Bachelorarbeit, 2007
53 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Abschnitt I: Theoretische Vorüberlegungen und Begriffsklärung
1.1 Historisch-genetisches Lernen – Begrifflichkeiten
1.2 Der Begriff „Arbeit“
1.3 Die Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft
1.4 Die Arbeitswelt im Wandel hinsichtlich Technologisierung, Automatisierung und Rationalisierung
2. Abschnitt II: Ein Beitrag zum historisch-genetischen Lernen im Unterrichtsfach Arbeitslehre
2.1 Die Bedeutung der Arbeit im Unterrichtsfach Arbeitslehre
2.2 Aussagen zur Arbeitswelt im Rahmenlehrplan Wirtschaft-Arbeit-Technik der Primarstufe und der Sekundarstufe I des Landes Brandenburg
2.3 „Der Spargel im Wandel der Zeit“ – eine Unterrichtsanregung
2.3.1 Anbau des Spargels
2.3.2 Ernte des Spargels
2.3.3 Aufbereitung des Spargels
2.3.4 Verwertung des Spargels
2.3.5 Kompetenzen
2.3.6 Methodisch-didaktische Hinweise
Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Arbeitswelt unter den Aspekten von Technologisierung, Automatisierung und Rationalisierung, wobei sie das historisch-genetische Lernen als didaktischen Ansatz für den Unterricht im Fach Arbeitslehre (Sekundarstufe I und Primarstufe) nutzt. Das Ziel ist es, Schülern durch ein konkretes, lebensweltnahes Beispiel zu verdeutlichen, wie technische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen zusammenhängen und wie diese kritisch analysiert werden können.
2.3.1 Anbau des Spargels
Es sind rund 100 Spargelarten bekannt. Doch interessiert hier lediglich der Bleichspargel „Aspáragus officinális“, der, neben dem grünen Spargel, vorwiegend in den Gegenden des Landes Brandenburg angebaut wird.
Der Spargel gehörte früher zu der Familie der Liliengewächse, heute zählt er zur Familie der „Asparagaceae“ und umfasst etwa 120 Arten (vgl. Sulzmann 2005, S.17). Er ist eine mehrjährige Staude, dessen fleischiges, stark bewurzeltes Rhizom (bewurzelter unterirdischer Spross) sich im Boden befindet, dort überwintert und hohe Kältegrade ohne Schäden aushält. Die oberirdischen Teile sterben im Herbst ab und treiben im Frühjahr wieder aus. Die im Frühjahr treibenden Sprosse sind das Erntegut (Spargelstangen), die durch den Erdwall gebleicht bleiben. Nach der Erntezeit, die traditionell am 24. Juni („Johanni“) endet, lässt man die Sprosse treiben, damit sich die Pflanze der Umgebung anpassen und sich für das nächste Jahr kräftigen kann. Die Lebensdauer einer Spargelpflanze beträgt im Durchschnitt 16-18 Jahre. Nach richtiger Kultivierung und Pflege können die ersten Spargelstangen einer Jungpflanze erst im dritten Jahr geerntet werden. Der „Aspáragus officinális“ bevorzugt leichte sandige Böden in frühen Klimaräumen, d.h. in milden klimatischen Lagen mit frühem Vegetationsbeginn, da sich der Sandboden im Frühjahr rascher erwärmt und somit der Austrieb und ein früherer Erntebeginn begünstigt werden. Durch den sandigen Boden wird das Anlegen der Gräben, der Dämme sowie die Ernte wesentlich erleichtert.
1. Abschnitt I: Theoretische Vorüberlegungen und Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie das historisch-genetische Lernen und den Arbeitsbegriff, eingebettet in eine gesellschaftliche und historische Perspektive auf die Veränderungen der Arbeitswelt.
2. Abschnitt II: Ein Beitrag zum historisch-genetischen Lernen im Unterrichtsfach Arbeitslehre: Dieser Teil überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Schulpraxis, analysiert den Rahmenlehrplan WAT in Brandenburg und stellt das Spargelbeispiel als konkretes Modell für den Unterricht vor.
Historisch-genetisches Lernen, Arbeitslehre, Technisierung, Automatisierung, Rationalisierung, Spargelanbau, Mensch-Technik-Beziehung, Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT), Rahmenlehrplan Brandenburg, Berufsorientierung, Innovationsdynamik, Dienstleistungsgesellschaft, landwirtschaftliche Produktion, Erntehelfer, Schälmaschinen
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung des Themas „Arbeitswelt im Wandel“ im Unterricht, wobei die Aspekte der Technisierung, Automatisierung und Rationalisierung im Fokus stehen.
Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen des historisch-genetischen Lernens, die Bedeutung der Arbeit in der Gesellschaft, die Einbettung in Lehrpläne sowie ein praktisches Fallbeispiel aus der Landwirtschaft.
Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie Schüler durch das historisch-genetische Lernen ein Verständnis für den Wandel der Arbeitswelt und den Einfluss technischer Innovationen auf die Gesellschaft entwickeln können.
Die Arbeit nutzt den historisch-genetischen Ansatz als fachdidaktisches Modell, um technische Entwicklungen (am Beispiel des Spargels) exemplarisch und kritisch zu durchdringen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung und einen praktischen Teil, in dem der Anbau, die Ernte, die Aufbereitung und die Verwertung von Spargel als technisches und gesellschaftliches Fallbeispiel detailliert analysiert werden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Historisch-genetisches Lernen, Arbeitslehre, Technisierung, Automatisierung, Rationalisierung und das Fallbeispiel Spargelanbau.
Das Thema wurde in Teilthemen wie Bodenvorbereitung, Ernte und Verwertung unterteilt, die von den Schülern in Gruppenpuzzles oder Portfolios eigenständig erarbeitet werden können, unterstützt durch historisches und aktuelles Bildmaterial.
Die Arbeit zeigt den Übergang von schwerer manueller Arbeit (z. B. Spatenarbeit) hin zu hochgradig spezialisierten Maschinen (z. B. Vollernter) und Kühlsystemen, welche die Arbeitsbelastung senken, aber neue Anforderungen an das Personal stellen.
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