Bachelorarbeit, 2021
64 Seiten, Note: 2,6
1 Einleitung
2 Code-Switching
2.1 Begriff, Typen, Funktionen
2.2 Grammatische Beschränkungen
3 Grammatikalischer Vergleich zwischen Deutsch und Türkisch
3.1 Agglutinierende vs. flektierende Sprache
3.2 Person und Numerus
3.3 Genus
3.4 Kasussystem
3.5 Syntaktische Grundstruktur
4 Bezug zur Umgangs- und Jugendsprache
5 Fragestellung und Hypothesen
6 Methode
6.1 Testpersonen
6.2 Durchführung
6.3 Transkription
6.4 Qualitative Forschung
7 Ergebnisse
8 Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Sprachverhalten bilingualer Jugendlicher und analysiert, wie Code-Switching (CS) zwischen Türkisch und Deutsch grammatikalische Strukturen beeinflusst. Ziel ist es, bestehende Forschung zu CS kritisch darzustellen und anhand empirischer Gesprächsanalysen zu prüfen, ob sich grammatikalische Gemeinsamkeiten finden lassen oder ob durch das Code-Switching eine neue, eigenständige gemischte Grammatik entsteht.
Code-Switching
Dieses Kapitel beschäftigt sich dem Begriff Code-Switching (CS). Zunächst werden einige der zahlreichen Definitionen zum CS und dessen Herkunft dargelegt, die einen Überblick verschaffen sollen. Eine Visualisierung der Arten geschieht im nächsten Schritt. Als nächstes erfolgt eine Vorstellung der verschiedenen Forschungsausrichtungen, insbesondere die der grammatischen, in der wichtige Modelle behandelt werden. Da dieses Thema ein breites Feld umfasst, werden für diese Abschlussarbeit relevanten Aspekte, besonders der des CS zwischen Türkisch und Deutsch beschrieben.
Zunächst ist es wichtig den Begriff des Sprachkontakts anzuführen die besagt, dass zwei oder mehrere Sprachen miteinander in Kontakt stehen, wenn diese von demselben Individuum abwechselnd genutzt werden (vgl. Riehl 2004: 11). Das heißt, dass innerhalb eines Gesprächs von der einen Sprache in die andere Sprache gesprungen wird. Linguistisch betrachtet wird dieses Phänomen laut Backus (1996), Milroy und Muysken (1995) als Code-Switching, Code-Wechsel, Sprachwechsel etc. bezeichnet (vgl. Gümüşoğlu 2010: 59f.).
Ein weiterer Ansatz ist die von Eichler (2011: 30). Er ist der Aufassung, dass Code-Switching erst dann auftreten kann, wenn sowohl die Sprachgemeinschaft als auch der Sprechende mehrsprachig sind. Dafür geht die Autorin auf die folgenden drei Kriterien nach Gonzalez-Vilbazo (2005: 17) ein: Der Sprechende muss bilingual sein. Zum Begriff der Bilingualität wird definiert „bilinguals are those who use two or more languages (or dialects) in their everyday“ (Grosjean 2010: 22). Bilingual sind in diesem Zusammenhang diejenigen, die zwei oder mehr Sprachen in ihrem Alltag verwenden. Das zweite Kriterium ist, dass im Diskurs die Sprache gewechselt werden muss. Zudem sollen mindestens zwei grammatische Systeme vorhanden sein (ebd.). So lässt sich festhalten, dass es keine klare Definition in der CS-Forschung gibt. Im Allgemeinen bezeichnet es einen Wechsel zwischen den Sprachen innerhalb einer Interaktion. Dieser Wechsel kann nur verübt werden, wenn die Sprechenden mehrere Sprachen beherrschen. Für die vorliegende Arbeit werden die Begriffe CS und Sprachwechsel verwendet.
1 Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse dar, das sich mit den Auswirkungen von Code-Switching auf die deutsch-türkische Grammatik bei Jugendlichen beschäftigt.
2 Code-Switching: Definiert den Begriff des Code-Switchings, beleuchtet theoretische Modelle und erläutert grammatikalische Beschränkungsprinzipien.
3 Grammatikalischer Vergleich zwischen Deutsch und Türkisch: Vergleicht die beiden Sprachen hinsichtlich Sprachtyp, Genus, Kasus und Satzbau, um Grundlagen für die spätere Analyse zu schaffen.
4 Bezug zur Umgangs- und Jugendsprache: Definiert Jugendsprachmerkmale wie Diskursmarker und Partikel, die für das beobachtete Sprachverhalten relevant sind.
5 Fragestellung und Hypothesen: Formuliert die zentralen Forschungsfragen und die Hypothese, dass Jugendliche durch CS eine eigenständige dritte Grammatik erschaffen.
6 Methode: Beschreibt das Vorgehen bei der Datenerhebung durch Partnergespräche und deren anschließende Transkription und Auswertung.
7 Ergebnisse: Präsentiert die Analyseergebnisse der Gesprächsauswertungen und ordnet diese den theoretischen Modellen zu.
8 Diskussion: Reflektiert die gewonnenen Ergebnisse, bewertet die ursprüngliche Hypothese und weist auf Limitationen sowie Forschungsausblicke hin.
Code-Switching, Deutsch, Türkisch, Jugendsprache, Grammatik, Sprachkontakt, Bilingualität, Matrix Language Frame Model, Sprachwechsel, Empirische Untersuchung, Morphologie, Syntax, intrasentential, intersentential, Partikel
Die Arbeit untersucht das Sprachverhalten bilingualer Jugendlicher und analysiert, wie der Wechsel zwischen der türkischen und der deutschen Sprache (Code-Switching) die grammatikalischen Strukturen der Äußerungen beeinflusst.
Die zentralen Themen sind Sprachkontakt, die grammatikalischen Unterschiede zwischen der agglutinierenden türkischen und der flektierenden deutschen Sprache sowie die Besonderheiten der Jugendsprache.
Ziel ist es zu untersuchen, ob beim Code-Switching konkurrierende grammatikalische Ansätze zutreffen und inwiefern sich durch den Sprachwechsel grammatikalische Strukturen verändern oder gar eine "dritte Grammatik" entsteht.
Die Autorin führt eine qualitative, empirische Untersuchung durch, bei der sie Transkriptionen von spontanen Partnergesprächen bilingualer Jugendlicher analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmenteil mit Begriffsdefinitionen und Sprachvergleichen sowie einen empirischen Teil, in dem Methoden, Auswertungen der Transkriptionen und die anschließende Diskussion des Datenmaterials erfolgen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Code-Switching, Bilingualität, Grammatik, Sprachkontakt, Jugendsprache, Matrix Language Frame Model und empirische Gesprächsanalyse charakterisieren.
Nein, die Hypothese, dass die Jugendlichen beim Code-Switching die Strukturen beider Sprachen kombinieren und eine eigenständige dritte Grammatik erschaffen, konnte empirisch nicht bestätigt werden.
Diese Konzepte dienen als theoretische Referenzrahmen, um die grammatikalischen Stellen und Beschränkungen zu identifizieren, an denen der Sprachwechsel in den untersuchten Gesprächen regelkonform erfolgt oder als solcher klassifiziert werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

