daraus resultierenden Behandlungszielen, um die Situation zu verbessern.
Im Skills-Training werden Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Problemlösestrategien und Durchsetzungsvermögen trainiert.
Die Arbeitsberatung zielt darauf ab, dass der Abhängige eine angemessene Arbeit findet, da sich dieses positiv auf die Abstinenz auswirkt.
Eine weitere Komponente ist die Paartherapie, in der zum einen partnerschaftliche Konflikte angesprochen werden und zum anderen versucht wird, die Unterstützung des Partners für die Behandlung des Abhängigen zu gewinnen. Das Paar soll hier lernen wieder miteinander zu kommunizieren und noch bestehende Konflikte zu lösen.
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Relevanz der Co-Abhängigkeit in der Suchthilfe und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.
2. Co-Abhängigkeit: Dieses Kapitel definiert Co-Abhängigkeit als eigenständiges Phänomen und analysiert dessen Merkmale, Entstehungsbedingungen sowie psychologische Hintergründe.
3. Suchtberatung: Hier werden Definitionen, Ziele und spezifische Methoden der Suchtberatung erläutert, wobei besonderes Augenmerk auf den Einbezug des Partners gelegt wird.
4. Rollenkonflikt des Partners: Dieses Kapitel thematisiert den Konflikt des Angehörigen, der zwischen eigener Co-Abhängigkeit und dem Anspruch der Suchthilfe auf Unterstützung steht, und stellt Lösungsansätze vor.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Co-Abhängige als eigenständige Klienten in der Suchtberatung zu behandeln.
Co-Abhängigkeit, Suchtberatung, Rollenkonflikt, Alkoholabhängigkeit, Angehörige, Unterstützung, Motivational Case Management, Community Reinforcement Approach, NLP, Prävention, Systemtherapie, Verhaltensänderung, Hilfeprozess, Selbsthilfegruppen, psychosoziale Belastung
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Angehörigen, insbesondere Partnern von suchtkranken Menschen, und deren Rolle in der Suchtberatung unter Berücksichtigung des Phänomens der Co-Abhängigkeit.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Co-Abhängigkeit, die Methoden der Suchtberatung, die Entstehung von Rollenkonflikten beim Partner sowie Möglichkeiten zur therapeutischen Unterstützung.
Das primäre Ziel ist es, den Interessenkonflikt des Partners – zwischen der eigenen Sucht-aufrechterhaltenden Co-Abhängigkeit und der geforderten Rolle als Unterstützer – aufzuzeigen und Strategien für eine effektivere Beratung zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit Fachmodellen der Suchthilfe und Psychologie basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Co-Abhängigkeit, die Analyse gängiger Beratungskonzepte wie Case Management oder CRA sowie die Diskussion über den Rollenkonflikt des Partners.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Co-Abhängigkeit, Suchtberatung, Rollenkonflikt, systemischer Ansatz und Ressourcenorientierung geprägt.
Laut den angeführten Ansätzen (z.B. nach A. Wilson Schaef) dient das 12-Schritte-Programm als Methode, um Co-Abhängigen bei der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Prozessen und der Erlangung von Abstinenz von ihrem Co-abhängigen Verhalten zu helfen.
NLP bietet dem Berater Werkzeuge, um den Co-Abhängigen in die Lage zu versetzen, sein Verhalten zu reflektieren, neue Wahlmöglichkeiten jenseits von "Beschützen oder Anklagen" zu entwickeln und dadurch das Selbstwertgefühl zu steigern.
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