Diplomarbeit, 2008
87 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit befasst sich mit einer vergleichenden Analyse des heutigen Risikostrukturausgleichs (RSA) und des geplanten morbiditätsorientierten RSA nach dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz. Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Modelle zu beleuchten und deren Auswirkungen auf die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu bewerten.
Kapitel 1 führt in die Thematik ein und beschreibt die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit. Kapitel 2 analysiert die GKV anhand eines Mehr-Ebenen-Modells und beleuchtet die Wechselbeziehungen zwischen Krankenkassen, Versicherten und Ärzten unter Berücksichtigung der Prinzipal-Agent-Theorie. Kapitel 3 diskutiert die GKV als solidarische Wettbewerbsordnung, ihre Entstehungsgeschichte und die Herausforderungen durch veränderte Werthaltungen. Kapitel 4 behandelt Leitbilder und Werte im Gesundheitswesen, insbesondere den Wandel von pathogenetischen zu salutogenetischen Denkstrukturen. Kapitel 5 erläutert die Grundlagen und Funktionsweise des heutigen RSA, inklusive seiner kritischen Betrachtung. Kapitel 6 beschreibt das neue morbiditätsorientierte RSA-Modell.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV), Risikostrukturausgleich (RSA), Morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), Prinzipal-Agent-Theorie, Solidarität, Wettbewerb, Risikoselektion, Gesundheitswesen, Salutogenese, Pathogenese, GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz.
Der RSA dient dem Ausgleich von Unterschieden in der Finanzkraft und dem Beitragsbedarf der Krankenkassen, um Wettbewerb und Solidarität zu vereinen.
Im Gegensatz zum alten Modell werden beim Morbi-RSA direkte Morbiditätsfaktoren (Krankheitsmerkmale) berücksichtigt, um die Zuweisungen zielgenauer zu gestalten.
Risikoselektion beschreibt das Bestreben von Krankenkassen, vorwiegend „gute Risiken“ (gesunde Versicherte) zu gewinnen und „schlechte Risiken“ (kranke Versicherte) zu vermeiden.
Diese Modelle bilden die theoretische Basis für die Gestaltung des Gesundheitssystems – von der reinen Krankheitsbekämpfung (Pathogenese) hin zur Gesundheitsförderung (Salutogenese).
Sie wird genutzt, um die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Krankenkassen, Versicherten und Ärzten sowie die damit verbundenen Informationsasymmetrien zu analysieren.
Die Grundlage bildet das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) vom 1. April 2007.
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